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Gawith & Hoggarth Louisiana Flake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Gawith & Hoggarth |
| Hersteller: | Gawith & Hoggarth |
| Mischung: | Virginia/Perique |
| Schnittbreite: | Flake 6-inch |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | Bulk (Zipplockbeutel) 50 Gramm |
| Preis: | 6,67 Euro |
Ralf Neuhaus
Da, ich sehr gerne Virginia Flakes mit Perique rauche, habe ich mir die Neukreation von G&H nach Ankündigung von Daniel, gleich mitbestellt. Mit viel Vorfreude, öffnete ich den Zipplockbeutel und steckte meine Nase tief in den Beutel rein. Ich erwartete den typischen Geruch nach Ketchup. Doch ich wurde enttäuscht; er roch nach nichts. Nach mehrmaligem Schnuppern war dann ein sehr schwacher Schokoduft wahrnehmbar.
Für die erste Füllung hab ich mir die Stanwell Pfanne o.Fi. ausgesucht. Der Tabak wurde zerbröselt und locker gestopft. Er braucht bis er richtig glimmt, mehrere Anfeuerungen. Einmal richtig entfacht, glimmt er dann ohne weiteres Nachfeuern ab.
Die ersten Züge waren völlig ohne Geschmack. Aber dann setzte ein wahres Feuerwerk für die Geschmacksnerven ein: Angenehme Süsse, des VA verbunden mit der Würze des Perique, beides perfekt aufeinander Abgestimmt. Beim sehr langsamen Rauchen, ist noch ein leichter seifiger Ton vorhanden. Dieses Geschmackserlebnis bleibt während der gesamten Füllung erhalten.
Selbst Heissrauchen nimmt der Tabak nicht übel. Er entwickelt zwar dabei eine etwas bissige Note, die aber sofort nach dem Abkühlen verschwunden ist. Kondensat war nur gering vorhanden. Zurück bleibt eine puderige, graue Asche.
Vergleichen kann ich diesen neuen Tabak mit dem Dunhill de Luxe Navy Rolls. Der Louisiana ist IMHO aber weicher, runder und nicht so kräftig wie der Dunhill.
Unterschiede sind auch je nach Stopfmethode festzustellen: Bei der Knick-Falt Methode wirkt der Louisiana etwas kräftiger und nicht mehr ganz so harmonisch wie beim zerbröseln des Tabaks. Ich persönlich ziehe das zerbröseln vor.
Fazit:
Jetzt nach fast 50gr. Verrauchen kann ich sagen: Ein toller neuer Tabak für alle Freunde der VA/Perique Flakes. Problemlose Raucheigenschaften ohne Zungenbrand. Er bekommt für mich den Platz vor dem Dunhill.
Für Einsteiger in die Welt des Periques ist er zu empfehlen.
(12.04.2004)
Ingo Gebert
Auf der Homepage von Daniel wird der Louisiana Flake mit den nachfolgenden Worten angepriesen:
"Dieser neue Flake, basierend auf der Grundlage unserer traditionellen Virginiaherstellung, hat als Basis den Bright CR Flake, und wurde mit 6% Louisiana Perique ergänzt."
Nachdem dieser Flake schon vorab in Daft als neues Virginia/Perique-Ereignis angekündigt war, und ich mich für diese Tabakrichtung durchaus erwärmen kann, habe ich mir auch 100 g geordert. Der Louisiana Flake kommt als in einem Zip-Lock-Beutel als langer, dunkelbrauner Tabakstrang daher, und nachdem ich ihn in einem luftdichten Glas umgepackt habe, meine ich einen schokoladenarteigen Geruch, untermalt von einem leichten Pflaumengeruch erschnüffeln zu können. Der Flake lässt sich ohne Schwierigkeiten für das Rauchopfer vorbereiten, bis er vernünftig in Brand gesetzt ist, muss man etwas Geduld haben, aber wenn dieses Hindernis überwunden ist, glimmt der Tabak gutmütig vor sich hin. In der ersten Hälfte der Pfeifenfüllung kommt ein meiner Meinung nach schokoladenartiger Geschmack versehen mit einem Hauch von Nuss, zum tragen, und auch der Tabak ist noch deutlich zu erschmecken. In der zweiten Hälfte der Pfeifenfüllung wandelte sich das Geschmacksbild, es kommt mehr Würze, Stärke und noch ein leichtes Pflaumenaroma hinzu, es entwickelt sich ein durchaus komplexes Aroma. Der Louisiana Flake ist ein Tabak, auf den das Prädikat "zungenmild" absolut zutrifft, zu keinem Zeitpunkt wurde der Tabak zu heiß oder bissig. Der Flake ist als naturbelassener Virginia ausgewiesen, aber der Geruch und Geschmack lassen mich zu dem Schluss kommen, das hier doch mit einer Aromatisierung, in welcher Form auch immer, gearbeitet wurde, dies fügt der Qualität des Tabaks keinen Schaden zu.
Fazit:
Daumen hoch, dieser Tabak wird sicherlich noch einmal bestellt.
(04.05.2004)
Manuel Evertz
Ich habe mittlerweile 100g von diesem Tabak geraucht und mein Verhältniss zu ihm ist nach wie vor sehr zwiespältig. Aber der Reihe nach :
Öffnet man das Behältniss, kommt einem schon ein ziemlich aufdringlicher Schwall von Schokolade entgegen, der mich immer wieder an eine Aromatisierung glauben lässt. Die Flakestreifen lassen sich leicht auseinanderzupfen und dann in die Pfeife drehen. Beim Anzünden merkt man direkt, daß es ein G&H Tabak ist, ein seifiger Unterton ist zu schmecken, der aber direkt von der Schokolade überdeckt wird. Ich will nicht sagen, daß die Schokolade penetrant wäre, aber sie ist im ersten Drittel der Füllung sehr deutlich zu schmecken und bietet der unterschwelligen Seife der G&H Virginias Paroli. Hat man sich durch das erste Drittel durchgekämpftverschwindet die Schokolade ganz allmählich. Der Tabak entwickelt eine immer stärker werdende Würze und die Seife ist nur noch leicht zu erschmecken, wenn man nach ihr sucht.
Ab dem letzten Drittel fängt er dann an sein Potential voll auszuspielen. Die Würze des Periques dominiert ab da den Geschmack, jedoch ohne das der Tabak auf der Zunge brennt. Die Vergleiche mit den Navy Rolls von Dunhill entbehren dabei aber meiner Meinung nach jeglicher Grundlage. Die Rolls schmecken eher etwas pikant und würzig, der Louisiana Flake erinnert mich da eher an Schokoladenpudding im Badezimmer ;-)
Der Louisiana Flake ist ab der Hälfte gewiss nicht schlecht, aber bis dahin muss man sich wirklich durchkämpfen. Ich kenne einige andere Virginia Perique Flakes, die ich eindeutig vorziehen würde, nochmal bestellen würde ich ihn nicht.
(28.07.2004)