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Greenodd Rope

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Gawith & Hoggarth Greenodd Rope

(Pfeifentabak)

Markenname:Gawith & Hoggarth
Hersteller:Gawith & Hoggarth
Mischung:Virginia/Perique
Schnittbreite:Rope
Typ:naturbelassen
Verpackung:bulk
Preis:12,50 CH-Franken für 50g

Alex Neumann

Nachdem mir schon der Clegir Rope sehr zugesagt hatte mußte ich den Greenodd Rope natürlich auch mal probieren. Laut Daniels Beschreibung handelt es sich um den gleichen Tabak aber mit einem Herz aus Perique (ca 7%). Diese Herztransplantation hat dem Tabak gut getan, soviel sei im Voraus gesagt.

Sowohl vom Geruch als auch von der Optik hat sich im Vergleich zum Clegir Rope nicht viel geändert. In der Packung liegt ein Seil mit einem Durchmesser von knapp einem Zentimeter. Außen ist ein helles Deckblatt drum und an der Schnittfläche erkennt man einen dunklen fast schwarzen Kern in einer hellbraunen Umhüllung die mit einzelnen gelben Vogelaugen gesprenkelt ist. Geruchsmäßig gibt der Twist nicht viel her, er riecht einfach nach Tabak ohne das man was besonderes erschnuppern kann.

Um den Twist in einen (b)rauchbaren Zustand zu bringen muß zunächst einmal das Messer zum Einsatz kommen. Damit schneidet man sich dann die gewünschte Anzahl Curlies vom Seil ab. Das war der einfachere Teil, das anschließende Stopfen der Pfeife ist nicht ganz so einfach: Die Curlies sind vom Durchmesser erheblich kleiner als die Brennkammer einer durchschnittlichen Pfeife, einfach nur reinlegen geht also nicht. Um einerseits keine zu großen Löcher zu haben (wirkt sich später nachteilig auf den Abbrand aus) andererseits aber nicht zu fest zu stopfen (der Tabak braucht Platz in der Pfeife) muß man schon ein wenig puzzeln.
Hat man das Puzzelspiel hinter sich sollte man noch einen Curlie zerplücken und als Starthilfe oben drauf legen, dann reicht i.d.R. ein Streichholz um den Ofen in Gang zu bringen.
Das weitere Raucherlebnis hängt dann sehr stark davon ab, wie sorgfältig man den Tabak in die Pfeife eingebracht hat. War man schlampig wird man nicht viel Freude haben, die Pfeife geht dauern aus, heißrauchen und Gesotter drohen. Hat man hingegen sorgfältig gearbeitet wird man mit einem wunderbar weichen süßen Virginageschmack belohnt, der von einer Fruchtnote (vermutlich der Beitrag des Periques) bestens ergänzt wird. Der Tabak glimmt friedlich vor sich hin, ausgehen ist kein Thema und solange man nicht zu hektisch zieht, wird es auch nicht zu heiß in der Brennkammer. Die Kondensatentwicklung liegt nahe null, ein Reiniger reicht für ein Rauchopfer aus.

Nikotin ist vorhanden, wenn auch nicht gerade im Übermaß und was die Raumnote betrifft: Die BH wird zwar nicht gerade geschmeichelt sein aber auch nicht gleich mit dem Scheidungsanwalt drohen.
Noch ein Nachtrag zum Thema stopfen: Wer glaubt, man könne das etwas komplizierte Stopfen vereinfachen und den Twist zu einer Mixtur verarbeitet irrt sich. Fein geschnitten wird er irgendwie nichtssagend.

Fazit: Das Seil ist echt fesselnd. Wenn man von dem etwas komplizierten Stopfen absieht ein Muß für jeden VA/Perique-Freund.

(22.12.2005)

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