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Peterson Irish Whiskey
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Peterson (Steuernummer 92130) |
| Mischung: | Virginia, Burley, Kentucky |
| Schnittbreite: | 2-3mm Mixture, kurzfaserig |
| Typ: | englisch aromatisiert |
| Stärke: | stark |
| Verpackung: | 50g Runddose |
| Preis: | DM 15,50 |
Andreas Krebs
Beim Öffnen der Dose strömt mir erst mal ein sehr appetitlicher Geruch nach Getreide/Whiskey (kein "Brotaroma") entgegen, mit einem leichten alkoholischen, bzw. fruchtigen Einschlag. Das Blatt ist mittel- bis sehr dunkelbraun mit vereinzelt hellen Streifen. Der Schnitt ist ein typischer Mixture-Schnitt, wie z.B. auch beim Peterson Irish Oak. Der Tabak ist nach dem Öffnen der Dose relativ feucht, der Abbrand ist jedoch problemlos.
Beim Rauchen: Wie alle Petersons glänzt er durch sehr weichen "zungenfreundlichen" Geschmack, ist dabei aber weniger süß als der Peterson Sherlock Holmes. Der verwendete Kentucky ist deutlich zu schmecken, aber längst nicht so aufdringlich wie z.B. beim Mahogany Flake oder auch noch beim Erinmore Flake. Die Whiskey-Aromatisierung bleibt zwar konstant, aber sehr dezent in Hintergrund und harmonisiert bestens mit dem Tabak. Es ist definitiv keine Whiskey-*Likör*-Aromatisierung! Sehr lecker und fein gemacht. Insgesamt erinnert er mich ein wenig an den University Flake, dem er aber überlegen ist: dezenterer Kentucky-Anteil, viel "natürlicher" wirkende Aromatisierung und nikoninmäßig noch mal ein "Pfund" mehr ... (Peterson selbst gibt "full strength" als Stärke an, Sherlock Holmes und University Flake laufen dort als "medium"). Der Geschmack ist leicht erdig und nicht so "frisch" wie z.B. der Irish Oak, dabei sehr abgerundet und durchaus nuancenreich: mal tritt der herbe Kentucky mehr in den Vordergrund, mal kommen fruchtigere Noten (die an den University Flake erinnern) oder die Getreide-Note des Whiskeys deutlicher heraus, immer unterlegt von einem sehr dezent süßen Virginia-"Akkord".
Fazit:
Geschmacklich ist der Irish Whiskey für mich eine echte Entdeckung, Peterson at its best! Aufgrund der Stärke ist der Tabak aber eher für besondere Stunden geeignet, vergleichbar mit Dunhills Royal Yacht (der deutlich stärker aromatisiert ist, aber ansonsten ähnlich hochwertigen Grundtabak verwendet).
(07.06.2001)
Ingo Gebert
Sinngemäß übersetzt wird der Tabak wie folgt beschrieben: "Eine milde Mischung von hellen und mahoganyfarbenen Virginiatabeken mit aromatischen, thailändischen Burley und geröstetem Kentucky, leicht aromatisiert mit irischem Whiskey."
Nach dem Öffnen kann ich dünne, längere Tabakfäden, welche fast schon als Feinschnitt bezeichnet werden können, erblicken. Diese Art von Schnitt ist für die Peterson-Mixtures ja typisch. Der Tabak lässt sich ohne Schwierigkeiten aus der Dose entnehmen, und ab in die Pfeife damit.
Die erste Lage wird leicht angestopft, und die zwei weiteren Schichten, welche noch folgen, werden etwas fester angedrückt. Danach kann der Tabak ohne Weiteres in Brand gesetzt werden, und anschließend brennt er dann gleichmäßig ohne großes Nachfeuern vor sich hin. Am Anfang des Schmauchens dominiert Süße das Geschmacksbild, danach kommt langsam eine rauchige Note hinzu. Manchmal kann ich auch eine malzige Geschmackskomponente erschmecken. Gegen Mitte der Füllung entwickelt der Tabak seine volle Stärke, und die ist weiß Gott nicht von schlechten Eltern. Als ersten Rauchopfer des Tages würde ich diesen Tabak nicht unbedingt empfehlen. Aber trotz allen Gehalts bleibt der Tabak dabei zungenfreundlich.
Fazit:
Daumen hoch, dieser Tabak wird sicherlich fester Bestandteil meines persönlichen Tabaksortiments.
(25.11.2002)
Scott Thomas
Der „Peterson Irish Whiskey" kommt in einer 50g Dose daher in einer der Nationalfarben des eigentlichen Herkunftslandes. In Orange.
Beschrieben wird er auf de Dose mit folgendem Satz: „Eine sanfte Mischung aus Orange und Mahogany Virginiatabaken mit aromatischem Burley aus Thailand und Fired Kentucky-Blättern. Veredelt mit einer zarten Note von irischem Whiskey"
Beim obligatorischen zischen der Dose beim Öffnen kommt einem schon der Whiskeygeruch entgegen. Nicht wie bei den starken Aromaten mit dem Holzhammer, sondern man riecht instinktiv intensiver um mehr davon zu erhaschen, so dezent ist das Aroma.
Der Schnitt des Tabaks ist ein Feinschnitt a´la EMP oder 965. Aber erst muss man den Tabak heraus kratzen um dies festzustellen. Die Farben sind in allen Brauntönen gehalten, von hellbraun bis zu den dominierenden dunklen Brauntönen. Die Feuchtigkeit liegt im mittleren Bereich.
Die oFi Pfeife befüllt und los geht´s! Das irische Kraut leistet kaum Widerstand im Gegensatz zu seinen Landsleuten, bäumt sich kaum auf und ist nach zweimaligem befeuern mit einem gleichmäßigem Glutdeckel versehen.
Kein Kratzen, kein beißen auf der Zunge und dicker fast mehliger Rauch entweícht meiner Nase und Mund. Eine leichte süße mit erdigem Hauptton und einer leichten nussigkeit erschmeckt man bei den ersten Zügen. Sehr sehr lecker und sanft…….denkt man! Mit der Zeit baut sich der Tabak auf und zeigt seine enorme Kraft in Form des Nikotins ohne den Geschmack negativ zu beeinflussen. Der Geschmack wird erdiger und nussiger mit einer leichten Süße die mit dem Whiskey und durch die Virginias getragen werden. Vom guten irischen Whiskey erschmeckt man ab und zu einen Hauch, deswegen würde ich den Tabak fast als naturbelassen deklarieren. Das letzte Drittel hat es dann in sich! Der Tabak wird malzig, vielleicht sogar etwas torfig aber immer mit der leichten Süße im Hintergrund und ist wie von Anfang an cremig im Rauch ohne kratzen und beißen und Nikotin ist reichlich vorhanden. Dieser Tabak macht wirklich "satt"!
Am Ende bleibt nur ganz feine schneeweiße Asche und ein mehr als gesättigter Pfeifenraucher! Kondensat fast gen Null!
Einer meiner wenigen Pfeifenfüllungen die ich ohne nachzünden durchgeraucht habe.
Fazit:
Ist in meine Hausbar aufgenommen! Toller Tabak, aber nichts für den Morgen.
Ich denke das der Irish Whiskey besonders gut nach einem schweren Essen zu rauchen ist und das auch in Gesellschaft. Die Raumnote ist leicht süß-rauchig! Fast wie ein kleines Torffeuer das man mit einem Whiskey ablöscht.
(17.06.2008)