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Löwenprise

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Pöschl Löwenprise

(Schnupftabak)

Markenname:Pöschl
Hersteller:Pöschl
Verpackung:10g
Preis:1,95 Euro

Stefan Vogel

"Die Löwenprise - Ein aromatisch-frischer Snuff" So verspricht der Hersteller es zumindest auf der Dose. Nach eingehender Nasenprüfung kann ich sagen: Das stimmt so weit auch:

Geliefert wird der Snuff in einer braun-goldenen Plastikdose, deren Verschluss und Größe man schon von der "Gletscherprise" her kennt. Auf dem Aufkeber ist ein goldenener Löwe abgebildet, der seine rechte Pfote auf einem Wappen, ebenfalls braun-gold gefärbt, mit Pöschl "P" abgelegt hat und nekisch seine Zunge herrausstreckt, aber nicht zum Betrachter hin. Eingerahmt wird das ganze von zwei langen Tabakwedeln. Die Dose hat an den beiden Längsseiten zwei "Eingriffe", so das man die Dose mit Hilfe von spitzen Fingernägeln oder einem Schraubenzieher auch öffnen und wiederbefüllen kann.

Schon beim öffnen der Dose spürt man einen würzig-frischen Geschmack. Der Tabak fällt relativ leicht und fein gemahlen, etwas sandig und auch relativ trocken (trockener als die Gletscherprise) aus der Dose, er ist dunkelbraun aber leicht mit hellen Tabakteilchen gespickt.

Er geht ganz gut in die Nase und entfaltet dort ein würziges Aroma das stark an Lakritz erinnert und in Verbindung mit Menthol, von dem IMHO ausreichend beigemischt ist sich am besten mit "Pullmoll" Pastillen vergleichen lässt. Der Geschmack nach Lakritz ist meiner Meinung nach etwas aufdringlich aber ganz okay so. Vergleiche mit dem "Tucky" Lakritz-Snuff will ich jetzt nicht wagen, da ich diesen noch nicht probieren konnte. Ein "Nase frei Effekt" stellt sich bei mir erst nach ein paar Minuten ein.

Das Lakritz Aroma ist mit Sicherheit Geschmackssache, aber Ich halte die Löwen Prise für einen guten Snuff, den ich zwar nicht jeden Tag mag, aber ab und zu doch für eine gute Prise zwischendurch geignet ist.

(27.12.2003)


Dennis Schmolk

Die Löwenprise ist ein Klassiker, leicht zu haben, billig und willig, temperamentvoll und aromatisch. (Wem jetzt Assoziationen zu etwas anderem als zu blonden Löwendamen kommen - bitteschön, damit habe ich nichts zu tun. Tabakrezensionen sind kein Ort für Frivolitäten.) Er duftet aus der Dose fein nach Anis und irgendwelchen Kräutern. Das Menthol hängt auch sehr präsent in den Nüstern - wohlgemerkt nach dem Schnüffeln, nicht nach dem Schnupfen.

Der Snuff selbst ist fein, eher dunkel als hell und kaum feucht. Der Geschmack ist eindeutig lakritzig, ähnlich dem tucky. Der richtige Snuff für Situationen, in denen man auch eine Lakritzschnecke in den Mund schieben würde. In meinem Falle also nie. Ich schnupfe ihn trotzdem. Wenn das nicht für das Produkt spricht!

(14.04.2009)


Adrian Schmidtke

Die Löwenprise kann ihre Verwandschaft mit der Gletscherprise nicht verleugnen. Allerdings ist sie sehr viel weniger tabakig; dafür hat sie, was die Gletscherprise nicht hat, einen ziemlich hohen Anteil Eukalyptus, was ich sofort mit Hustenbonbons assoziiere. Lakritze oder Süßholz ist definitiv auch im Spiel. Gar nicht unangenehm, aber schon sehr sehr deutlich, vor allem, wenn die Dose noch recht frisch ist.

Der Snuff ist gut konditioniert, eher fein und trocken, obgleich er fast schon etwas ölig aussieht. Die Löwenprise lässt sich ausgezeichnet schnupfen, zunächst ist das Hustenbonbon-Aroma sehr präsent und befreit Nase und Nebenhöhlen wie eine Nacht mit Wick Vaporub auf der Brust. Der Grundgeschmack des Tabaks ist sehr mild und dezent und bleibt es auch, wenn die ärgste Wirkung der ätherischen Öle nach guten zehn Minuten etwas verflogen ist.

Im Grunde gut - mich persönlich erinnert die Löwenprise aber zu sehr an Erkältungstee und Hustenbonbons, als dass ich sie jeden Tag in der Nase haben müsste.

(12.07.2009)

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