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HU Balkan Passion

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HU Tobacco Balkan Passion

(Pfeifentabak)

Markenname:HU Tobacco
Hersteller:??? für HU Tobacco (HU-Tobacco@t-online.de)
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch naturbelassen
Stärke:medium

Markus Volz

Tabakbild:Mischung mit gleichen Anteilen hellen und dunklen Blattgutes
Feuchtigkeit:feucht
Stopfbarkeit:Problemlos
Anzündverhalten:einfach
Abbrand:ohne Probleme
Kondensat:ein wenig
Zungenfreundlichkeit:ohne jeden Brand, egal wie geraucht

Herstellerbeschreibung:
Der Balkan, eine Gegend die in der neueren Geschichte nicht verwöhnt wurde, bietet herrliche Landschaften, reiche Kulturen und eine lange Tradition im Anbau von Tabak. Die berühmten Orient Djebel Tabake kommen aus den Balkangebieten und werden klassischerweise in Verbindung mit Latakia gemischt, so auch der „Balkan Passion“. Das Resultat ist ein eher herb rauchiger Blend mit einer ordentlichen Beigabe bester Orientlagen aus der Türkei und Griechenland. Daneben verleihen cyprischer Latakia, süßwürziger Virginia und ein Hauch Louisiana Perique dem „Balkan Passion“ seinen ausgeprägten Charakter...

Bericht:
Balkan, ein Name der verpflichtet.
Und das hat Hans sehr schön hinbekommen. Dies ist nicht der 100ste Versuch längst vergangene Tabake zum leben zu erwecken, nein, dies ist eine eingenständige, perfekt gelungene Mischung aus den besten Tabaken der Region.
Für meinen Geschmack ist der Tabak etwas zu feucht geraten, was auch eine leichte Kondensatbildung mit sich trägt. Ich habe nach zwei Füllungen den Tabak eine Nacht auslüften lassen, und nun ist er perfekt. Immer noch leicht feucht, aber er brennt mit einem Streichholz super an und Kondensat ist gleich null.
Der Gaumen wird schon beim ersten Anziehen mit einer herrlich rauchigen Würze verwöhnt, die sich im Laufe des Rauchens immer mehr intensiviert. Auch eine feine Süße ist dem Tabak bis zum Schluss zu entlocken, die aber nie aufgesetzt wirkt, sondern das Gesamtbild schön untermalt.
Perique? Hmmm…So nicht wirklich zu vernehmen, auch der Nikotingehalt hält sich in Grenzen, aber ich bin mir sicher dass sich Hans da was dabei gedacht hat und er den Tabak abrundet.

Fazit: Das ist ein Tabak der sicher viele Liebhaber finden wird. Mich hat er jedenfalls überzeugt und es ist ein absoluter All-Day-Smoke geworden. Nur vor dem Frühstück musste ich feststellen ist er doch etwas zu stark, oder ich zu schwach.

(03.04.2011)


Kelvin Pohler

Schulnote:1 sehr gut
Zungenbrand:ohne
Abbrand/Asche:Abbrand gut/ Asche hellgrau
Kondensat:ohne
Stopfen:sehr einfach
Feuchte beim Öffnen:gut, nicht trocken
Geruch nach Öffnen:sehr würzig, nach Kräutern, Wachholder, etwas sauer und leicht eckig
Raumnote nach Rauchopfer:Räuchermännchen mit Tannenduft
Anzünden:einfach

Bericht:
Von Anfang an schmeckt der Tabak genau wie er riecht. Dabei ist er aber überhaupt nicht eckig, sondern ganz rund und würzig mild. Ab dem ersten bis zum letzten Zug bleibt die Würze gleich und angenehm. Ich schmecke Wachholder und meinen häufig zitierten Räuchermännchen Tannenduft, den ich mittlerweile so liebe und den ich dem Latakia zu schreibe.

Fazit: Prima! Ein richtig toller, runder, würziger Tabak.

(04.04.2011)


Jens- Helge Gottschall

Der erste Eindruck beim Öffnen der Dose war ein sehr schönes Tabakbild, helle und dunkle Tabake schön gesprenkelt, der Tabak ist nicht gepresst, er liegt schön locker in der Dose. Bezüglich der Verpackung verweise ich auf mein Geschriebenes zum Sweet Latakia.

Der Tabak fasst sich angenehm feucht an, mit einer schöne Konsistenz, auch verklebt er beim Zusammendrücken nicht, was es durchaus ermöglicht, auch mal etwas fester zu stopfen, ohne, dass man gleich alles zubetoniert.

In der Nase machte sich sofort der Perique bemerkbar, gepaart mit einer ganz feinen leichten Süße. Der Orient war nicht so dominant, wie das der Beschreibung nach zu vermuten gewesen wäre. Der Latakia meldete sich ebenfalls zu Wort, drängte sich aber nicht vorlaut in der Vordergrund, sondern begnügte sich mit einfachem Anwesenheitsbeweis. Soviel zum Olfaktorischen.

Als Testpfeife habe ich wieder ein Holz durchschnittlicher Größe genommen, eine Former-Bentley, 21er Bohrung, 40er Tiefe. Das sollte also für eine gute Stunde reichen.

Das Stopfen erfolgte wie bei mir üblich ohne Sperenzchen, Tabak in die Pfeife, feste drücken und gut ist.

Das Anzünden war, wie bei allen mir bekannten HU-Tabaken, überhaupt kein Problem, der Tabak nahm willig das Feuer an und glühte gleichmäßig auf.

Die ersten Züge ließen noch nicht genau erahnen, wohin die Reise gehen würde, waren aber genau deshalb ein Erlebnis, das die Vorfreude auf das Kommende erhöhte. Der Orient und der Perique hielten sich zurück, dafür war der Virginia deutlich präsent. Doch nach kurzer Zeit nahm der Perique Fahrt auf und auch der Orient kam peu-à-peu nach vorne. An dieser Stelle war der Latakia durchaus zu erahnen, aber keinesfalls dominant. Erst im Laufe der weiteren Zeit verschwand der Virginia und das Rauchige kam mit Riesenschritten daher. Jetzt war die Zeit von Orient und Latakia gekommen und des Virginias letztes Stündlein mit seiner feinen Süße hatte geschlagen. Was mir als jemandem, der Perique bislang nicht mal mit der Zange angefasst hätte, durchaus angenehm aufgefallen ist, war, dass eben jener bislang verschmäht Perique der Würze und der Rauchigkeit eine angenehme Stütze gegeben hat, und den Tabak sehr rund hat erscheinen lassen.

Kondensat konnte ich keines nicht feststellen. Bislang mußte ich einmal nachzünden.

Die Raumnote ist mit einem deutlichen Hang zum Süßlichen sehr angenehm, obwohl meine Holde beim Betreten des Zimmers zielsicher das Fenster angesteuert hat, um selbiges zu öffnen.

Für mich das Auffallendste an diesem Tabak war, dass er, wie kein anderer mir bekannter, sein Gesicht wechseln kann, ohne an Gehalt und Struktur zu verlieren.

Handwerklich wie kompositorisch ist Hans auch hierbei eine sehr gelungene Mischung geglückt, die durchaus einen Einstieg in die Welt des Perique bedeuten kann, ich jedenfalls bin diesem nicht mehr so abgeneigt, wie ehedem.

Zusammenfassend bekommt auch dieser Tabak von mir alle Daumen hoch.

(18.11.2011)

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