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Greenwells Glory

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Keistler Greenwell's Glory

(Pfeifentabak)

Markenname:Keistler
Hersteller:Stanwell
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:naturbelassen
Stärke:medium

Björn Hollensteiner

Probe No. 2 ist ein Flake. Er besteht aus mittel bis hellbraunen Tabaksorten. Konsistenz und Abmessungen der Scheiben erinnern an DTM oder Kohlhaase, da will ich mich aber nicht festlegen. Der Tabak duftet "roh" relativ schwach. Im Geruch mischen sich leichte Tabaksüße, Brotaromen, etwas Säure sowie etwas undefinierbares Tabakfremdes, ein dezentes Frucht-Casing vielleicht. Die bröselige Konsistenz, die einen Flake deutsch-dänischer Produktion verrät, erleichtert natürlich das Stopfen.
Ich habe den Tabak ausschließlich aus meiner filterlosen Dunhill Shell Billiard geraucht. Er lässt sich leicht entzünden und glimmt willig. Der Rauch duftet leicht, rauchig und dezent fruchtig. Er enthält deutliche tabakfremde Aromen. Dies bestärkt mich in der Annahme, dass es sich um einen gecasedten deutsch- dänischen Flake handelt, den man vermutlich unerfahrenen Rauchern als naturbelassen zu verkaufen versucht. Das Casing dient dabei dazu, die natürliche Süße der Tabake zu erhöhen.
Der Abbrand ist recht unkompliziert und kondensatarm, von allzu schlechter Qualität dürfte der Tabak nicht sein. Gegen Ende der Füllung wird der Raucher leider von etwas Geschmacksverlust geplagt.

Fazit:
Ein mittelmäßiges Produkt, welches mich nicht vom Hocker reißt. Vermutlich entweder von DTM oder einem sonstigen deutschen Hersteller. Und vermutlich steht auf der Dose so etwas wie "Reiner, voller Virginiaflake, etwas für den Naturfreund"... Wie dem auch sei, auch diesen Tabak würde ich nicht nachkaufen. Wenn es nichts mehr anderes gäbe, würde ich ihn aber auch nicht verschmähen.


Elena Ramos

Erscheinungsblid: Ein Flake in den Maßen 8x4x0,2 cm von eher dunkel brauner Farbe durchsetzt mit hellen Strängen Geruchlich etwas an Essig erinnert.
Nehme an: Virginia, Burley und Perique
Das Stopfen in meiner Flake-Pfeife ging anstandslos, auch das Anzünden. Im Gegensatz zu Nr. 1 erschließt sich mir aber schon nach wenigen Zügen eine große Geschmacksfülle. Interessant finde ich, dass der Tabak im Grundton eigentlich ziemlich vollmundig süß schmeckt, aber im Hintergrund doch eine säuerliche Note wie beim Geruchstest feststellbar, behält. Ab ca. der Hälfte der Füllung kommt ein Aroma dazu, dass mich manchmal an Nüsse, manchmal an Ahornsirup erinnert. Auch ein leichtes Prickeln, nicht unangenehm, stellt sich auf der Zungenspitze ein. Im letzten Drittel neigt er etwas zum Heißrauchen, was vielleicht daran liegen mag, dass meine Probe inzwischen schon relativ trocken war. Der Tabak glimmt brav bis zum Ende, was bei einer 3/4 Scheibe ca. nach 1 1/2h eintritt, ohne viel Kondensatbildung.
Die Raumnote wurde mir von meiner BH als "kräftig mit viel Volumen, nicht unangenehm" beschrieben. Übrig bleibt fast weiße Asche durchsetzt mit ein paar Tabakanteilen (mag an der Pfeife liegen die das Bohrloch nicht ganz am Boden hat).

Fazit:
Für mich die bessere Wahl der zwei zur Verfügung stehenden Tabake, viele Geschmacksnuancen, so dass der Tabak nicht langweilig wird, interessanter Hintergrundsgeschmack, für mich eine gelungene Mischung die sich vielleicht auch öfter rauchen lässt.


