zurück
Treasure of Ireland Limerick Virginia Flake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Treasure of Ireland |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia, Perique (5%) |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Dose |
| Preis: | 12,50 DM |
Michael Karrengarn
50 g des Limerick werden in einer runden Dose geliefert. Nach Öffnen der Dose war ich zunächst einmal erstaunt, rechteckige, säuberlich gestapelte Flakescheiben von ca. 6 x 5 cm vorzufinden. Wohlwissend, dass es sich bei dem Limerick um einen Flake handelt, hatte ich eher zerstückelte kleine Scheibchen in der runden Dose erwartet. Dem Limerick würde eine passende rechteckige Dose gut zu Gesicht stehen.
Die hellbraunen Flakescheiben sind gleichmäßig durchzogen von dunkleren und sehr hellen Anteilen. In dieser - nach Angaben von DanPipe - tabakechten Mischung ist ein schwaches Aroma wahrnehmbar, dass süßlich, würzig, sehr angenehm riecht. In diesem Zustand macht der Limerick einen sehr guten Eindruck, man bekommt sofort Lust, ihn anzuzünden.
Die ersten Füllungen habe ich die Flakescheiben vollständig zerrieben. Der Geschmack war irgendwie fade, es kam so richtig nichts rüber.
Ich bin dann dazu übergegangen, ein bis eineinhalb Scheiben aufzurollen, in der Mitte zu knicken, um sie dann drehend in den Pfeifenkopf einzubringen. Diese Methode brachte ein anderes Ergebnis: Raucht man den Limerick dann langsam und mit Bedacht, erschließt sich das Aroma, das man beim Öffnen der Dose schon gerochen hatte, nun auch geschmacklich: würzig mit leichter Süße. Schnelleres Ziehen nimmt der Limerick übel: der Geschmack ist sofort raus und er wird schärfer. Den Limerick muss man erst kennenlernen, bevor er richtig schmeckt.
Der Limerick ist rauchtechnisch ein solider Tabak. Er lässt sich gut anzünden, hat ein gutes Abbrandverhalten mit etwas grauer Asche am Schluss, allerdings gibt er relativ viel Kondensat ab. Die Stärke würde ich - im Gegensatz zur DanPipe Klassifizierung - eher bei medium ansetzen. Die Raumnote wurde mit "naja - geht so" eingestuft. Als Schulnote würde ich eine 2- geben.
Fazit:
Der Limerick ist ein Flake mit einer würzig süßen Note, der - langsam geraucht - seine Vorzüge entwickelt. Vielleicht nicht unbedingt der All-Day-Smoke, aber eine wirklich gute Alternative für eine ruhige Stunde mit einem Glas Rotwein oder Whisky. (Man muss diesem Tabak eine Chance geben: bei einem Blind-Tasting mit nur ca. 10g wäre er bei mir vermutlich hoffnungslos durchgefallen.)
Wolf-Rüdiger Jürgens
Der Limerick gehört zur "Treasures of Ireland" Serie von Dan Pipe. Es handelt sich um einen VA Flake unter Zugabe von 5% Perique. Die Form ist dem klassischen Navy-Flake nicht unähnlich. Der Limerick ist von mittelbrauner Farbe, durchsetzt von einigen hellen Virginia Flocken. Beim Öffnen entströmt ihm ein säuerlicher Geruch, mit leicht süßlichem Einschlag. Er lässt sich leicht stopfen, das Anzünden gestaltet sich schon schwieriger da er ziemlich feucht ist. Diese Feuchte verliert sich nach ein paar Tagen, jetzt glänzen schon kleine Zuckerkristalle im Gegenlicht, was auf einen süßen VA schließen lässt. Bei diesem Flake habe ich das erste Mal eine neue Stopfmethode angewandt, die Flakescheibe in der Hand zu einer Kugel formen und dann die Kugel in die Pfeife stopfen. So lässt er sich prima rauchen, wird nicht heiß, und verstopft auch nicht den Rauchkanal durch Krümel. In großen Köpfen entwickelt er sich deutlich besser, der Geschmack ist ziemlich konstant bis zum Ende der Füllung.
