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MB Latakia Blend

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Mac Baren Latakia Blend

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Virginia (versch. Sorten) ,Würztabake
Schnittbreite:Curly Cut
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:50g Dose
Preis:15,00 DM

Christian Probst

Beim ersten öffnen der Dose.... Kommt einem erst einmal das unvergleichliche "Schwarzbrotaroma" und natürlicher Tabakgeruch entgegen. Bei diesem Tabak ist das viel besprochene natürliche Tabakaroma besonders charakteristisch. Wenn ich von Schwarzbrot-Aromen in Tabak vielleicht in zukünftigen Reviews reden werde, setze ich den MB Latakia Blend immer als Referenzgeber, denn bei ihm findet man noch ein dem Schwarzbrot typischen leichten Säuregeruch, der nicht unangenehm ist. Die Curlies sind relativ dicht und fest gewickelt und sitzen locker in der Dose. Sie sind relativ hell, dennoch auch mit dunkleren stellen. Wenn man den Tabak "ready rubbed" rauchen möchte hat man keine größeren Probleme ihn aufzureiben.
Ja, lieber daftler richtig gelesen ,der Name "Latalia Blend" ist meines Erachtens irreführend. Den meinen Raucherfahrungen zufolge befindet sich in diesem Tabak gar kein Latakia! Man schmeckt und riecht absolut nichts vom Latkia, deshalb gehe ich ganz stark davon aus das keiner enthalten ist. Dennoch gehört der Mac Baren Latakia Blend mit zu den besten MB's die man bekommen kann. Wenn man den Tabak als Virginia-Blend raucht und nicht auf Teufel komm raus versucht Latakia rauszuschmecken, kann er ein sehr angenehmer Vertreter durch den Tag werden.
...Denn der Tabak schmeckt ausgezeichnet! Man muss ihn etwas aufreiben damit man ihn gut zum glühen bringen kann. Stopfen muss man ihn ziemlich fest, denn er hat die Tendenz zum relativ schnellen ausgehen im Anzündvorgang. Doch wenn die Pfeife anständig gestopft ist und er einmal an ist lässt er sich problemlos rauchen. Wie gesagt, Latakia ist nicht enthalten, deshalb empfehle ich auch keine Latakia-Pfeife zum Rauchen des Tabaks zu benutzten, denn das kann zu einem unangenehmen Aroma führen. Er bildet mäßig Kondensat, aber zuviel um ihn ohne Filter zu rauchen. Ich benutze Vauen No.1 Papierfilter um das Kondensat aufzusaugen und um relativ wenig Aroma wegzunehmen. Raucht man ihn mit Aktivkohle -Filtern kann es passieren das der Tabak etwas zu leicht und aromalos schmeckt. Wie ich an anderer Stelle schon einmal bemerkte ist es für mich ein Qualitätsmerkmal das der Tabak beim Rauchen hält, was er beim ersten Riechen verspricht. Das trifft bei diesem Tabak 100%ig zu! Er hat ein angenehmes Virginia-Aroma mit Schwarzbrot-Untertönen. Er schmeckt aber im Allgemeinen etwas Aromavoller als beispielsweise der Virgina No1. Ihm fehlt die Eigenschaft eines Virginia-Tabak am Anfang des Rauchopfers etwas bissig und zuweilen etwas hässlich zu seinem Verkoster zu sein. Er schmeckt von Anfang an typisch und sein Aroma verändert sich dem Ende hin nur unwesentlich. Er lässt sich dennoch nicht ganz bis zum Schluss rauchen, da er am Pfeifenboden relativ viel Kondensat sammelt. Die Asche ist nicht ganz hellgrau, sie ist etwas dunkler. Das Raumklima ist unaufdringlich, tabaknatürlich und durchaus "Freundinnen und Frauentauglich". Auch im Raumklima keine Spur von Latakia.