Frank Nicolai

Hmm... die Probe 2 ist ein Flake; ein, wie es scheint, reiner Virginia-Flake. Etwas, das mir derzeit fast nur in die Pfeifen kommt. Der Geruch ist sehr tabakecht; lässt aber einen winzigen Anklang nach Kakao. Mit eingepresst sind relativ dicke Tabakstängel (bis 6mm Durchmesser), die aber quer zur Faser geschnitten sind.
Da die beiden Flakescheiben (etwa 6cm x 3cm x 2mm) schon recht trocken waren habe ich sie komplett aufgerubbt und dann in die Pfeife gestopft. Dies jedoch recht fest, so dass eine Scheibe für eine Füllung der Siena 320 draufging. Das Entzünden war nicht ganz so einfach; da der Tabak sich immer wieder aufbäumte musste ich zu Anfang immer leicht nachstopfen, was die Glut sofort erstickte. Wenn sich dann jedoch die erste deckende Ascheschicht auf dem Tabak bildete ließ er sich problemlos, still und leise bis zum Ende durchrauchen.
Der Geschmack zeigt ebenfalls an, dass der Tabak naturbelassen ist. Den im Hintergrund mitschwingenden Kakaogeschmack spreche ich einem geringen Burley-Anteil zu. Obwohl der Flake nicht zu den hellen zählt, sondern in der Farbe zwar noch hellbraun, aber nicht (mehr) blond ist, ist er im Geschmack anfangs recht leicht. Irgendwo zwischen Skippers und Sailors angesiedelt. Im Laufe des Rauchens legt er jedoch noch kräftig zu, so dass das Potential des dunkleren VA's doch noch zum Tragen kommt. Er ist im Geschmack sehr rauchig und braucht Ruhe und Besonnenheit beim Rauchen. Zu starkes Ziehen bestraft er sofort mit Überhitzung und Zungenbrand. Ich habe die Pfeife ab und an mal für eine Minute zur Seite gelegt. Sobald der Tabak zu heiß wird, vergisst er seine guten Manieren ;-) Kühl geraucht erinnert er mich an einen etwas schwächeren Bruder des Skippers. Er ist unglaublich ergiebig. Eine Scheibe in der Siena bringen mir (der ich bekanntermaßen Schnellraucher bin) fast auf 1 3/4 Stunden Genuss. Denn das ist es: Genuss. Der Tabak erlaubt sich keine Schwächen und ist irgendwann einfach aus. Aus der Pfeife rieseln einige wenige Aschereste.

Fazit:
Ein wunderbarer Flake, den ich unter Garantie noch einmal rauchen möchte. Danke, Karl-Heinz für den Zipfel Genuss, den Du mir verschafft hast. Ich gebe den Tabak ein eingeschränktes "sehr empfehlenswert", wobei die Einschränkung nur insoweit gilt, als dass es kein Tabak für den Flake-Anfänger ist.

(13.02.2001)


Jörg Lehmann

Aussehen: Ein Flake, der aus überwiegend mittel-bis hellbraunem Blattgut gefertigt wurde. Die Scheiben sind recht schön dünn, sauber geschnitten (anders als bei dem üblichen DTM-Gebrösel) und nur an einer Schmalseite leicht ausgefranst
Geruch: Unscheinbar, nicht das typische VA, aber auch kein casing, eher nichtssagend, aber auch nichts Störendes.
Handling: Der Flake war leider schon recht trocken, weshalb ich den Eindruck hatte, beim Stopfen einen Baum der Länge nach falten zu müssen. Er liess sich problemlos (was wunder) anzünden und am Glimmen halten. Er bedarf keiner besonderen Aufmerksankeit. Er ist nicht so ergiebig, von der Probe habe ich nur eine Hedegaard gut füllen können. Er brennt sauber ab, übrig bleibt ein wenig weisse, lockere Asche. Keine nennenswerten Rückstände. Kein Gesotter!
Geschmack und Raumnote: Im Geschmack klingt eine VA-Note an, eine Aromatisierung ist nicht erkennbar. Der Tabak ist sehr mild im Geschmack, gutmütig zur Zunge. Der Gesamteindruck warm und irgendwie wohlwollend. Ein ordentlich gemachter Tabak; ein all-day Tabak, aber ohne richtige Höhepunkte. Ich würde gern nochmal eine Füllung davon rauchen, um mich besser äußern zu können, mein Urteil ist recht vorläufig. Tip: Keine Ahnung


