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Holmer Knudsen Pipe Tobacco

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DTM Holmer Knudsen's Pipe Tobacco

(Pfeifentabak)

Markenname:Holmer Knudsen's Pipe Tobacco
Hersteller:DTM
Mischung:Virgina, Burley, Black Cavendish
Schnittbreite:ready rubbed + Cross cut
Typ:leicht aromatisiert
Aromatisierung:Karamell
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50gr. Dose
Preis:8,00 Euro

Winfried Keisinger

Der Holmer Knudsen's Pipe Tobacco ist ein der drei diesjährigen Neuentwicklungen von Danpipe. "Goldfarbener Virginia, schonend als Flake gepresst, gereift und als "Ready Rubbed" zerteilt, wurde mit einem Cross Cut Burley gemischt und zusätzlich mit einigen Tupfen Black Cavendish abgerundet", so ist es im Katalog zu lesen. Beim ersten Öffnen überwältig einen erst mal das Honig-Karamel-Vanillearoma, das äußerst großzügig dem Tabak zugegeben worden ist. Ein Hocharomat also (zumindest nach meinen Maßstäben).

Feuchtigkeit und Konditionierung sind in Ordnung, Stopfen und Anzünden erwartungsgemäß unproblematisch. Das Aroma ist vom ersten Zug an auch voll auf der Zunge präsent - intensiv, aber nicht unangenehm - und hält bis zum Schluss durch. Also kein Geschmack nach nasser Pappe spätestens nach der Hälfte der Füllung, wie es bei vielen anderen Hocharomaten nicht selten der Fall ist. Hier hat Michael Apitz, der den Tabak entwickelt hat, wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Tabakbasis scheint gut zu sein, wenn auch der Tabakgeschmack als solches durch das Aroma stark in den Hintergrund gedrängt wird. Der Abbrand ist unproblematisch, die Kondensatentwicklung beherrschbar, übrig bleibt ein kleiner Rest Asche. Die Raumnote ist erwartungsgemäß sehr angenehm und gesellschaftsfähig. Es drängt sich mir unwillkürlich der Vergleich mit dem Larsen 50 auf, von dem ich auch gerade eine Dose offen habe. Die Aromatisierung ist sehr ähnlich, wenn auch beim Holmer Knudsen’s deutlich intensiver. Dementsprechend hat man beim Larsen 50 auch etwas mehr Tabakgeschmack auf der Zunge.

Geraucht habe ich den Holmer Knudsen's in kleinen bis mittelgroßen Pfeifen, mit und ohne Filter. Auch ohne Filter ist der Tabak angenehm zungenmild und gut verträglich. Seine Stärke würde ich knapp unterhalb Medium einstufen.

Fazit:
Der Holmer Knudsen's Pipe Tobacco stellt ein überzeugendes Beispiel für einen gelungenen Aromaten dar, der Genuss bis zum letzten Zug bietet. Der Tabak ist allen zu empfehlen, die sich auch für die Larsen 32 und 50 begeistern können oder es generell gerne etwas süßer mögen. Aufgrund der guten Raucheigenschaften ist er durchaus auch für Pfeifenneulinge geeignet. Für einen Allday-Smoke wäre er mir zu aromaintensiv, ab und an wird er aber auch zukünftig seinen Weg in eine meiner Süßkram-Pfeifen finden.

(12.01.2008)


Frank Navissi

Karamellzeit bei DTM! So ist in diesem Jahr der MA Caramello erschienen – und der Holmer Knudsen. Während ich den Caramello nach einer Probe zur Seite legte weil mir das Aroma anfangs zu aufdringlich wurde und im laufe der Zeit langweilig ist der hier besprochene Tabak mir für eine Entdeckung.

Der Schnitt des Tabaks ist – nach Aussage von Michael Apitz – einmalig: ready rubbed VA und Burley im Cross Cut soll es nicht noch einmal geben. Nun gut; das ist schön aber relativ egal. Allerdings kann es sein, dass diese Schnittart die Abbrandeigenschaften positiv beeinflusst. Denn der HK brennt klaglos und ohne Aufmerksamkeit zu heischen zu einem kleinen Häufchen Asche ab.