Fazit:
Ein relativ unkomplizierter Tabak und Begleiter durch den Tag. Er ist prädestiniert für den "all day smoke" da er fast überall erhältlich und sehr leicht zu handeln ist. Auch empfehlenswert für einen Pfeifenraucher der mal in die Curly-Cut Ecke reinschauen möchte. Für mich gehört dieser Tabak mit zu den Besten MB's, vorausgesetzt man lässt sich nicht vom Namen irritieren. Mein all day smoke! Lecker! Prädikat: Empfehlenswert

(21.07.2000)


Ingo Gebert

Sobald man die Tabakdose geöffnet hat, da zwinkern sie auch schon einem entgegen – die Curlies. Um sie in Pfeife ihrer Bestimmung zuzuführen, gehe ich wie folgt vor: Die erste Scheibe mit den Fingern zerkleinert, dann leicht gestopft und anschließend zwei – drei Curlies mehr oder weniger unverändert draufgelegt, und zum Abschluss noch eine Scheibchen zerkleinert, den Tabak angedrückt und fertig. Nach zwei bis drei Streichhölzern ( oder Zündungen - je nachdem) brannte das Rauchopfer dann. Gelegentlich musste ich nachfeuern, aber es hielt sich alles noch in Grenzen. Bei den ersten Zügen schmeckt man die Virginaassüße noch im Vordergrund, doch das Geschmacksbild wandelt sich im Laufe des weiteren Abbrandes. Nach dem ersten Drittel kommt dann die volle Geschmacksfülle dieses Tabaks zum Tragen, und dieses Aroma hält dann auch bis zum Ende an. Der Geschmack ist tabakecht, würzig, aber nicht zu kräftig. Wenn Latakia in dieser Mischung enthalten sein sollte, dann schmeckt man ich zumindest nicht heraus, aber ich könnte mir vorstellen, dass dieser unterschwellig für das gesamte Geschmacksbild erforderlich ist. Das typisch Herbe und Rauchige von Latakia konnte ich jedenfalls nicht entdecken. Auch fühlte ich mich durch den Rauch an den Duft von frischem Gras erinnert.

Beurteilung:
(Daumen hoch): Ein naturbelassener Tabak – gut und echt im Geschmack. So macht Pfeiferauchen Spaß, und diesen Tabak werde ich mir bestimmt noch öfter gönnen...

(24.04.2001)


Wolf Rüdiger Jürgens

Vorweg möchte ich erwähnen das ich seit ca. 3 Monaten fast ausschließlich Mac Baren Curlies rauche, und damit mein Review sehr subjektiv sein wird.
Der Latakia Blend ist der letzte aus der Reihe der MB Curlies, welchen ich durch eine Probe im Weichnachtskalender kennenlernte. Bei diesem Tabak trifft der Spruch "Namen sind Schall und Rauch" voll zu. Der Latakia-Anteil dürfte bei sehr geringen Prozenten im einstelligen Bereich liegen. Allenfalls erahnbar bei der Geruchsprobe, beim Rauchen schon ein kleines bisschen prägnanter, doch niemals so stark wie der Name erst mal vermuten lässt.
Der Geruch aus der frisch geöffneten Dose erinnert eher an Brot denn an Tabak. Die Curlies sind mittelbraun, mit einem kleinem schwarzen Auge in der Mitte. Dabei handelt es sich um den laut Beschreibung verwendeten Cavendish, der auch in den anderen Curlies Verwendung findet. Der Virginia macht sich mit seinem grasigem Geruch ebenfalls deutlich bemerkbar.
Alles in allem nichts aufregend Neues, so man die MB Curlies schon von den anderen her kennt. Und doch ist der Latakia Blend anders, schon der Geruch verheißt erheblich mehr Würze.
Das Stopfen ist problemlos. Entweder rubbele ich die Curlies ganz auf, Scheibe für Scheibe, die dann locker übereinander gefüllt werden und nur leicht angedrückt werden oder ich rauche sie einmal gefaltet und dann hochkant in die Pfeife gesteckt. Das entscheide ich meistens im Zusammenhang mit der Kopfgröße, große Köpfe = ganze Scheiben, kleine Köpfe = aufrubbeln. Allerdings auch vice versa ;-)
Die Curlies verfügen über immense innere Energie ;-), ihr Aufbäumen ist relativ stark beim Anzünden. Selten gelingt das Anzünden beim ersten Mal, 2-3 mal Nachfeuern und Einebnen sind die Regel.
Die ersten Züge schmecken wirklich wie "Schwarzbrot", allerdings die süße Variante, wie ich sie vom Brot der türkischen Dorfbäcker aus den Dörfern um Izmir kenne. Vermutlich ist der Virginia, getreu der Mac Baren Tradition mit Honig aufgepeppt worden, oder der Cavendish trägt dieses Aroma zum Geschmack bei.
Der Abbrand ist tadellos, Latakia Blend lässt sich ausgesprochen kühl und sehr trocken rauchen. Auffällig ist, dass der Boden der Pfeife selten feucht wird. Verwendete Filter sind trocken nach dem Rauchopfer der Pfeife zu entnehmen. Anfangs habe ich noch Aktivkohle-Filter beim Latakia Blend benutzt, bin davon jedoch völlig abgegangen. Der Vorteil ist gravierend, denn der Geschmack intensiviert sich beträchtlich. Dabei ist auch keine Bitterkeit, welche ich häufig bei anderen Tabaken beim Genuss ohne Filter feststellte, zu schmecken. Der Latakia ist nur in den Obertönen geschmacklich feststellbar. Er ist vorhanden wird aber vom Virginia und dem Cavendish völlig überfahren. Da ich feststelle das der Latakia Blend jedoch würziger schmeckt als seine Brüder, würde ich dieses dem Latakia-Anteil zuordnen.
Mir ist aufgefallen das nur wenn ich die Curlies aufrubbele, nennenswert Asche entsteht, bei der gefalteten Methode ist die Restasche erheblich weniger, ohne das ich dafür eine Erklärung hätte.
Die Raumnote ist schwer süßlich, rauchig. Häufiger höre ich "Dein Tabak stinkt". Allerdings auch das Gegenteil. Ich empfinde den Geruch jedenfalls als sehr angenehm. Den Latakia Blend rauche ich auch morgens auf der Fahrt zur Arbeit im Auto und bin jedes Mal vom Geruch angetan. Vergleichbar mit einer Kiepe voll frischem Brot im Laderaum ;-)