Klaus Komischke

Virgina Flake 1,5 mm Flake Virginia
Probe 2 kommt als Flake daher. Die Geruchsprobe ergibt fast keinen Geruch nur ganz leicht nach Tabak. ?
Der Flake ist hellbraun mit vielen hellen Sprenkeln. Der seltsame Schnitt lässt von der Größe an einen G&H Flake denken, der (von Karl-Heinz?) halbiert wurde (damit er in die Tüte passt?).
Appliziert wurde eine Scheibe nach der Falt-Knick-Dreh-Methode in einen Mastro de Paja oFi mit recht großem Füllvolumen.
Das Anzünden ging recht problemlos. Anzünden, Nachstopfen, Nachfeuern und der Tabak brennt.
Nachdem die erste Bitterkeit vom Anzünden verflogen war macht sich weicher leicht virginiasüßer Rauch am Gaumen breit.
Zu hektisches Ziehen wird mit einer leichten Schärfe quittiert. Im Gegensatz zu dem heute morgen gerauchten Stockton ist mehr Fülle im Aroma wahrnehmbar. Geschmacklich schwingt mir zu viel Bitterkeit mit. Vom Raumaroma her lässt der Geschmack mehr erwarten.
Die Stärke würde ich mit (englisch) medium bezeichnen. Kondensatprobleme hatte ich keine. Der Tabak brennt gut herunter, Nachfeuern ist nur bei mangelhafter Konzentration notwendig. Die Asche ist fast weiß.

Fazit:
Ein ehrlicher naturreiner Virgina Flake, der extrem langsam und damit auch lange geraucht werden will. Mann (und Frau natürlich auch) muß Muße haben. Will man die feinen Nuancen verschiedener Virginias erforschen, dann stellt dieser Flake ein lohnendes Forschungsobjekt da.
Für mich könnten die Raucheigenschaften ein wenig unproblematischer (Bitterkeit bei stärkerem Ziehen) sein.
Die Raumnote ist unaufdringlich und angenehm.
Auch wenn es dieses Review nicht vermuten lässt, würde ich den Tabak gerne näher kennenlernen. Da ich aber Prioritäten setzten muss kommt er erst mal auf meine "To buyin the near future" Liste.

(12.02.2001)


Rolf Hollmann

Bei dieser Probe handelt es sich um einen reinen Virgina-Flake von 4 x 8 cm und 1,5 mm Stärke. Mittel- und dunkelbraune Tabake verlaufen wellenförmig mit kleinen, hellen Einschlüssen. Eine Aromatisierung ist nicht festzustellen, eher ein ganz leichter Hauch von Essig. Sonst ist der Geruch von reinem Virginia.
Geraucht habe ich ihn in einer Stanwell Boa, den Tabak nur leicht auseinander gerissen und gestopft. Die Feuchtigkeit war genau richtig, eher schon zum Trockenen hin. Nach dem Anzünden, ein Zündholz reichte, verbreitete sich ein würziger Duft, der mich an den Best Brown erinnerte (!?). Der Rauch ist voll, die Stärke würde ich mittel bis kräftig einstufen. Ein leicht, bitterer Geschmack macht sich im Mundraum breit, der aber von einer milden Süße des Virgina abgefangen wird. Perique ist vermutlich nicht drin, sonst hätte ich ein leichtes Brennen auf der Zunge bemerkt. Geschmacklich reiner Virginia, bis zum Schluss. Die Raumnote wurde als angenehm empfunden. Ich habe ihn ohne Filter fast kondensatfrei bis zum Ende geraucht. Der Abbrand war problemlos, bei normaler Zugfrequenz gab es auch kein "Heißrauchen". Zurück blieb nur etwas graue Asche mit kleinen, getoasteten Tabakresten.
Ein exzellenter Tabak, von dem, wenn ich weiß wie wer heißt, noch manche Pfeife voll verschmauchen werde.
Wie schon gesagt, er erinnert mich an den SG Best Brown Flake, aber sicher bin ich mir nicht.


