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Jubilee

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Stanwell Jubilee

(Pfeifentabak)

Markenname:Stanwell
Hersteller:Stanwell
Mischung:Virginia, Burley, Kentucky, Orient
Schnittbreite:verschieden breit geschnittene Anteile
Typ:aromatisiert
Flavour:Kakao, Minze?
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 / 100 / 200 g Runddose
Preis:5,9 € 50g

Manfred Arenz

Dieser Tabak ist schon seit fast 10 Jahren am Markt, und genau so lange wollte ich ihn mal wieder probieren.
Die Mischung ist optisch sehr ansprechend, helle breite Virginias und brauner Schmalschnitt, mit ein paar schwarzen Tupfern.
Der Tabak ist ziemlich feucht in der Dose, das Aroma hat etwas im Vordergrund, das mich etwas unangenehm an Minze erinnert. In diesem Falle ist etwas Austrocknen anzuraten. Nach etwas Trocknen tritt dies seifig-minzige in den Hintergrund, deutlicher wird dagegen ein Aroma in Richtung Kakao, mit alkoholischem Unterton.
Die Mischung lässt sich in Pfeifen aller Größen bequem stopfen, es sollte nicht zu fest nachgedrückt werden. Der Tabak brennt sehr gut an, Kondensat bildet sich relativ wenig, der Abbrand ist recht flott - was bei Unaufmerksamkeit zum heiß rauchen führen kann. Am Gaumen ist der Burley - Anteil im Tabak deutlich heraus zu schmecken (Kakao), süß untermalt von Orientals und ein wenig gewürzt durch den Kentucky. Die Raumnote ist relativ neutral nach Tabak/Kakao.

Fazit:
Der Tabak ist dezent süß-würzig, ohne pappig oder klebrig zu werden; er ist entfernt dem Larsen 50 ähnlich, ohne jedoch seine Klasse zu erreichen. Jedoch eine schöne Abwechslung für den Larsen50- Liebhaber.

(20.06.2000)


Frank Nicolai

Den Tabak habe ich geschenkt bekommen. Weder wusste der Beschenkte, was ihn erwarten würde, noch die Schenkenden, was sie ihm antun würden. Und da ich also nicht wusste, was mich erwarten würde, stand die Dose schon seit längerem ungeöffnet in meinem Schrank. Ich öffnete sie dann doch, weil ich mich unter den mir bekannten Tabaken meines "Lagers" nicht entscheiden konnte... Lange Rede, kurzer Sinn: das Öffnen des Tabaks hat sich gelohnt.
Den von Manfred A. als "minzig" beschriebenen Geruch konnte ich nicht wahrnehmen; auch war der Tabak genau von der rechten Feuchtigkeit, um ihn sofort in die Pfeife zu stopfen. Der Geruch erinnert mich eher an Früchtebrot; an getrocknete Feigen und Zucker. Der Anblick des Tabaks macht in Verbindung mit dem Geruch bereits Appetit; auch wenn zu erwarten ist, dass es ein eher leichter Genuss sein wird.
Das Stopfen und Anzünden ist sehr einfach, da der Tabak aus einer Mischung von grob gerissenen Virginiablättern und kurz geschnittenen Burley-Anteilen besteht. Ein wenig dunkler Kentucky gibt Würze; vom Orient ist wenig zu sehen und schmecken.
Im Geschmack erinnert mich der Jubilee eher an Larsen's Old Fashioned oder an Virginias Flowers als an die No. 50. Insgesamt ist die Aromatisierung immer vorhanden und lässt auch zum Ende der Füllung hin nur wenig nach. Ich möchte sie dezent und fast unauffällig nennen; allerdings immer den Tabak übertönend. Der kakao-ige Unterton des Burleys bleibt vernehmbar, die Virginias entwickeln IMO nicht viel Eigengeschmack.
Der Tabak raucht sich sehr schnell herunter, ohne dabei jedoch heiß zu werden und unter Abgabe von nur wenig Kondensat. Es bleibt nur sehr wenig feine, graue Asche übrig. Die Raumnote ist so, wie sich Laien den Duft von Pfeifenrauch vorstellen - er ist ein Frauenverführer ;-)

Fazit:
Stanwell Jubilee ist trotz seiner schmucklosen Dose einen Griff ins Regal des Händlers wert. Der Tabak ist eher zu den leichten gehörig und daher auch für Beginner zu empfehlen; das auch deshalb, weil er von einer guten Qualität ist und sauber abbrennt. Mir ist er dauerhaft zu leicht; ist aber eine Alternative für die süßen Stunden; zumal es ihn fast überall gibt und er relativ preisgünstig ist.

(23.01.2001)

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