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HU Tobacco Sweet Latakia
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | ??? für HU Tobacco (HU-Tobacco@t-online.de) |
| Schnittart: | Mixture |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100g Druckdeckeldose |
| Preis: | EUR 17,85 (März 2011) |
Kelvin Pohler
Serie: Original Warehouseblend
Schulnote: 1 (sehr gut)
Zungenbrand: ohne
Abbrand/Asche: Abbrand absolut top/ Asche weiß
Kondensat: ohne
Stopfen: absolut einfach
Feuchte beim Öffnen: wie immer super
Geruch nach Öffnen: sehr kräftig, rauchig nach Wachholder und extrem
nach erkaltetem Buchenholzfeuer
Raumnote nach Rauchopfer: Räuchermännchen "Tannenduft"
Anzünden: sehr einfach
Bericht:
Ab dem ersten Zug, zeigt dieser pechschwarze Tabak was in ihm steckt.
Sofort habe ich den schweren, rauchigen Holzfeuergeschmack auf der
Zunge. Dieser wird in seiner Würze noch von den Wachholdernoten
untermalt. Überraschenderweise ist der Tabak dabei durchaus mild. So
ist der Rauch absolut kühl und gleitet dünn über Zunge und Gaumen. Ich
würde ihn als absolut rund bezeichnen und zu diesem tollen
Geschmackserlebnis gesellt sich eine sehr dezente Süße aus einem der
verwendeten Tabake, die dem Rauch den letzten Pfiff verleiht.
Nach dem Rauchopfer bin ich völlig satt und zufrieden, ohne Verlangen
eine weitere Pfeife zu rauchen. Noch lange habe ich den warmen, holzigen
Geschmack von Wachholder und Buchenholz auf den Geschmacksnerven.
Fazit: Ein super Tabak! Ich werde noch zum Latakia Liebhaber.
(20.03.2011)
Jens Gottschall
Herstellertext:
"Sweet Latakia“, eine englische Mischung mit einem fünfzig-prozentigem
Latakia -Anteil. Die verwendeten Virginia und Orientgrades verleihen
dieser Mischung eine prägnante Süße, die den hohen Latakiaanteil
anfänglich in den Hintergrund drückt. Erst beim fortschreitenden Genuss
gewinnen die rauchigen Noten des Latakias die Oberhand und dominieren.
Dieses geschmackliche Wechselspiel macht den Charme dieser englischen
Mischung aus. Süß, luftig und würzig, das sind die Attribute des „Sweet
Latakia“ und machen ihn deshalb sowohl für eingeschworene Latakiafans,
wie auch für Raucher, die es noch werden wollen, interessant. …Latakia -
sweet and spicy.
Review:
Aus dem Karton kommt eine hübsche Dose, auffallend dabei gleich die drei
Öffnungshilfen am Rand, so dass das Öffnen mittels Schraubenzieher den
Deckelrand nicht mehr beschädigt.
Wie bereits an anderer Stelle schon beschrieben wurde, sind die Dosen am
Boden mit dem Abfülldatum versehen, sodass man genau weiß, in welcher
Reihenfolge man die Dosen öffnen sollte.
Genug der Präliminarien: angetreten zum Dose öffnen.
Ganz schön dunkel da drinnen, viel schwarzer Tabak, einige hell- und
dunkelbraune Sprenkel finden sich darin ebenfalls.
Der erste Duft, der der Dose entströmt ist schonmal sehr kräftig. Wenn
man dann mit der Nase direkt rangeht und einen tiefen Zug nimmt, werden
bei mir Erinnerungen an den alten Early Morning Pipe wach allerdings ist
der vorliegende Tabak vielleicht eine Nuance süßer.
Ein Griff in den nicht gepreßten, ziemlich fein geschnittenen Tabak läßt
Gutes erahnen: der Tabak ist perfekt konditioniert, nicht zu feucht, ein
angenehmes Griffgefühl zwischen den Fingern.
Das Stopfen ist völlig unproblematisch. Als Testpfeife habe ich eine
L.M.B. Prince gewählt, Durchmesser 21mm, Tiefe ca 35mm. Das sollte für
eine gute Stunde reichen, um den Tabak auf auf Strecke beurteilen zu können.
Also die Pfeife gestopft, ohne Rücksicht auf den Test, sondern so wie
immer, ohne Schnickschnack und Stöckelschuhe, einfach Tabak rein, feste
drücken und fertig.
Mit einem Streichholz konnte gezündet werden, der Tabak nahm willig die
Glut an und schon kam der Latakia mit Riesenschritten durch die Tür. In
diesem einen Punkt möchte ich dem Herstellertext widersprechen: die Süße
ist klar auszumachen, aber keineswegs überpräsent und es kann keine Rede
davon sein, dass diese den Latakia in den Hintergrund drücken würde. Im
Gegenteil, vom ersten Zug an schmeckt man den Latakia deutlich, eher
darunter würde ich die leichte angenehm weiche Süße ansiedeln, gestützt
vom Orient, der in dieser Mischung ein gutes Fundament bietet.
Allerdings würde ich sagen, dass er das so dezent macht, dass man
anfangs nicht unbedingt drauf kommen muss, dass Orient drin ist. Erst
gegen Ende tritt dieser etwas mehr in den Vordergrund, wogegen die Süße
mehr und mehr zurückgeht.
Gegen Ende konnte ich eine ganz leichte, eher würzige Schärfe, eher
Richtung grüner Pfeffer denn Chili, ausmachen, vermutlich ist diese dem
nun etwas dominanteren Orient geschuldet.
Die Raumnote ist wie nicht anders zu erwarten nicht jedermanns Sache,
eine tolerante Ehefrau/-Mann kann hier von großem Nutzen sein.
Kondensat ist völlige Fehlanzeige, der Tabak raucht sich völlig trocken.
Der Abbrand war hervorragend. Die Pfeife ist nun fast leer (nach ca. 50
min.) und ein Nachzünden war bislang noch nicht nötig.
Fazit:
dieser Tabak ist rein handwerklich schon sehr gut gelungen. Die Mischung
an sich ist ein vollkommen würdiger Vertreter der Latakiabranche und
wird in einer Reihe mit den ganz großen Klassikern eine herausragende
Figur abgeben.
Für mich gehen da alle vorhandenen Daumen nach oben.
(11.11.2011)