Fazit:
Gesamtnote *****, wer die anderen Curlies von MacBaren mag kommt am Latakia Blend eigentlich nicht vorbei.

(25.2.2002)


Frank Nicolai

Der Latakia Blend wurde bereits drei mal reviewt. Dem zum Trotze möchte ich noch drei Worte hinzufügen. Denn der Tabak ist es wert.

Anfangs fand ich das Zusammenspiel des süßen (gesüssten?) Virginias mit dem Latakia etwas gewöhnungsbedürftig. Der Gegensatz war mir zu krass. Mit jeder Füllung gefiel mir jedoch dieser merkwürdige Widerspruch besser.
Vor allem, wenn man die Curly-Scheiben im Ganzen in der Pfeife stapelt oder zumindest nur anknickt, aber nicht zerbröselt. Auch empfiehlt es sich, den Tabak vor dem ersten Rauchen etwas abtrocknen zu lassen. Denn je trockener der Tabak, desto besser das Abbrandverhalten und je runder der Geschmack. (Was aber nicht heissen soll, dass der Tabak staubtrocken sein soll.)

Der Geschmack ist eine Symphonie aus süßem Virginiageschmack und herb-rauchigem Latakiageschmack, bei dem ersterer überwiegt. Weich und rund wird der Tabak durch den Anteil Black Cavendish, der mit eingewoben wurde. Man hat beim Rauchen immer das Gefühl, dass der Mund mit dickem Rauch gefüllt wird.

Der Tabak ist für mich nicht unbedingt ein All-Day-Smoke. Denn er verdient Aufmerksamkeit. Nicht, weil er schwer rauchbar ist. Nein; aber er hat es verdient, dass man ihn nicht nebenher raucht sondern bewußt die geschmacklichen Nuancen wahrnimmt

Einziger Wermutstropfen: die Raumnote ist viel latakianischer als man als Raucher vermutet. So darf ich den Tabak nicht im Büro rauchen.

Fazit:
Ich mag den Tabak sehr. Aber ich rauche ihn eher selten weil er etwas besonderes ist. Der Latakia Blend ist den "Brüdern" Club Blend, Stockton, Roll Cake und Dark Twist ähnlich, ragt aber aus ihnen heraus.

Ich empfehle den Tabak allen, die die hohe Kunst des Tabakmachens kennenlernen wollen.

(29.10.02)


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