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Ilsted S Own No 100

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Ilstedt Ilsted´s Own No. 100

(Pfeifentabak)

Markenname:Ilstedt
Mischung:Virginia, Black Cavendish, Burley
Typ:aromatisiert
Flavour:Vanille, Pflaume
Stärke:leicht
Verpackung:150 Gramm Zip Lock
Preis:19,90 Euro

Peter Schneiderhan

Die Zusammensetzung der Sorten wird vom Hersteller wie folgt beschrieben: Eine der erfolgreichsten Mischungen, die je kreiert wurde. Eine Explosion an Aromen und Gewürzen, kombiniert mit einer exzelenten Mischung von Bright Virginia, Black Cavendish und Burley. Das einzigartige Aroma von Vanille und Pflaumen wird jeden Liebhaber überraschen.

Der Tabak ist in einem Ziplockbeutel zu 150 g gebrauchsfertig verpackt. Die Feuchte ist eher trocken, bricht aber beim Stopfen nicht. Der Ziplockbeutel schließt gut, so habe ich nach einer Woche noch die gleiche Feuchte, wie bei der Erstöffnung.

Der Tabak bäumt sich beim Entzünden nur leicht auf, und kann absolut problemlos bis zum Boden der Pfeife durchgeraucht werden. Es reicht sogar für mich als Pfeifenneuling ein Streichholz aus.

Das Aroma ist sehr angenehm und schmeckt leicht nach dunkler Frucht, ohne Säuerlichkeit und einem leichten Anflug, der an Kakao erinnert. Es ist aber auch etwas Holziges im Hintergrund, das etwas rehbraunes suggeriert. Ich kann leider nicht alle Aromen so gut zuordnen, aber der Tabakgeschmack scheint immer mindestens zur Hälfte durch. Es ist Duft auch eine gewisse Ähnlichkeit zum Danske Club White Roses wahrzunehmen.

Der Tabak verzeiht auch etwas zu heißes rauchen sehr geduldig und bestrafte mich bisher kein einziges mal mit brennen auf der Zunge, obwohl ich da sonst sehr empfindlich bin. Das Ausgehen der Pfeife hat auf den Genuss bei wiederentzündung keinen Einfluss, denn das Aroma fängt dort wieder an, wo es vorher aufgehört hatte.

Nachdem ich die Pfeife ausgeräumt hatte, hatte ich ein Häufchen hellgraue, feine und etwas dunkelgraue gröbere Asche. Der AK Filter meiner Big Ben Atlantik war gegenüber meinen vorherigen Erfahrungen trocken und nur sehr wenig beansprucht worden.

Fazit:
ein durchaus probierenswerter Tabak für die Freunde von aromatisierten Tabaksorten. Mit einem Preis von 19,90 für 150 g ( 6,65 Euro für 50 g ) liegt er preislich wohl im Mittelfeld, von der Leistung ist er aber weiter oben anzusiedeln. Der Tabak ist eher leicht als mittelstark.

(06.02.2005)

Stephan Beeck

Laut Hersteller-Angaben, enthält dieser Tabak eine Aromatisierung mit Vanille und Pflaume. Weil ich Pflaume mag, habe ich mich dazu entschlossen diesem Tabak eine Chance zu geben und so ließ ich ihn mir, von einem befreundeten Händler zum letzten Stammtisch mitbringen.

Der Preis von 14,50EUR für 100g lies mich auch gar nicht lange zögern, hatte ich doch schon einige Ilsted-Tabake geraucht und war von keinem enttäuscht gewesen.

Nach dem Öffnen der Dose strömte mir gleich ein "typisch dänischer" Geruch entgegen. Es roch nach Vanille, nach Gewürzen und auch nach Karamell. Wäre es nicht ein Ilsted, so hätte ich ihn durchaus den Larsens zugeordnet, Plätzchen-Duft eben.

Die Konsistenz des Tabaks, der in einem Mixed-Cut daher kommt, war relativ feucht und auf Grund dessen und eben der teilweise doch recht großen Tabakstücke, stopfte ich ihn erstmal recht lose in die Pfeife.

Das Anzünden gestaltete sich wider Erwarten recht einfach und obwohl er - für meinen Geschmack zu nass war - lies er sich gut an und rauchte sich trocken und problemlos. Die laut Beschreibung auf der Dose angekündete "Explosion an Aromen und Gewürzen" blieb zwar aus, dennoch konnte man ab der Hälfte der Pfeife durchaus auch Tabak herausschmecken.

Bin ich bekennender Anhänger englischer Mixturen, rauche ich im Sommer, wenn es warm ist und mir der Sinn danach steht, aber auch so zwischendurch immer mal wieder gern was "Süßes", so als ob ich mir mal ein leckeres Eis oder ein Stück Kuchen gönne... Der Ilsted hat jedenfalls Wort gehalten und mich nicht enttäuscht. Ich habe ihn etwas abtrocknen lassen (die Dose stand drei Tage offen) und nun ist er ideal zu stopfen, verträgt auch ein etwas festeres Andrücken und somit ein wenig mehr Füllmenge, so daß nun auch Rauchzeiten über einer Stunde möglich sind.

Fest steht, daß ich die Pflaume, auf die ich mich am meisten gefreut habe, eigentlich gar nicht herausschmecke. Vielleicht ist da ein Hauch von Trockenpflaume, aber den kann ich mir auch einbilden, vielleicht einfach nur, weil ich das will.

Wie ich schon sagte, gestaltet sich der Abbrand relativ problemlos, ab der Hälfte der Füllung bleibt nur eine Grundsüße der Aromatisierung, die ich mit Vanille und Karamell definieren würde und die Virginias treten ein wenig in den Vordergrund ohne stark oder zu prägnant zu werden.

Zum Ende der Füllung bleibt zum Glück das Geschmackserlebnis von "Pappe" aus, jedoch flacht er leider etwas ab. Man schmeckt die Aromatisierung bis zum Ende. Wiederanzünden, also die Pfeife liegen lassen und nach ein paar Minuten die kalte Pfeife wieder anzünden, sollte man sich allerdings verkneifen, denn dann wird er leicht bitter. Man kann ihn aber durchaus nebenher rauchen, wenn man aufpasst, daß er nicht zu heiß wird und die Raumnote erfreut sowieso alle, die um einen herum stehen.

Fazit:
Wenn man eine kräftige Aromatisierung mag - der Tabak schmeckt (was selten genug ist bei Aromaten) wirklich so wie er riecht - dann ist man mit dem Ilsted nicht schlecht beraten. Ich würde ihn wieder kaufen, werde aber nach den ersten 100g wohl nicht sofort eine weitere Dose öffnen. Er wird, wie die meisten meiner Aromaten, die ich daheim habe, wohl offen im Schrank stehen, so daß ich mir, wenn ich Lust habe eine Pfeife stopfen kann.

Dennoch ist er ein Kandidat, von dem ich nach Möglichkeit immer eine Dose vorrätig haben möchte.

(28.06.2007)

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