Der Geschmack ist VA typisch sehr süß, wird aber durch den Perique mit seiner Würze deutlich beeinflusst. Er schmeckt wie er riecht, deutlich nach frischem geschnittenem Gras, jedenfalls war das mein Eindruck. So richtig kann ich mich mit ihm nicht anfreunden, der Veermaster oder die Tordenskjold Virginia Slices von Dan Pipe schmecken mir persönlich besser.
Interessieren würde mich was der Limerick außer dem Namen mit Irland gemeinsam hat, außer dem Namen und dem "grasigem" Geschmack der wohl an die "Grüne Insel" erinnern soll.
Martin Bleisteiner
Der Tabak duftet relativ schwach, ich weiß bis jetzt nicht, nach was. Wenn man eine Flakescheibe entnehmen will, bekommt man entweder fünf am Stück oder fünf in Krümeln. Die Scheiben kleben fest aufeinander und zerbrechen sehr leicht. Ich habe zwei Scheiben aufeinandergelegt, zweimal quer gefaltet und diesen Klumpen in die Pfeife gestopft. Oben drauf habe ich Brösel gelegt. So hat sich der Tabak ganz bequem anzünden lassen.
Der Geschmack ist herrlich, gut nach Tabak. Das schwach vorhandene Topping hätte ich fast "übersehen". Ich schmecke sehr viele einzelne, feine Noten, die ich kaum beschreiben kann. Je nach Wetter hat mir dieser Tabak zwischendurch nicht mehr geschmeckt. Er ist auf jeden Fall sehr mild und lässt sich am besten ohne Filter rauchen. Das Brandverhalten ist hervorragend, er ist mir nie ausgegangen und hat nicht gesottert. Die Raumnote ist erträglich.
Diesen Tabak werde ich öfter bestellen.
(30.06.2000)
Frank Nicolai
Dieser Tabak wurde bereits von 4 anderen Daftlern reviewt. Und man sollte meinen, dass das genügt. Da sich die Reviews jedoch in den Einschätzungen zum Teil ziemlich unterscheiden fühle ich mich bemüßigt, meinen Senf auch noch dazu zu geben.
Der Limerick kam bei mir sehr ordentlich gestapelt in der Runddose an. Er hat die genau richtige Feuchtigkeit. Die einzelnen Scheiben lassen sich problemlos voneinander trennen und aufrubben. Da das den Beobachtungen meiner Vorreviewer widerspricht sollte vielleicht doch einmal darauf hingewiesen werden, dass die Tabakchargen von DTM offensichtlich sehr unterschiedlich ausfallen wie auch bei meinem Review zum Bulldog Golden Flake ersichtlich. Insofern kann man bei DTM-Tabaken hinsichtlich der Konditionierung immer Überraschungen erleben. Das als Vorwort.
Beim Öffnen der Dose sticht als Erstes der strenge, an Pflaumen erinnernde Geruch der Perique in die Nase. Allerdings erinnert mich der Geruch weniger an andere VA/Pe-Mischungen (wie Escudo oder 3 Nuns) als vielmehr an den Geruch des reinen Perique, den ich bei K&K kennenlernte und vom pure Perique von Mc Connel kenne. Schon der Geruch lässt etwas von der Stärke des Tabaks erahnen. Die Flakescheiben sind von relativ dunklem Braun, durchwoben mit wenigen blonden Fasern und schwarzen Einsprengseln.
Bei diesem Tabak empfiehlt es sich, verschiedene Stopfmethoden auszuprobieren. Ich zumindest habe bisher noch keinen anderen Tabak kennengelernt, der so extrem auf die Art und Weise des Stopfens reagiert. Wenn man die Flakescheiben nur knickt und hochkant in die Pfeife steckt wirkt der Tabak um einiges stärker als wenn man ihn nur aufrubbt. Je lockerer der Tabak gestopft wird, desto leichter wird er. Wobei auch das relativ ist, denn selbst loses "Hineinwerfen" des Tabaks in den Pfeifenkopf lässt den Tabak nicht gerad leicht werden. Wahrscheinlich durch den Perique-Anteil kommt mir der Tabak recht kräftig vor - so etwa am oberen Ende von medium mit starkem Hang zu full.