Wolf-Rüdiger Jürgens

Probe 2 besteht aus 2 Scheiben eines hellen bis mittelbraunen ca. 2mm dicken Flakes. Die Maserung ist sehr lebhaft, offenbar wurde nicht nur eine Tabakart verwendet. Die erste Geruchsprobe lässt keinerlei Top-Flavour erkennen. Nur leicht heuiger VA ist zu erriechen sowie ganz schwach ein an Burley erinnernder Kakaoduft.
Der Flake lässt sich leicht aufrubben und in die Pfeife stopfen. Ich habe als Testpfeife eine flache aber weitausladende Aldo Morelli Pfanne benutzt. Das Anzünden ist problemlos , nach 2 Hölzern glimmt die Oberfläche gleichmäßig. Der erste Geschmackseindruck ist hell und leicht würzig. Auch im Geschmack ist keine Aromatisierung wahrnehmbar obwohl diese vielleicht etwas zum Anheben der Grundsüße beigetragen hätte.
Denn der Flake lässt diese vermissen, er gibt nur wenig Süße ab. Der Geschmack erinnert entfernt an den Skippers, der ja auch nicht geflavourt ist. Ich schmecke einen leicht herben Virginia, der deutliche Anteile vom Kakaogeschmack des Burley hat. Zum Ende schmecke ich leichte Anklänge an etwas leicht bitteres, zigarriges. Die Stärke ist anfangs leicht, nimmt aber ab der Mitte merklich zu und erreicht etwas mehr als medium im letzten Drittel. Das Raumaroma ist dem Geschmack ähnlich, leicht rauchig.
Ja und das war es dann auch, der Flake verglimmt ohne großes Aufsehen, ohne Höhepunkte aber auch ohne Schwächen.

Fazit:
Ich habe den Flake ohne Probleme aufgeraucht, aber würde ihn nicht kaufen. Er bietet doch gemessen an anderen verfügbaren Flakes nur ein bescheidenes Geschmackserlebnis.

(12.02.2001)


Dieser Tabak wurde als Blindtest an 7 Mitglieder von daft verschickt, die ihn ohne zu wissen, um welchen Tabak es sich handelt, reviewten.


Karl-Heinz Krebs (Ausrichter des Blindtest)

Probe No.2 wird bei Stanwell in Bremen hergestellt und trägt den Namen "Greenwell's Glory". Es ist ein reiner Virginia Flake ohne Casing, der drei Monate in der Presse reift.

(25.02.2001)


Frank Nicolai

Diesen Tabak habe ich im Rahmen eines Blindtestes bereits schon einmal geraucht und bewertet. Und weil ich den Tabak damals recht gut fand musste ich nun noch einmal eine ganze Dose des Tabaks probieren. Ich habe das nicht bereut und die 14 Füllungen, die ich aus den 50 Gramm des Flakes herauskitzelte, wirklich genossen.
Der Flake ist relativ fest, die einzelnen Scheiben lassen sich jedoch problemlos voneinander trennen. Die Feuchtigkeit des Tabaks ist optimal. So nimmt es nicht wunder, dass er sich sofort und problemlos falten knicken und hochkant in die Pfeife stopfen lässt. In dieser Art gestopft schmeckt er mir am besten. Ein völligen Aufrubben macht ihn nicht weniger schmackhaft aber beschleunigt den Abbrand.
Im Geruch ist eine leichte Aromatisierung zu spüren, die aber den Tabak in ihrer Milde eher unterstützt als erschlägt. So riecht der Tabak etwas süßlich nach Heu. Diese Süße macht auch einen großen Bestandteil des Geschmacks aus, ohne die Rauchigkeit des Virginias vollends zu übertönen. Wenn man sich diszipliniert und den Tabak sehr langsam raucht wird der Tabakgeschmack vordergründiger; ein normales Rauchen (also für mich normale Zugfrequenz) lässt den Geschmack etwas an Süße zunehmen. Zu starkes Ziehen jedoch führt dazu, dass der Tabak nach gar nichts mehr schmeckt - nur noch nach heißer Luft. Etwas herumexperimetieren kann sich also lohnen, zumal der Tabak sehr gutmütig im Abbrand ist und zu heftiges Ziehen nur mit Geschmacksverlust, nicht jedoch mit Zungenbrand bestraft. Der Tabak - einmal zu heiß geworden - erholt sich auch wieder und wird in Folge nicht bitter.
Ich habe den Greenville Glory auch häufig (häufiger als sonst) ohne Filter geraucht, was diesem Tabak IMO zugute kommt. Da er recht leicht ist und sogar zum Ende der Füllung hin ein wenig leichter zu werden scheint, haut einen der Tabak nicht um. Ich habe ihn vor allem vormittags geraucht. Wenn mir abendlich nach Virginia zumute war, dann griff ich dann doch eher zum starken Skippers. Die Asche ist fein und von dunklem Grau, Kondensat entsteht nur wenig. Die Raumnote erinnert an Zigaretten ohne den verbrannten-Papier-Geruch.

