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Honoré

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Kohlhase und Kopp Honoré

(Pfeifentabak)

Markenname:Kohlhase und Kopp
Hersteller:Kohlhase und Kopp
Mischung:Virginia und wenig Perique(?)
Schnittbreite:Flake bis Ready Rubbed
Typ:naturbelassen
Stärke:medium-stark
Verpackung:50 Gramm- Dose
Preis:6,85 Euro

Christian Probst

Diesem Tabak bin ich das erste mal beim durchblättern des Kohlkopp-Kataloges begegnet. Da war doch tatsächlich ein Tabak den ich noch nicht probiert hatte!;-)
Und dazu hörte sich die Produktbeschreibung gar nicht mal so schlecht an. Also, erst ein mal ein Döschen bestellt.

Nach dem öffnen der Dose...
...Riecht man Vordergründig Schwarzbrotnoten, und hintergründig etwas Lakritz und Holz. Auch eine Säurenote ist zu erahnen.Ein Freund von mir meinte, es sei sogar Brasil(!) enthalten, diesen Eindruck weiß ich aber nicht zu bestätigen. Der Geruch deutet auf einen gut durchfermentierten Virginia hin, der sich in der Stärke nicht hinter Marlin Flake, Escudo und Co.verstecken braucht.
Man blickt auf ein dunkelbraunes Tabakbild, das von helleren und fast schwarzen "Tabakstippen" durchzogen wird.

Das anzünden und stopfen...
...Ist etwas problematisch. Der Tabak kommt sehr feucht daher, ich denke eine Nacht in der geöffneten Dose würde ihm gut tun. Da der Tabak fast ready rubbed ist, kann man sich eine weitere Behandlung alá "Knick & Falt" ersparen.
Man braucht gut 3- 4 Streichhölzer um eine Glut zu entfachen, und man muß den aufgebäumten Tabak herunterdrücken. Der Geschmack ist ähnlich, wie es der Geruch in der Dose versprach.
Tabakechter, vollmundiger Geschmack mit guter Würzenote. Ein leicht säuerlicher Beigeschmack läßt sich meines erachtens auf den enthaltenen Perique zurückführen. Der Tabak gewinnt im laufe des Rauchens an Volumen, und zwar ordentlich! Etwas ähnliches habe ich bisher kaum geraucht, am ähnlichsten ist eventuell der Marlin Flake. Der Nikotingehalt ist nicht von schlechten Eltern, also am besten hinsetzten, und abends rauchen!
Auch sollte man versuchen, den Tabak möglichst ruhig und bedächtig zu rauchen, sonst wird er bissig und fängt an scharf zu schmecken. Raucht man ihn bedächtig, wird man mit einer ausgezeichneten Aromafülle belohnt.
Der Tabak sollte nicht zu fest gestopft werden, er braucht "Raum". Übrig bleibt nur feine, graue Asche, die Kondensatentwicklung ist, richtig geraucht, gering.
Die Raumnote ist, wie meine Freundin sagte nicht besonders angenehm, aber ich bin ja auch kein Räuchermännchen...;-)
Ich habe den Tabak übrigens ausschließlich in filterlosen Pfeifen geraucht, wie er sich mit AKF entwickelt, weiß ich nicht.

Fazit:
Ein wirklich toller, naturbelassener Tabak, der Virgina/Perique Freunde nicht enttäuschen wird! Der Anfänger währe aber sicherlich geschmacklich und handhabungstechnisch überfordert. Zudem ist der Tabak erstaunlich preiswert.
Nur schade, das man ihn so gut wie nirgendwo antrifft ( da ich selbst u.a. im Tabaccollegium Köln arbeite ist der Tabak dort erhältlich. Aber bitte nicht als Unterschwellige Werbung mißverstehen!).
Der Tabak währe es wert, das ihm die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ihm gebührt. Dieser Flake hat es in meine persönliche Top Ten geschafft.
Prädikat: Geheimtipp!

(03.11.2002)


Jan Gropp

Um es kurz zu machen: der Tabak klettert immer weiter auf meiner Beliebtheitsskala nach oben.
Öffnen man die Dose, strömt einem ein satter Schwarzbrotduft entgegen, der, durch den Perique unterstützt, eine säuerliche Note hat, die tatsächlich am ehesten mit Ketchup zu vergleichen ist.

Zum Vergleich: Marlin-Flake mit etwas Ketchup-Note.

In der Dose sieht man ein paar zusammengefaltete Stränge eines dunkelbraun-schwarzen Flakes mit einigen hellen Einsprengseln.

Zum Stopfen bevorzuge ich es, den Tabak in kleine Portionen zu reißen und diese dann noch ein wenig aufzudröseln. damit gelingt es gut, die Pfeife schön gleichmäßig zu stopfen.

