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Planta Jacaranda
(Pfeifentabak)
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
Frank Nicolai
in der letzten Woche bekam ich ein Probepäckchen Jacaranda von Planta in die Hand; heute fand ich die Muße das Kraut)* zu rauchen. Ich sage es vorweg: es war mehr Qual als Genuss.
Das Tabakbild präsentiert sich sehr interessant: helle Virginias und schwarzer BC sind in einem 50/50 Verhältnis ausgesprochen ansehnlich. Aber dann der "Nasentest" - Bäääh
da ist er wieder: der typische Geruch aus dem Chemiebaukasten: Poly...dingsbums (wär schön, wenn mir noch mal einer sagen könnte, wie das Zeug richtig heißt). Ein also typischer Planta-Geruch, der mich auch am SancSouci verzweifeln ließ. Und wie der Geruch, so der Geschmack: Der Tabak schmeckt nach nichts anderem als nach dieser Chemiemixture. Ich wundere mich, dass die Planta-Leute überhaupt noch Tabak dazutun; etwas getrocknetes Seegras mit diesem Aroma täte es auch. Schade um den Tabak, von dem zwar nichts zu schmecken war, der nichtsdestotrotz aber qualitativ recht ordentlich zu sein scheint, denn sowohl das Anzünden und das Glimmen gehen sehr ordentlich und problemlos vonstatten. Und trotz des gerauchten Chemiechocktails wurde sich die Pfeife nicht heiß. Wie auch bei SansSouci; das grässliche Aroma blieb in Geschmack und Raumnote bis zum letzten Zuge vorhanden. Es versteht sich von selbst, dass das Reinigen der Pfeife einige Reiniger vonnöten machte; der Jacaranda sondert sehr viel Kondensat ab.
Fazit:
Ein Tabak, dessen Kauf man sich absolut ersparen sollte.
)* Das Wort "Kraut" im Zusammenhang mit Tabak ist von mir nicht unbedingt immer negativ zu verstehen!
(09.04.2000)
Christian Schneider
Der Tabak ist ziemlich grob geschnitten und hat einen kontrastreichen Mischungsspiegel von hellem afrikanischem Virginia und Black Cavendish. Er riecht gut nach tropischen Früchten und Gewürzen, und so ist auch der geheimnisvolle Geschmack! Trotz des groben Schnitts ist schnell gestopft und angezündet; die Füllung sackt nur wenig zusammen.
Die Blend brennt sehr langsam ab, was wegen des guten Flavours den Raucher erfreut. Das Aroma ist nicht zu süß, sondern etwas "trocken".
Die verwendeten Tabake sind hochwertig, man kann die Füllung nahezu ganz aufrauchen, bis nur ein wenig hellgraue Asche übrig bleibt, für einen stark saucierten und grob geschnittenen Tabak nicht selbstverständlich! Eine interessante und reife Leistung der
Meistersaucierer aus Berlin!
(04.02.2008)