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Samuel Gawith Kendal Cream Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Samuel Gawith |
| Mischung: | Virginia mit ( etwas ) Burley |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
Hans – Ulrich Dombrowsky
Samuel Gawith´s Kendal Cream Flake ist ein noch nicht sehr lange erhältlicher Flake, dessen Beschreibung verschiedener Anbieter mich neugierig gemacht hatte. So wurde der Flake kurzerhand bei Daniel in der Schweiz bestellt.
Dem geöffneten Beutel entströmt ein unbeschreiblicher Geruch, die Nase umschmeichelnd und noch mehr Neugier hervorrufend: es riecht intensiv nach Sahne – Toffees und auch ein wenig nach Honig, wobei sich letztere Duftnote verstärkt, je näher die Nase dem Tabak kommt. Möglicherweise ist auch noch ein Hauch Vanille und süßen Whiskys im Spiel.
Die Flake – Scheiben sind mittelbraun mit helleren Einsprenkseln und dunkelbraunen Einfärbungen bzw. Anteilen dunkleren Tabaks, lassen sich gut zerreiben oder auch mit der Knick- und Faltmethode in den Pfeifenkopf stopfen. Das Anzünden verläuft problemlos wie der Tabak auch mit vorsichtigen Zügen gut in Gang zu halten ist. Es empfiehlt sich ohnehin, ihn mit zurückhaltenden Zügen zu genießen, da er aufgrund des relativ hohen VA – Anteiles eine gewisse Neigung zum Heißrauchen entwickelt, wenn man zu heftig an der Pfeife zieht.
Das Sahne – Bonbon – Erlebnis wiederholt sich in der Pfeife noch einmal, wenngleich auch nicht in der Intensität und mit der Süße des ( ungerauchten ) Tabakgeruches. In der Pfeife schmeckt der Tabak herber, schon kurz nach dem Anzünden genießt man auch tabakechte Nuancen, wobei sich aber Sahne- und Honig – Aromen nie ganz verlieren.
Der Tabak raucht sich im Grunde bei Vermeidung heftiger Züge problemlos, hält Geschmack und Aroma und zerfällt zu weißer Asche. Die Raumnote ist angenehm.
Von der Stärke ist er als leicht bis mittel einzustufen, entsprechend gering ist auch der Sättigungsgrad. Vom Aroma und Geschmackserlebnis her gehört er nicht zu den „fruity“ oder „floral“ Flakes, auch das Wort seifig trifft es absolut nicht ( ohnehin eine völlig unpräzise Beschreibung ), er gehört vielmehr zu den „bakery“ Flakes, wie es ein Bekannter einmal treffend bezeichnet hat.
Kurzum: ein schöner Flake, gerade auch für Anfänger geeignet. Aber ebenso für diejenigen Raucher, die ihm vielleicht etwas mehr Stärke und einen etwas höheren Burley – Anteil wünschen würden, stellt er eine Bereicherung dar. Ich empfehle diesen Flake ohne Vorbehalte, auch wenn er nicht ganz meine persönliche Richtung trifft.
(23.05.2005)