Ist die Dose noch frisch, braucht man aufgrund der mäßigen Feuchtigkeit des Tabaks nicht mehr als drei Streichhölzer um ihn zum Glimmen zu bringen. Es folgt ein gutmütiger Abbrand - dem Tabak muß man keine gesteigerte Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Nicht zu heiß geraucht bemerkt man auch schnell eine leichte Lakritznote, die hervorragend zum Allgemeinbild des Tabaks paßt.

Mein Fazit:
sehr empfehlenswert - nicht zuletzt aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs--Verhältnisses!
Dieser Tabak läuft bei mir zumindest derzeit dem Marlin absolut den Rang ab.

(18.10.2004)


Stephan Beeck

Wie vor ein paar Tagen berichtet habe ich mir die erste Dose "Honoré" - auf Empfehlung von Heinz - gekauft...
Ich habe anfangs starke Assoziationen mit dem MF gehabt, die aber durch das Rauchen widerlegt wurden.
Der Honoré ist ein echter Lichtblick, ein Tabak den ich vor allem für den Preis nicht erwartet hätte.
Habe ich in letzter Zeit recht wenig Flakes geraucht, so habe ich es dennoch geschafft den Honoré in recht kurzer niederzumachen...
Die erste Dose ist nun aufgeraucht (gerade beim schreiben dieser Zeilen verqualmen die letzten Krümel in meiner Pipe) und es ist Zeit ein paar Eindrücke zu schildern.
Sehr gerne mag ich es, daß der Honoré nicht ganz so säuerlich daher kommt wie einige andere Virginias, auch ist er nicht so penetrant Periquehaltig (ich weiß nicht mal genau ob welcher drin ist, vermute aber mal ja), was ich sehr begrüße, da ich Perique gar ungern rauche, wenn er im Vordergrund steht. Der Tabak lässt sich problemlos rauchen, braucht aber - wie auch auf der Dose angegeben - etwas Erfahrung.
Die Lakritznote ist mir jedoch gänzlich entgangen, aber ich schmecke ein sahniges, weiches, ehrliches und kräftiges Tabakaroma und selten ist ein Flake so schnell bei mir leer geworden, wie der Honoré.
Ich werde sicher noch die ein oder andere Dose kaufen, auch wenn ich ihn nicht dauernd da haben werde, da ich sonst befürchte ich würde mich an ihm überrauchen und dann wäre er für mich nicht mehr das was er ist, was besonderes, was man sich in die Pfeife stopfen kann...
Der Honoré ist der beste Flake den ich je geraucht habe, das kann ich mit bestimmtheit sagen. Zumindest in dem Feld daß er abdeckt, Virginias...
Soweit erstmal...nach der nächsten Dose oder vielmehr, wenn ich die nächste Dose habe, werde ich ein umfassendes Review schreiben, bzw. eine Ergänzung zu den schon vorhandenen. Probieren sollte ihn jedoch jeder mal, er ist sein Geld (und sogar noch mehr) wert...

(08.12.2005)


Ralf Ruhenstroth

Ein Tabakreview, bei dem ich mich kurz halten kann. Denn der „Honoré“ ist die Alternative, wenn der „Marlin Flake“ von Rattray aus und für den Moment nicht erreichbar ist. Die Frage ist nur: Wann passiert das? Ist doch der „Honoré“ nun wirklich nicht in jedem Tabakgeschäft um die Ecke zu bekommen.

Sehr natürliche, leicht fruchtige Duftnoten entströmen der schwarzen Dose. Der Tabak liegt an einem Strang zusammen gerollt in seinem Behältnis, vielleicht etwas feucht. Portion abreißen, entsprechend knicken und falten, evtl. etwas aufzwirbeln und los geht die Fahrt mit dem „Honoré“-Express. Die leichte Handhabung entspricht meiner Vorstellung von einem Flake für unterwegs. In der Hauptsache der naturbelassenen Richtung zugewandten Seite erlebt man einen tadellosen und gemütlichen Abbrand. Aber da sind schon auch ein paar Aromen vorhanden, und um die aus zu reizen sollte man diesen Tabak ebenfalls nicht nur in kleinen, sondern durchaus auch mal in mittel großen Köpfen probieren.

So mancher behauptet, dass der „Honoré“ dem „Marlin Flake“ entspricht, der Hersteller ist derselbe. Das kann man glauben oder man sucht nach dem kleinen Unterschied, den der Kenner immer für sich finden möchte. Klar, sonst gäbe es auch nichts zu reden!

Der „Honoré“ ist ein klasse Tabak, ein Virginia, leicht aromatisiert, der sicherlich eine kleine Spur Perique beinhaltet. Ohne Frage eine Empfehlung, wobei sich die Frage stellt, ob man ihn wirklich braucht, wenn der jetzt mehrmals genannte „Marlin Flake“ bereits in der Tabakbar steht. Ähnlich verhält es sich übrigens auch mit der Hausmarke „Flake 4“ von Pfeifen Kargl in Recklinghausen, der ebenfalls, wenn überhaupt, mit marginalen Unterschieden aufwartet.

(20.07.2011)

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