Im Geschmack vermeine ich etwas wie "Erdigkeit", etwas moosiges, das mich an Wald und Herbst erinnert, zu schmecken. In gewisser Weise eine Geschmacksrichtung, wie ich sie vom Cairo oder auch Redwood kenne. Aus dem von mir zum Cairo gesagten lässt sich ableiten, dass ich den Limerick nicht dauerhaft rauchen kann und werde. Die Virginias, die ja immerhin 95 % des Flakes ausmachen, sind nur wenig süß aber kräftig und rauchig.
Leider habe ich es nur selten geschafft, eine Füllung durchzurauchen. Der Tabak ging mir oft aus. So ist es nicht verwunderlich, wenn ich sage, dass er sich sehr kühl und trocken rauchen lässt - aber schon allein auf Grund seiner Stärke ziehe ich nur sehr vorsichtig an der Pfeife. Es empfiehlt sich, für den Limerick eine Pfeife mit flachem Kopf (Stanwell-Pfanne oder Pot) zu benutzen. Und: diesen Tabak wirklich zum Tagesausklang zu rauchen.
Die Asche ist hellgrau mit wenigen unverbrannten Tabakstücken. Der Geruch des Rauches im Zimmer wird von erstaunlich Vielen als unangenehm beschrieben.
Fazit:
Der Limerick ist einer von den Tabaken (für mich), die man mal rauchen kann, aber nicht muss. Mir persönlich gefällt die Geschmacksrichtung nicht so besonders, so dass davon auszugehen ist, dass ich den Tabak nicht noch einmal kaufen werde. Jemand, der das mag, wird anders darüber denken. Er hinterlässt in der Pfeife seine Marke - offensichtlich "crossovert" Perique besonders stark, denn die kleine Savinelli, in der ich den Cairo rauchte schmeckt noch immer danach - egal, was ich darin hinterher rauchte. Nun ist sie dem Limerick gewidmet. Obwohl ich gerne auch mal stärkere Tabake rauche - mit diesem hier habe ich meine Probleme: er ist mir zu stark. Leichte Schwindelanfälle sind vorprogrammiert; also nur ein Tabak, der als "Betthupfel" gelten kann. Eine morgens gerauchte Pfeife ließ die Buchstaben auf dem Monitor verschwimmen.
(11.04.01)
Ingo Gebert
Dan Pipe beschreibt den Limerick in seinem Katalog so: „Virginia aus sonnenreichen Regionen, zusammen mit 5% Perique gepresst und unter sanftem Druck nachgereift. Ein wunderbar weicher, dunklerer Flake mit harmonischer Süße, gleichmäßig im Abbrand und kühl im Rauch.“
Die Geruchsprobe des Limerick war schon sehr vielversprechend: Meine Nase „witterte“ einen Geruch, welcher mich an ein frisches Graubrot erinnerte, und im Hintergrund konnte ich einen dezenten Pflaumengeruch wahrnehmen, der wahrscheinlich vom Perique herrührt. Für einen Flake waren die Scheibe erstaunlich dünn, ich konnte einzelne Tabakfasern ohne Mühe von den jeweiligen Scheiben abnehmen. Somit ließ sich das Pfeifenkraut ohne große Mühe in sein vorherbestimmtes Gerät einfüllen und in Brand setzen. Das Abbrandverhalten war in Ordnung, es war nur gelegentliches Nachfeuern erforderlich. Nachdem der Tabak so richtig in Fahrt gekommen ist, kann ich gut süß-würzigen Virginiageschmack geniessen. Hinzu kommt noch ein guter Schuß Würze, gepaart mit einem wirklich seht hintergründigem Pflaumenaroma. Das Geschmacksbild ist insgesamt stimmig und tabakecht. Dieser Geschmack hielt bis Ende der Pfeifenfüllung an, und zungenfreundlich ist dieser Tabak auch noch.
Fazit:
Daumen rauf, bei der nächsten Bestellung bei Dan Pipe wird sicherlich der Limerick mitgeordert.
(02.07.2003)