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Hollys Discovery

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DTM Holly's Discovery

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia, Latakia
Schnittbreite:Flake
Typ:englisch
Stärke:medium-stark
Verpackung:50 Gramm Runddose
Preis:7,16 Euro

Wolf-Rüdiger Jürgens

Der Discovery ist ein sehr ungewöhnlicher Flake, Sein Geheimnis liegt in der gemeinsamen Pressung von Virginia und Latakia. Beim Öffnen der Dose liegt ein tiefschwarzer Flake vor, leicht zerbrochen, und dunkler als Rattray´s "Marlin Flake". Der Geruch erinnert sehr stark an Teer. Das sollte aber keinen abhalten ihn zu probieren.

Das Stopfen geht gut von der Hand, er braucht nur leicht zerrieben zu werden. Anzünden ist schon nicht mehr so einfach, zumindest die ersten Tage nach dem Anbrechen der Dose ist er noch recht feucht. Nach dem Anzünden und den ersten Zügen schmeckt man ein fantastisches Aroma, schwere Tabaksüße vom Virginia die aber nicht dominiert, und ein bis dato ungekannter Geschmack. Das soll Latakia sein? Habe ich aber anders in Erinnerung, und wieso schmeckt er jetzt so modrig? Diese Wandlungsfähigkeit des Latakia hätte ich nicht vermutet. Eine kühler und sehr weicher aber echt teeriger Geschmack, der mich teilweise an Buchenteerextrakt ( Hustenlöser ;-) ) erinnert. Das Aroma bleibt bis zum Schluss erhalten und flacht nicht ab, eher im Gegenteil.

Gut, ich musste mich auch erst daran gewöhnen, so ungewöhnlich ist dieses Aroma, aber dann konnte ich nicht mehr von ihm lassen. Der Discovery glimmt hervorragend; bis auf ein wenig weiße Asche bleibt nichts übrig. Er neigt auch nicht zum Heißrauchen oder Zungenbrennen. Vom Nikotingehalt her bestimmt nicht zu den Leichten zu rechnen, eher Medium. Trotzdem ist er bekömmlicher als manche andere Latakia Blends (z.B. Nightcap). Er lässt z.B. den "Marlin Flake" locker als "Extra Leicht" erscheinen.

Ich rauche ihn bevorzugt abends, wenn ich am Computer arbeite. Ein Nachteil oder auch Vorteil (kommt auf die Sichtweise an): man sollte eine extra Pfeife nur für den Discovery reservieren, sonst beeinflusst er 100%-tig alles, was man danach in dieser Pfeife raucht. Ich rauche ihn in einer Aldo Morelli "Mogano No.2" die sehr dickwandig aber auch flach ist. Die Raumnote ist ... fahr einfach hinter dem Auto her, dass den Asphalt auf die Straße bringt.

Fazit:
Sicher ein Hate-or-Love-Flake, aber wer das Ungewöhnliche mag ist mit dem Discovery bestens bedient, der übrigens dem berühmten Pencanze nicht unähnlich sein soll. Er ist auf Anhieb mein Lieblings-Flake geworden !


Frank Nicolai

Den Discovery kenne ich, seit es ihn bei DP gibt - also schon gut 2 Jahre. Erstaunlicherweise habe ich ihn jedoch noch nicht reviewt; was verwundert, denn ich rauche nicht die erste Dose dieses doch sehr einzigartigen Flakes.

Lagern läßt den Tabak besser werden. Die derzeit geöffnete Dose liegt gut und gern 1 1/2 Jahre in meinem Schrank. Der Tabak ist runder und weicher geworden. Beim Öffnen der Dose ist der Tabak schwärzlicher geworden, die hellen Strippen sind fast gänzlich verschwunden. Er ist trotzdem noch feucht genug, um ihn sofort gebrochen in die Pfeife zu stopfen. Und auch wenn der Geruch den hohen Latakia-Anteil nicht verschweigt: im Geschmack ist er bedeutend milder als ich erwartet habe. Frisch geraucht hat er einige Spitzen und Kratzer; lang abgelagert wirkt er mild und schwächer. Ich möchte nicht behaupten, dass ich etwas vom Virginia wirklich erschmecken kann; der Latakia ist sehr dominant im Geschmack. Aber untermalt wird dieses leicht teerige Aroma von einer wunderbaren Süße, die nur den Viarginas zuzusprechen sind.

