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Irish Oak

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Peterson Irish Oak

(Pfeifentabak)

Markenname:Peterson
Hersteller:Murray? (Made in Ireland)
Mischung:helle Zimbabwe Virginia, Burley, ungesosster Black Cavendish, Perique
Schnittbreite:langfaseriger Schmalschnitt
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:50 g Dose
Preis:15,50 - DM / 6,30 €

Manfred Arenz

"Don´t miss the opportunity to put a little luxury in your pipe" lautet der Werbetext. Eben so sind meine Erwartungen: Für nicht eben wenig Geld eine richtig tabakechte, etwas kräftigere Virginia - Mischung für die Abendstunden, wenn ich keine Überraschung mehr ertragen mag, genießen zu können.
Nach dem Öffnen der Dose musste ich allerdings diesen Genuss für ein paar Tage aufschieben, der Tabak war richtiggehend nass und in diesem Zustand nicht zu rauchen. Das Dosen-Aroma vertröstete allerdings ein wenig: Typischer Virginia - Duft nach frischem Heu, die Spur Perique dezent im Hintergrund zu erahnen. Nur zu Erahnen ist eine zusätzlich nussige Note nach trockenem Sherry.
Die erste Füllung in einer Meerschaum brannte ab, ohne das ich irgendein Problem beim Abbrand oder eine Kondensatentwicklung bemerkte. Auch der Kreislauf war unbeeindruckt, hatte ich doch bei Peterson eine kernige und nikotinreiche Mischung erwartet.
Also noch eine Pfeife stopfen: Sanft drehen sich die langen dünnen Fasern in die DAFT 2000, die mit Escudo (leider alle) würdig auf ihre Bestimmung vorbereitet war.
Irish Oak lässt sich bequem anzünden, etwas fester als Aromatics gestopft brennt er auch in der Bruyere- Pfeife tadellos ab, ohne zu Sotten und ohne den Kreislauf zu belasten. Geschmack und Raumnote sind tabakecht und bodenständig, sehr gut ausgewogen, und lassen das Wetter draußen vergessen und richtig Sommer schmecken.

Fazit: Ein ehrlicher und ausgewogener Virginia, der trotz seiner relativen Milde echten Tabakgeschmack bietet. Keine exotischen Nuancen, einfach rein und mild (und gut!). Leider ist der Preis etwas happig.

(24.07.2000)


Ingo Gebert

Der Tabak hat hervorragende Brandeigenschaften: Er lässt sich gut in die Pfeife einbringen, brennt ohne große Kondensatbildung ab, und hinterlässt nur eine kleines graues Aschehäufchen. Im ersten Teil überwiegt wiederum die Virginiasüße, welche dann einem etwas würzigerem Tabakaroma Platz macht. Der Tabak ist für diese Geschmacksrichtung ziemlich leicht, Zungenbrand bekommt man hierbei nicht.
Beurteilung: (Daumen horizontal) Diesen Tabak kann ich bedenkenlos demjenigen empfehlen, der diese Geschmacksrichtung einmal probieren möchte, aber mir persönlich fehlt hier ein Schuss "Periquewürze", wie ich ihn bei Peter Heidkamps "Virgina & Perique Mischung" habe...

(03.04.2001)


