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Kong Frederik IXS Mild Blanding

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Poul Olsen Kong Frederik IX´s Mild Blanding

(Pfeifentabak)

Markenname:Poul Olsen
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:fein geschnittener Red und Bright Virginia mit Anteilen von ready Rubbed und Latakia
Typ:englisch
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g Dose / 100g Dose
Preis:14 DM / 27 DM

Heinz Gunia

Sichtung und Geruch in der Dose
Der Geruch in der Dose ist für einen naturbelassenen Tabak sehr angenehm. Die Virginiasüße ist vorherrschend, wird aber durch eine sehr geringe Latakia-Beimischung relativiert. Fast könnte man meinen, den für Mac Barens typischen Honigduft zu riechen, aber es ist offensichtlich der Virginia.
Der Genuss
Der Tabak lässt sich sehr einfach in Brand setzen (zwei Streichhölzer) und glimmt langsam und gleichmäßig. Ohne Filter erschließt sich sofort die typische Virginiasüße, der Rauch ist durch eine IMO gekonnte Mischung mild, weich und körperreich und wird nie bissig, selbst bei heftigem Ziehen. Der Latakia bleibt deutlich im Hintergrund, ist als Bestandteil der Mischung kaum wahrzunehmen, trägt aber zu einem angenehmen, leicht herben Touch der Mischung bei. Seiner Funktion als "Würztabak" wird er hier voll gerecht, denn Würze darf auch bei einem guten Essen nie dominieren, sondern nur untermalen. Der Geschmack bleibt bis zum Schluss erhalten. Mit Aktivkohlefilter schmeckt der Tabak übrigens auch, er wird nur leichter, die Bandbreite der Mischung bleibt erhalten. Dies habe ich bei keinem anderen Tabak feststellen können. Die Raumnote ist sehr angenehm, viele Mitraucher begrüßten die tabakige Note, die bei den süßeren Mischungen verloren geht.

Fazit
Ein Tabak von höchster Qualität, der mein Stammtabak geworden ist und den ich gerne morgens rauche. Er ist denen zu empfehlen, die sich noch nicht an tabakechte oder englische Mischungen herangetraut haben. Passionierten Englischrauchern ist er ein angenehmes Pendant zu den schwereren Mischungen, die oft auch im Sommer nicht immer schmecken. Ebenfalls hervorragend zum Einrauchen geeignet, da sehr unkompliziert zu handhaben. IMO schmeckt er am besten aus mittleren bis großen Pfeifenköpfen.

(29.06.2000)


Frank Nicolai

Da ich den "Grossen Bruder" des Tabaks, den Kong Frederik Full sehr mag, habe ich mir den auch in Deutschland erhältlichen Kong Frederik Mild (KFM) gekauft. Von der Zusammensetzung der Tabake her sollten sie sich sehr ähnlich sein. Dachte ich. Ich hatte beide Tabake offen und konnte so einen guten Vergleich wagen; denn die "Geschmackserinnerung" täuscht doch sehr.
Der Duft aus der Dose entspricht den Erwartungen, die ich an einen Engländer stelle: Hervorragend der Geruch des Latakias, der den Appetit anregt; ein wenig Säure, die der Orient dazugibt und etwas leicht heuartiges, das vom Va herrühren wird. Der Tabak kommt als typische Mixture im Schnitt daher; nicht so fein und lang geschnitten wie die Dunhills und mit geringen Anteilen eines ready rubbed-Tabaks dabei. Leider sind auch Strünke in der Mischung die man tunlichst aussortieren sollte.
Das Stopfen, Anzünden und Rauchen ist sehr anfängerfreundlich. Der geübte Pfeifenraucher sollte das mit schlafwandlerischer Sicherheit hinbekommen.
Im Geschmack überwiegt ebenfalls der Orientanteil; der Latakia gibt seine Rauchigkeit dazu. Die Virginias fungieren IMO weniger als Geschmacksträger denn als "Weichmacher" der Gesamtkomposition. Gemäß Beschreibung soll auch Perique vorhanden sein; ich habe diesen aber weder errochen noch erschmecken können.
Der Tabak glimmt problemlos bis auf einen Rest graue, trockene Asche herunter. Selbst bei Rauchen ohne Filter benötigte ich höchsten 2 mal einen Reiniger, um die Kondensate zu entfernen.
In der Raumnote ist dem KFM doch sehr seine englische Herkunft anzumerken; der Latakia-Duft prägt das Aroma.

Fazit:
Als ich den KFM zu Beginn rauchte, war er mir sehr angenehm; von einer leichten Süße untermalt kamen die Orientalen zum Tragen, abgeschmeckt mit einem Hauch Latakia. Inzwischen jedoch finde ich den Tabak eher unspektakulär; ich will nicht sagen: langweilig. Er hat sicherlich einiges zu bieten und ist ein hochanständiger und qualitativ hochwertiger Tabak, der sich einfach, trocken und kühl rauchen lässt. Aber er bietet mir zu wenig Überraschungen. Jenen Rauchern, die beim Rauchen vor Überraschungen gefeit sein wollen, sei der Tabak sehr empfohlen. Auch einen Einsteiger in die Welt des englischen Tabaks mag er überzeugen. Mir ist er inzwischen zu leicht und vor allem zu wenig "besonders" geworden als dass ich mir in der nächsten Zeit wieder eine Dose kaufen werde. In meiner persönlichen Wertetabelle erhält er eine neutrale Wertung.

(19.12.2000)


Ingo Gebert

Dieser Tabak wurde mir von Wolsdorf (ehemals: Palmtobacco) auf der Düsseldorfer Königsallee empfohlen. Ich fragte nach einem naturbelassenen Tabak. Es wurde gefragt, ob er auch Latakia enthalten könne. Ich bejahte diese Frage, und der o.g. Tabak wurde mir zum Schnuppern unter die Nase gehalten. Der Geruch des Latakias war gut, aber nicht aufdringlich wahrnehmbar. Weitere Komponenten des Tabaks waren IMO: Virginia, Perique und ggf. etwas Maryland. Ich bin hier auf meine eigene Einschätzung angewiesen, da keine Beschreibung über die Zusammensetzung dieses Tabaks vorhanden war. Aber auf jeden Fall ein Tabak klassischer, englischer Prägung.
Der Tabak lässt sich problemlos stopfen, und auch der Abbrand war in Ordnung. Im Rauch schmeckt man in erster Linie den Virginia heraus, der Latakia hält sich sehr dezent im Hintergrund, sein Geschmack ist nur schwach zu schmecken.
Aber das ist mir ja bekannt: Linzbach Graf-Adolf Nr. 20 als auch in Mac Barens Latakia Blend ist Latakia enthalten, aber bei diesen Tabaken nicht zu riechen und auch nicht zu schmecken. Aber trotzdem ist der Latakia für das Gesamtgeschmacksbild des Tabaks mit erforderlich. Der Geschmack ist bis zum Ende des Rauchgenusses konstant. Der Tabak ist auch für denjenigen geeignet, der die ersten Gehversuche in der englischen Stilrichtung unternehmen möchte, da der Tabak nicht zu stark ist, eignet er sich hierfür.

Fazit:
Daumen waagrecht, der Tabak ist sicherlich nicht von schlechten Eltern, aber mir persönlich fehlt für diesen Stil ein Schuss an Würze....

(13.07.2001)

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