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Kloster Andechs Spezial Snuff

Pöschl Kloster Andechs Spezial Snuff

(Schnupftabak)

Markenname:Pöschl
Hersteller:Pöschl
Typ:naturbelassen
Verpackung:10 Gramm
Preis:etwa 1,65 Euro

Jan Hauck

Die Dose ist von einem angenehmen Blau. Der Hersteller erwähnt im Zusammenhang mit dieser Sorte die Beimischung ausgewählter Kräuter des Klostergartens. Dergleichen sagt uns kein Aufdruck auf der Verpackung, und möglicherweise um ein Betriebsgeheimnis zu schützen, kann man auch auf der Website nicht erfahren, welche Kräuter genau enthalten sind. Den Duft bei Öffnen der Verpackung empfinde ich als sehr angenehm, aber schwer zu beschreiben. Ich assoziiere wirklich gewisse Kräuter damit, aber auch den Geruch eines Waldes kurz nach dem Regen. Das macht diese Sorte für den Moment sehr sympathisch. Wie ist das Schnupfempfinden? Der Tabak fällt nicht sehr leicht aus der Dose, ich muß etwas nachklopfen, es haben sich vereinzelt Klümpchen gebildet, die die Dosenöffnung verstopfen. Das hat aber nichts mit der Qualität des Tabaks zu tun. Die leicht erhöhte Feuchtigkeit des Tabaks macht es möglich, auch etwas größere Mengen zu schnupfen, ohne gleich das Kratzen im Rachenraum zu riskieren. Nur sehr wenig und selten verirrt sich ein Tabakkrümel in den falschen Kanal. Erneut sehr sympathisch. Der Tabak ist von einem mittleren dunkelbraun, nicht so dunkel wie Ozona President Snuff, nicht so hell wie Gletscherprise Extra Mild. Das Prickeln, die Frische und das freie Gefühl in der Nase stellt sich praktisch sofort ein, erfaßt die Nasenlöcher vollständig und zieht sich bis hinauf in die Stirn. Dieses Gefühl hält vergleichsweise lange an und der Tabakgeruch selbst hält sich zurück, um der Frische den Vorzug zu geben. Das Verhältnis balanciert sich langsam aus, die Frische läßt nach, und es bleibt die verstärkte Version des anfangs beschriebenen Waldgeruchs. Der Tabak ist demnach durchaus mild, aber in der Wirkung kräftig und ausgewogen. Der Andechsduft in der Nase verbleibt relativ lang und bleibt auch nach zehn Minuten noch angenehm. Ein leichtes Prickeln empfinde ich immer, auch wenn der Duft selbst bereits in den Vordergrund gerückt ist. Dieser Tabak ist alles in allem geradezu fehlerfrei, bis auf die Tatsache, daß dieser bei mir mehr als einige andere Sorten im Nachhinein einen Drang hervorrief, mir die Nase zu putzen. Nachdem die Wirkung und der Geruch des Tabaks verklungen war, lief mir schlichtweg die Nase. :-) Das mag aber ein subjektives Problem sein und nichts mit dem Tabak zu tun haben. Ich möchte diese Marke wärmstens und nachdrücklich empfehlen.

(11.07.2002)


Klaus Komischke

Der Hersteller schreibt dazu: "Eine original bayrische Rezeptur, verfeinert mit dem Aroma erlesener Kräuter aus dem Andechser Klostergarten. Aromatisch, frischer Genuß für ein bayrisches Wohlgefühl."

Die Beschreibung läßt einen Schmalzler im klassischen Sinne erwarten. IMHO ist der Tabak aber eher an die Mainstream Snuffs angelehnt. Er verfügt aber nicht über die starke Mentholnote.

Entgegen der Erwartung ist diese Taba recht mild und angenehm zu schnupfen. Die Aromatisierung verbreitet einen angenehmen duft und eine relativ langanhaltende Frische. Obwohl zu den eher hellen Sorten gehörend ist der Tabak zu keiner Zeit scharf zu den Schleimhäuten.

Die Aromatisierung unterscheidet sich doch wohltuhend von den meisten Menthol-Snuffs am Markt.

Fazit: Ein Schnupftabak, der mir, der sonst mehr den unaromatisierten dunklen Sorten den Vorzug gibt sehr gut gefällt. Langanhaltende Frische, allerdings ist nichts vom eigentlichen Tabak zu spüren.

