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HU Directors Cut

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HU Tobacco Director's Cut

(Pfeifentabak)

Markenname:HU Tobacco
Bezugsquelle:http://www.hu-tobacco.de/
Hersteller:Kohlhase & Kopp
Mischung:Virginia, Perique, Burley
Schnittbreite:Überwiegend Curlys, gemischt mit Flake-Stückchen und Ribbon-Cut
Typ:naturbelassen
Stärke:gut medium
Verpackung:100g Druckdeckeldose
Preis:EUR 21,40 (November 2011)

Gunnar Blumert

Zunächst die Hersteller-Prosa:
Wenn vom traditionellen Tabakblending gesprochen wird, muss der Strangtabak genannt werden.
In früheren Zeiten war das Tabakspinnen ein probates Mittel zur Verbesserung der Haltbarkeit.
Heute liegen die Vorteile einzig und allein im geschmacklichen Bereich. Die Basis des Director`s Cut ist ein traditioneller Virginia/Perique Curly Cut, der als Rope hervorragend ausreifte, bevor er in Scheiben (Curlies) geschnitten wurde.
Die ausdrucksstarken und süßen Virginiagrades sowie der kräftige Periquekern des Curly Cuts bilden eine interessante Einheit mit den beigemischten Burleygrades und dem zuckerreichen Virginia Loose Cut. Den letzten Pfiff verleiht dieser Mischung ein Hauch Firecured Virginia der den robusten und urwüchsigen Charakter des Director`s Cut noch unterstreicht. Das Ergebnis ist eine dezent süße und würzige Mischung die mit interessanten Geschmacksvarianten aufwartet und alle Raucher anspricht die das besondere Geschmackserlebnis suchen. .kräftig, würzig, vielschichtig.

Der Inhalt der Dose besteht überwiegend aus kleinen Curlys, gemischt mit wenigen fast schwarzen Flake-Stückchen und einigen hellen Tabak-Fäden. Der Geruch ist sehr lecker, tabakecht-würzig.
Mein erster Eindruck war: Three Nuns, gemischt mit diesem und jenem.

Die Konditionierung ist perfekt, also flugs ein Pfeifchen damit gefüllt. Ich habe einfach mit zwei Fingern in die Dose gegriffen und das, was ich so erwischt habe, in die Pfeife eingebracht. Das klappt hervorragend, da die Mischung nicht nur aus Curlys besteht.

Nach den ersten Zügen hatte ich wiederum den Eindruck, dass es sich um [[Three Nuns -> BellsThreeNuns]] handelt, gemischt mit ein wenig Burley.

Aber, wie es der Zufall will, ich habe auch gerade eine Dose Three Nuns offen, allerdings zwei Jahre gelagert, während der Director's Cut frisch ist (lt. Stempel ganze vier Wochen alt). Es besteht zwar eine große Ähnlichkeit, aber im direkten Vergleich werden auch Unterschiede deutlich. Der Perique ist beim Director's Cut weniger dominant, und die Schärfe wird durch den Burley abgemildert.

Die Stärke des Director's Cut würde ich als "gut medium" einschätzen, jedenfalls unterhalb der des Three Nuns.
Der Tabak lässt sich mit zwei Streichhölzern problemlos entzünden und glimmt dann gutmütig bis zum Ende durch, wobei der Burley im Verlauf stärker durchschmeckt.
Zungenbrand oder Gesotter traten bei mir nicht auf.

Alles in allem eine interessante Mischung, die ich gerne einmal ohne den Burley (ich mag keine Burley...) probieren würde. Wer den Three Nuns mag, sollte den Director's Cut probieren, wer mit dem Three Nuns auf Kriegsfuß steht, erst recht. ;-)

Meinen ersten Eindruck, dass ich hier Three Nuns zu einem niedrigeren Preis bekomme, konnte ich leider nicht bestätigen. Ich werde ihn mir weiterhin dann und wann gönnen.
Aber mal abwarten, wie sich der Director's Cut raucht, wenn er zwei, drei Jahre gealtert ist...

(16.11.2011)

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