zurück
Mac Baren Harmony
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Von Eicken für Mac Baren |
| Mischung: | Virginia(80%),Black Cavendish(10%),Burley(10%) |
| Schnittbreite: | Ready Rubbed |
| Typ: | naturbelassen |
| Preis: | 21,50DM/100g |
Christian Probst
Der erste Eindruck: Die sehr festen Ready-Rubbed Stücke liegen sehr gepresst in der Dose, es empfiehlt sich ihn etwas aufzulockern. Er ist relativ dunkel, vergleichbar mit dem Rattrays Old Gowrie. Der Tabak ist relativ feucht, man sollte ihn vor dem Rauchen etwas stehen lassen, damit er etwas Feuchtigkeit verliert. Der Geruch ist sehr angenehm, eine Mischung zwischen Brot, Trockenfrüchten und Honig. Es dominiert der Trockenfrüchte-Geruch, Er erinnert sehr an getrocknete Datteln. Die "Tabakkonsistenz" ist wie gesagt sehr fest, Vom schwammigen Burley kann ich kaum was feststellen. Ebenso ist der Black Cavendish nur in sehr geringen Mengen enthalten, sozusagen als "Würztabak".
In der Pfeife schmeckt der Tabak anfangs doch recht bissig, ich denke das ist auf den relativ jungen Virginia zurückzuführen, doch wenn die Asche erst mal etwas runtergedrückt ist, fängt der Tabak an doch recht gut zu schmecken. Das Aroma ist sehr Tabaknatürlich, der Virginia dominiert "unüberschmeckbar". Von dem Trockenfruchtgeruch ist leider nichts mehr zu schmecken, schade davon hätte ich mir mehr erhofft. Der Benson & Hedges Mild Flake ist diesbezüglich ein sehr gutes Beispiel, dass natürlicher Fruchtgeruch sich auch im Geschmack niederschlagen kann. Im allgemeinen erinnert der Geschmack etwas an die Original dänische Mac Baren Mixture, die bekanntlich etwas würziger und aromatischer als die deutsche Variante ist. Mit dem Papierfilter geraucht bildet der Mac Baren Harmony relativ wenig Kondensat, zumindest Anfangs. Ungefähr ab 2/3 der Pfeifenfüllung fängt der Tabak an etwas würziger zu schmecken, aber leider bildet er auch wesentlich mehr Kondensat. Ich habe es nicht geschafft ihn wirklich bis zum Ende durchzurauchen, da er am Ende wirklich bitter wird. Vielleicht liegt das aber auch an meiner Art zu rauchen, bei einem anderen Pfeifenraucher ist dieses Problem nicht aufgetreten. Der Tabak ist erstaunlich ergiebig, 2 - 2 1/2 Stunden ein einer normalen Pfeifenfüllung sind kein Problem. des weiteren muss man den Tabak nur sehr selten stopfen, wenn man es tut empfiehlt es sich nicht zu fest zu stopfen, dann neigt er zum Heißrauchen. Sonst raucht er sich relativ kühl.
Fazit:
Der Mac Baren Harmony ist ein Tabak für Freunde der Mac Baren Mixture, die aber dennoch nicht auf würze und natürlichen Tabakgeschmack verzichten wollen. Wer viel Erfahrung mit Ready-Rubbed Tabaken hat, wird sicherlich auf seine Kosten kommen, wer hingegen wenig Erfahrung mit solchen Tabaken hat, sollte sich besser nach alternativen Umschauen. Es war Interessant ihn mal geraucht zu haben, dennoch haut er mich nicht vom Hocker. Zeitweise enttäuscht er sogar. Man kann ihn mal versuchen, muss es aber nicht. Prädikat: Eingeschränkt Empfehlenswert
(23.08.2000)
Dirk Schimowsky
| Kurzbewertung: | 2 (gut) |
| Zungenfreundlichkeit: | sehr zungenfreundlich |
| Abbrandeigenschaften: | problemlos |
| Kondensatbildung: | gering (oFi) |
| Aromabeständigkeit: | sehr gut |
| Stopfbarkeit: | sehr gut (anfängertauglich) |
| Feuchtigkeit: | sehr gut |
| Anzünden: | einfach |
Herstellertext:
Ein sehr harmonischer Pfeifentabak. Ein ready-rubbed Tabak aus
ausgereiften Burley-, Virginia- und Cavendish-Tabaken, allesamt
besonders wohlschmeckende Tabake mit einem leichten, süßen Geschmack und
kühl im Rauch.
Beschreibung des Tabakbildes:
Nach dem Öffnen der Dose, schaue ich auf einen gleichmässigen Braunton
mit ein paar beigen und dunklen Sprenkeln. Der Tabak kommt mir sehr
„grobgeschnitten“ vor. Dies kann aber an den dicken Flakestücken liegen.
Der Geruch, welcher aus der Dose kommt erinnert an Pflaume und
Trockenobst, lt. Herstellerbeschreibung ist jedoch kein Perique
enthalten. Dies kann ich jedoch beim Rauchen nicht mehr erschmecken
Das Stopfen:
Aufgrund des Flakeanteils stopfe ich den Tabak locker in die Pfeife,
damit er sich beim Rauchen noch entfalten kann.
Das Anzünden:
Locker gestopft nimmt der Tabak willig die Glut an und entzündet sich
gleichmässig . Er quillt wenig auf, was mich aufgrund meines lockeren
Stopfens und des hohen Flakeanteils sehr wundert.
Raucheigenschaften:
Der Harmony, einmal entzündet, glimmt pflegeleicht bis zum Ende vor sich hin
Raumnote:
Nicht dominat. Leicht süsslich
Gesamtbewertung:
Seine Familienherkunft kann der Harmony nicht verleugnen. Schon beim
Anzünden entfaltet sich ein leichtes Honigaroma. Umspielt wird das Ganze
von einer am Anfang mittleren bis schweren Süsse (was aber an meinen
momentanen Tabaken liegen kann. Würde ich mehr Süsskram rauchen, wäre es
mehr in Richtung leichte Süsse). Da ich ja weiss, das der Burley ein
schokoladiges Aroma hat, versuche ich dies auch beim Harmony zu
erschmecken. Jedoch ist der Honig zu dominant. Jedoch ist der Geschmack
nicht identisch mit der Mixture oder dem Mixture Flake. Anscheinend
spielt der Burley hier doch noch eine Rolle, welche dem Tabak eine
harmonische Geschmacksnuance verleiht. Auch wenn die Pfeife weggelegt
wird und nach einer Stunde wieder entzündet, verändert sich der
Geschmack nicht. Der Schluss kommt überraschend schnell. Das Aroma hält
bis zum Ende und übrig bleibt ein wenig hellgraue Asche. Die Qualität
der MacBaren Tabake ist ja immer gut bis sehr gut und der Harmony bildet
hier keine Ausnahme. Er wird in Zukunft des öfteren den Weg zu mir finden.
(05.09.2007)