Fazit:
Die ganze Dose des Tabaks hat meinen Eindruck aus dem Blindtest bestärkt. Greenville Glory ist ein guter Virginia-Flake, der sich in die Reihe MB Navy Flake (etwas vordergründiger aromatisiert); MB Virginia Flake (etwas weniger aromatisiert) und den von mir sehr geschätzten Huber Virginia Flake einreiht. Er ist in jedem Falle auch anfängerfreundlich wegen seiner gutmütigen Raucheigenschaften und brennt auch in hohen, schmalen Pfeifenköpfen gut ab. Da anzunehmen ist, dass der Tabak bei etlichen Händlern auch als Hausmischung auftauchen wird (oder bereits aufgetaucht ist) sollte man ruhig die Augen offen halten.

(21.05.2001)

PS: Ich denke, dass ich die Hausmischung 220 von Habel (Berlin) als den gleichen Tabak identifizieren kann.


Edwin Schäfer

Zunächst die Beschreibung von Keistler:
"Vollreife Virginia-Tabake, nach alter Manufaktur-Tradition gemischt, reifen über drei Monate in der Presse. Es entsteht ein äußerst milder, heller Flake, welcher einen harmonisch-frischen Rauchgenuß bietet."

Verpackung:
Unscheinbare 100 g Dose (sieht aus wie eine Lackfarbendose). Beim Öffnen der Dose konnet ich nicht feststellen, ob ein Vakuum bestand, denn ich habe das bekannte "Plubb" vermisst. Auf der Seite der Dose befindet sich ein einfacher Aufkleber mit dem Namen des Tabaks und der Adresse von Keistler. Der Tabak selbst ist noch mit einem Runden Papier abgedeckt. Die Flakestücke liegen einfach in der Dose und sind relativ fest gepresst, denn die Flakestücke sind vollständig erhalten.

Tabakspiegel & Geruch:
Es ist ein brauner Flake mit hellgelber aber auch schwarzer Ader. Die Schnittbreite ist ca. 1 bis 1,5 mm. Der Geruch ist süß-heuig, aber nicht sehr intensiv. Ganz im Hintergrund kommt noch etwas zitronen-artiges hinzu.

Stopfen & Anzünden:
Da ich mittlerweile alle Flakes nach der "Knick"-Methode (daft sei dank)stopfe, gestaltet sich das Stopfen einfach. Das Anzünden geht für einen Flake recht einfach, der Tabak ist nicht wiederspänstig und bäumt sich auch nur gering auf. Einmal angezündet ist bei konzentriertem Rauchen kein Nachfeuern nötig.

Rauchen & Geschmack:
Der Virginia kommt sofort durch und hält sich die ganze Pfeifenfüllung hindurch. Im Hintergrund und besonders im Abgang ist da noch etwas zitronenartiges zu schmecken. Der Tabak ist nicht sehr süß (z. B. viel weniger als der OGS), eher würzig und vollmundig. Abhängig von Zugfrequenz und Stärke kommt mehr die wenige Süße oder das Würzige hervor. Das Zitronenartige schmeckt man am Besten bei ganz leichtem Zug. Der Geschmack bleibt durch die ganze Pfeifenfüllung erhalten. Wie es sich für einen echte Review gehört, habe ich den Tabak heißgeraucht und ab einem gewissen Punkt verliert der Tabak seine guten Geschmack und er schmeck einfach nur dumpf, wobei ich betonen muß, dass er nicht zum Heißrauchen neigt. Ich habe den Tabak mit AKF und PaF probiert und ich muß sagen, mit PaF schmeckt er mir am besten. Der AKF nimmt diesem Tabak seinen Charakter. Zungenbrand konnte ich keinen feststellen. Die Raumnote ist tabakecht.

Fazit:
Ein "All day smoke". Und ich möchte gerne behaupten, dass, wenn er überall erhältlich wäre, das Potential hat, einen ähnenlichen Siegeszug anzutreten wie der OGS. Dies wird sicherlich nicht die letzte Dose des Greenwell's Glory gewesen sein, denn ich ertappe mich dabei, dass ich automatisch zu diesem Tabak greife.

(22.09.2002)

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