Die Raumnote jedoch hat sich gegenüber dem frischen Discovery nicht verändert. "Fahre hinter einem Auto her, dass gerade die Strasse teert" (W.R. Jürgens) Man muß es mögen...

Fazit:
Der Discovery ist an sich schon eine Besonderheit in der Machart (und auch für mich mit dem Penzance nicht vergleichbar). Es gibt sicherlich einige Latakiablends, die diffizieler schmecken und mehr Spannung bieten. Und trotzdem ist der Discovery etwas ganz Besonderes und jedem Latakianer sehr zu empfehlen. Mir schmeckt er übrigens im Freien bei klirrender Kälte am besten.

(01.01.2003)


Franz Wiesmaier

Hinweis: der Autor beschreibt den Tabak "Old Ironsides" der aber mit dem Hollys Discovery identisch ist. - Dieser Hinweis wurde 2008 geschrieben.
Mittlerweile (2010) wird auch der "Old Ironsides" von DTM in Deutschland angeboten. Dieser scheint sich nach Ansicht eines Rezensenten (s. dort) doch etwas vom Discovery zu unterscheiden.

Ein Venedigaufenthalt ohne den Besuch des bestsortierten Tabakgeschäfts, das ich bis jetzt dort gefunden habe, ist für mich nicht möglich. Diesmal ging neben einem Jahresvorrat an Park Lane 7 und Balkan Sobranie eine Dose "Old Ironsides" mit auf den Heimweg.

Die sehr kurze Beschreibung des Herstellers: "A Latakia lover's dream. Full and cool." Eine sehr aussagekräftige Beschreibung, die wahrscheinlich in der Werbeabteilung entstanden ist.

Zuhause neugieriges Öffnen der Dose: Ein fast schwarzer Anblick, die Flakescheiben sehr locker gepresst und schon beinahe am Zerfallen, aber noch nicht zu trocken. Der Geruch: Na ja, etwas mehr Latakia hätte ich mir schon erwartet, trotzdem, die Note ist eindeutig.

Das Stopfen und Anzünden gestaltet sich unproblematisch. Selten haben sich Flakescheiben so mühelos mit der Knick-Falt-Methode stopfen lassen. Der erste Eindruck: Der Latakia-Anteil ist sicher nicht so gering, wie es der Geruch vermuten ließ. Ich schätze ihn wesentlich höher als z.B. beim Dunhill 965. Dazu kommt noch ein angenehmes zum Latakia passendes Aroma, das sich nur sehr schwer beschreiben lässt, am ehesten vielleicht nach Vollkornbrot in Richtung dunkler Schokolade. Dieser Geschmack bleibt bis zum Ende erhalten. Anfangs erscheint der Tabak eher leicht, nach einer Weile verspürt man aber dann schon die gut versteckte Stärke des Tabaks. Die Raumnote entspricht dem Latakiagehalt (Kommentar: Bääh, der stinkt aber, was ist den das für ein Kraut).

Fazit:
Der Old Ironside ist ein sehr gelungener Latakia-Flake. Für Latakia-Fans hat er meine unbedingte Empfehlung, er ist in diesem Bereich auch als Abwechslung anzusehen. Vormittags würde ich allerdings eher die Finger davon lassen, zumindest schadet eine gute Unterlage nicht. Der Preis hält zwar davon ab, ihn unter die Standard-Tabake aufzunehmen, auf meiner Einkaufsliste steht er trotzdem schon wieder.

(20.03.2008)

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