Amelie Zapf

Beim Öffnen der Dose blickt man auf einen sehr "bunten" Tabak, von beige bis schwarz sind alle Schattierungen dabei. Den hellsten Tabak, mit einer schwammigen Konsistenz, halte ich für den Burley, eine hellbraune Komponente für einen hellen Virginia, die dunkle Komponente ist eindeutig Cavendish, der wohltuenderweise nicht soßiert ist. Laut Herstellerangabe soll noch Perique vorhanden sein, ich kann diesen jedoch weder in der Mischung entdecken, noch beim Rauchen erschmecken.
Der Geruch des ungerauchten Tabaks ist virginiatypisch "heuig" und sehr angenehm. Der Schnitt ist langfaserig und dünn, was den Brandeigenschaften des Tabaks förderlich ist. Es sind in der Mischung keine Strünke und kein Tabakstaub vorhanden. Alles in allem also hervorragende Rohstoffe, und diese sind offenkundig sorgfältig verarbeitet.
Vorweg gesagt, der Tabak raucht sich sehr trocken und unproblematisch, was der Schnitt auch erwarten lässt. Der Zündvorgang ist problemlos, zweimal gefeuert, und der Tabak brennt bis auf den Grund der Pfeife ab. Der Geschmack ist tabakecht, mit einer angenehm nussigen, ganz leicht kakao-/kokosnußähnlichen Komponente, die ich auf den Burley schiebe, und, auf irgendeine Art, sommerlich-frisch. Was ich vermisse ist der auf der Dose angegebene Perique. Dessen pflaumige Schwere eignet dem Tabak überhaupt nicht. So er überhaupt in der Mischung vertreten ist, dann ist er es in homöopathischer Dosierung. Der Rauch könnte demnach ein wenig vollmundiger sein, es handelt sich beim "Irish Oak" durchaus um einen leichten Tabak, den man unbeschwert nach dem Frühstück rauchen kann.

Fazit:
Ich werde mir diesen Tabak wohl öfter kaufen, für heiße Sommertage sowie die erste Pfeife am Morgen ist er wie geschaffen. Für den Genuss am Abend zum Wein jedoch ist der Tabak viel zu leicht. Neben dem durchaus spritzigen Beaujolais Villages, den ich dazu getrunken habe, verblasst er bereits. Dennoch füllt dieser Tabak eine Lücke: als ausgesprochen ausgewogener leichter Naturtabak ist er einer der wenigen Vertreter seiner Art. Ob seiner Milde (von Zungenbrand keine Spur) wird er sicher auch unter Virginianeulingen seine Freunde finden.
Testpfeifen: Stanwell Winsløw Pfanne, Peterson Kildare Army gerade.

(13.05.2002)


Armin Kaat

Mittlerweile ist Peterson zu meiner Lieblingsmarke geworden. Man kann von diesen Tabaken sagen, dass sie zwar teuer, aber ihr Geld wert sind.

Nun gut, kommen wir zum Irish Oak:.

Beim Öffnen der Dose strömt einem ein herrlicher Geruch von frisch gemähtem Heu und ofenfrischem Brot entgegen. Aufgrund des Geruchs kann man auf einen Sommertabak schließen (nur blöd, dass ich ihn damals im späten Oktober gekauft hatte).

Das Tabakbild wird von hellen goldgelben und braun Farbtönen dominiert in welche sich ein paar dunkle Flecken geschummelt haben, dadurch wirken die helleren Farben umso stärker.

Während des Winters genehmigte ich mir nur 2-3 Füllungen, doch im Frühling ging´s dann richtig los. Doch halt! Hatte der Tabak über die Wintermonate einen anderen Geschmack angenommen?! Ich bilde mir ein, dass er im Winter um einiges bissiger zu rauchen war und ein unangenehm flaues Gefühl im Mund hinterlies. Doch jetzt ist das alles wie verflogen!

Von dem Geschmack bin ich etwas hin und hergerissen. Einerseits hat er eine angenehme Frische und eignet sich daher wie vermutet als Schönwettertabak, anderseits hat er kaum eine Würze. Gut, er ist mild und natursüß keine Frage, aber einfach etwas zu flach. Zum Kaffee auf der Terrasse ist er gut geeignet zumal er auf wenig Widerstand bei dritten trifft, doch ansonsten... ich weiß nicht so recht. Das Abbrandverhalten ist wie bei allen Peterson die ich kenne ausgesprochen gut, sprich kaum Kondensat- oder Hitzeaufkommen. Ob der Stärke ziehe ich meinen Hut. Ist er auch mild im Geschmack und lässt während des Rauchens nichts von seiner Stärke erahnen macht er dem Kreislauf nach dem Rauchopfer richtig Beine.

Von dieser Mixture war ich dennoch etwas enttäuscht. Als nächstes werde ich mir mal den Sherlock Holmes zulegen, mal schauen was der kann.

Fazit: Ein leichter Natur(sommer)tabak mit wenig Höhen und Tiefen. Für 10 Euro bekommt man jedoch besseres.

(03.01.2005)


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