Der Geschmack des Tabaks wird getragen von einem sehr kräftigen, aber nicht klebrigen Karamell-Vanille-Aroma. (Achtung: Cross-Over-Gefahr in den Pfeifen!) Dieses Aroma ist sehr ausgewogen und bleibt wirklich bis zum Erlöschen der Glut vorhanden. Ein echtes Plus! Auch der Raumduft ist betörend. Ich habe eine Pfeife im Auto geraucht und noch zwei Tage später den Duft im Auto vernehmen können.

Wie Winfried schon schreibt: vom Tabak selbst ist wenig zu erschmecken; das Aroma ist doch sehr kräftig. Aber beim Ausblasen durch die nase erfährt man, dass der Tabak nicht ganz ohne ist und auch Nikotin hat.

Fazit:
Für mich, der ich nicht gerad zur Garde der Süßraucher gehöre, ist der Holmer Knudsen eine Entdeckung. Ich stelle ihn in eine Reihe mit dem Larsen 50 (der aber viel dezenter aromatisiert ist) und dem vor Jahren gern gerauchten JA Montgolfiere. Ich mag den Tabak. (Und meine Umwelt ebenfalls.) Wenn mir nach Naschen ist, ist mir nach Holmer Knudsen’s Pipe Tobacco.

(17.01.2008)


Frank Kalinowski

Um Eines direkt vorweg zu nehmen, das einzig widerspenstige am Holmer Knudsen war die Dose! Mein höflicher Versuch das Vakuum mit dem Tschechen heraus zu bitten, kostete Diesem das Leben. Erst ein mittelgroßer Schraubenzieher hatte die richtigen Argumente und ich konnte weiter in das Innerste der Dose vordringen. Hier fand ich dann einen goldfarbenden Virginia, mittellang und relativ schmal geschnitten, mit einigen wenigen kürzeren, aber dafür breiteren Stückchen. Schaut man genauer hin, findet man noch ein paar kleine schwarze BC tupfen, die es sich hier bequem gemacht haben. Die obligatorische Geruchsprobe ergibt, anders als beim "Caramello", einen einheitlich lieblich, süßen Tabakgeruch mit einer Spur Vanille, untrennbar, harmonisch mit einander vereint.
Der schmale, langfaserige Schnitt ist von mir zwar nicht unbedingt favorisiert, zeigt sich in diesem Fall aber willig und lässt sich ohne Probleme in den Pfeifenkopf verfrachten. Dort angekommen, weiß er dann auch was sich gehört und gibt sich brav der angebotenen Flamme hin und belohnt einen mit dem typischen Geschmack eines vollsüßen Virginias mit einem sahnigen Unterton. Wer jetzt irgendwelche Trommelwirbel, oder Geschmacksfeuerwerke erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein, mit Dergleichen kann der HK nicht aufwarten, wohl aber mit Kontinuität. Der Geschmack verändert sich nur unwesendlich und selbst der sahnige Ton bleibt bis zum Schluß erhalten.
Der Tabak ist sehr leicht, seine Aromen sehr dezent, so das ich mir fast nicht vorstellen kann das viele von ihnen schadlos an einem Aktivkohlefilter vorbei kommen, was aber nur bedeutet, das er wunderbar geeignet ist es mal Filterlos zu versuchen ;-)
Der Holmer Knudsen mußte bei mir bisher noch nicht in die große weite Welt, sondern durfte die Exklusivität des heimischen Sessels genießen, deshalb möchte ich mich bei der Alltagtauglichkeit noch zurückhalten. Bisher war sein Abbrandverhalten tadellos, aber ich weiß noch nicht wie er sich verhält wenn man mit ihm spazieren geht, oder ob er sich einer ausgiebigen Unterhaltung unterorten kann ohne zu weinen.
Untem Strich würde ich sagen das DTM da eine feine Mischung gelungen ist, die sich insbesondere empfiehlt es einmal filterlos zu versuchen... Persönlich hätte ich mir aber etwas mehr "Kawum" gewünscht und so wird es wohl bei dieser einen Dose bleiben.

(17.01.2008)

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