(30.09.2002)


Detlev Büscher

Es war gar nicht so einfach, den "Kloster Andechs Spezial Snuff" hier in der Gegend zu bekommen. Denn diese Sorte ist kein Bestandteil des ueblichen Schnupftabak-Drehstaenders, der in den meisten Tabak- Zeitschriften- und Lotto-Laeden steht. Wenn es aber doch gelingt, diesen Schnupftabak aufzutreiben, praesentiert er sich dem Verbraucher in einer rechteckigen, dunkelblauen Kunststoffdose mit abgerundeten Ecken, weissem Klappdeckelchen und 10 Gramm Inhalt. Die auf der Vorder- und Rueckseite angebrachten Aufkleber weisen die Firma Poeschl als Hersteller aus und zeigen neben der Aufschrift "Kloster Andechs -seit 1455- Spezial Snuff" ein kleines Bild von einem Kloster auf einem Berg.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Snuff. Und dieser ist, wie erwartet und in diesem Fall mittelkraeftig, mentholisiert. Das Tabakpulver ist fein gemahlen und zeigt eine vergleichsweise hellbraune Farbe. Entsprechend der Herstellerbeschreibung wurde der "Kloster Andechs Snuff" mit Kraeutern aromatisiert. Und das kann im Prinzip ja alles Moegliche sein. Eine konkrete Assoziation zu einer ganz bestimmten Pflanze habe ich leider auch nicht zu bieten, daher moechte ich es mit einem Vergleich versuchen. Der "Red Bull Aromatic" zeigt ebenfalls eine deutliche Kraeuternote, doch dieser Duft hat ueberhaupt nichts mit dem Aroma des hier besprochenen Snuffs zu tun. Beim "Red Bull" ist der Duft eher weich, voll und suess, waehrend der "Andechs Spezial" auf mich eher hell und vielleicht etwas spitz wirkt und eine etwas geringere Suesse aufweist. Dafuer zeigt der "Andechs Spezial" kurze Zeit nach dem Aufschnuppern eine "brotige", also an Vollkornbrot erinnernde Note, die auch nach dem Konsum von 10 Gramm immer noch nicht meinen uneingeschraenkten Beifall findet.

Die mir persoenlich etwas zu "helle" Kraeuternote, gepaart mit dem Vollkornbrotduft, fuer den vermutlich die Tabakbasis verantwortlich ist, liess mich insgesamt gesehen nicht so gern zum "Kloster Andechs Spezial Snuff" greifen. Wenn ich mich trotzdem fuer diesen Snuff entschieden hatte und fuer ein paar Stunden dabei blieb, fand ich das Aroma aber durchaus in Ordnung. Doch nachdem ich nun eine Dose davon geleert habe, werde ich ihn erstmal nicht nachkaufen. Das hat aber in erster Linie mit meinem persoenlichen Geschmack zu tun. Die Qualitaet des Snuffs liegt auf dem von Poeschl gewohnten, hohen Niveau und wird von mir nicht infrage gestellt.

Fazit: Ein mittelkraeftig mentholisierter Snuff mit heller Kraeuterduftnote und "brotiger" Tabakbasis.

Mein aktuelles Snuff-Profil: Top 5: Poeschl's Jubilaeumsprise, Red Bull Aromatic, Edel Frucht, Radford Premium Snuff, Gletscherprise Nicht so gern: silverstone orange

13.02.2004


Frank Nicolai

Der Kloster Andechs ist - denke ich - nicht zu Unrecht einer der meistgenannten Schnupftabake in daft. Wenn man daran denkt, dass Pöschl den Tabak zuerst nicht auf den Markt bringen wollte... wir hätten was versäumt.

Der Andechs ist ein sehr fein gemalener, rotbrauner Snuff. Schon aus der Dose kann man das ein wenig an Apotheke erinnernde Aroma erkennen. Ich kann vom Andechs - obwohl ich als Schnupfer noch zu den Anfängern zähle - recht große Prisen schnupfen, ohne dass er mich nies-reizt oder mir die Nase verstopft. In der Nase entwickelt sich zuerst - und das doch erstaunlich kräftig - das Methol. Doch das verfliegt recht schnell und übrig bleibt ein Geruch nach kräuteriger Würze. Ich kann keines der Kräuter erkennen, die hier benutzt wurden; die Gesamtkombination aber gefällt mir. Für mich hat der Geruch etwas Herbstliches aber auch Erfrischendes. Ich kann den Duft schwer beschrieben. Es gibt in diesen Esoteric-Läden Trockenblumensträuße, die ähnlich riechen. Und Räucherstäbchen.

Am interessantesten finde ich den Andechs nach dem Schneuzen. Das Menthol ist dann fast gänzlich verschwunden. Und nur das - nun auch im Hintergrund an Anis erinnernde - Aroma bleibt in der Nase und hält sich hier sehr lange.

Fazit: Es war wohl Zufall und ein ganz klein bisschen Glück, dass ich den Andechs als einen der ersten Snuffs probierte. Vielleicht würde ich das Schnupfen nach Kurzem aufgegeben haben, wenn ich nur die Gletscherprise kennengelernt hätte. (Die hat mir definitiv zuviel Menthol, wenn auch das manchmal angenehm sein kann.)

Anders als Detlev möcht ich den Andechs mit dem Radfort Premium Snuff in eine Reihe stellen; abseits von allen anderen Snuffs und Schmalzlern, die ich bisher kennengelernt habe.

(24.02.04)

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