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Kohlhaase und Kopp Mahogany Flake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Kohlhaase und Kopp |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | Navy Flake |
| Typ: | stark aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 g Blechdose |
| Preis: | 8,20 Euro |
Amelie Zapf
Im Zuge meiner Suche nach einem leicht aromatisierten "Sommertabak" bin ich auch über den Mahogany Flake gestolpert. Der Tabak kommt in einer typischen Flake-Rechteckdose, in der die Flakes mit 70x27x2 mm zweireihig säuberlich gestapelt liegen. Die Konsistenz des Tabaks ist relativ kompakt, es handelt sich um keinen Crumble Flake. Farblich ist er mittelbraun mit wenigen hellen oder dunkelbraunen Einsprengseln.
Das Aroma aus der Dose geht ins Fruchtig-Seifige, jedoch konnte ich keine spezielle Frucht herausriechen. Beerig trifft es vielleicht. Das Aroma wirkt etwas aufgesetzt, es könnte da durchaus einige Organik mit im Spiel sein.
Nun zu den Raucheigenschaften: Ich brachte den Tabak nach der Knick-Falt-Methode in die Pfeife ein. Aufgrund des zu erwartenden Crossovers bei Nichtgefallen verwandte ich eine Meerschaumpfeife. Der Tabak lässt sich recht gut anzünden und quillt überhaupt nicht auf. Die ersten zwei Drittel der Pfeife rauchen sich gut, am Ende neigt der Tabak jedoch etwas zum Sottern und Ausgehen. Am Ende bleibt etwas dunkelgraue Asche zurück.
Geschmackstest: Eins vorweg - der Tabak schmeckt mir nicht. Durch die Aromatisierung schmeckt man nur wenig vom Tabak, obwohl vermutlich zwei sehr gute Virginias die Grundlage ausmachen. Und was von der Aromatisierung ankommt ist merkwürdig dumpf und meiner Einschätzung von Wohlgeschmack keineswegs entsprechend. In Erwartung der Verbesserung des Geschmackes bei fortschreitendem Abbrand rauchte ich weiter, jedoch scheint es mir, als dass die vornehmste Empfindung, die dieser Tabak zu zeitigen vermag, der heftige Kopfschmerz ist, den ich nach beendetem "Genuss" hatte.
Fazit:
Dieser Tabak ist etwas für hartgesottene England- Aroma-Liebhaber (lies: Leute, die z.B. Velvan Plug mögen). Mir ist die Aromatisierung zu heftig. Ich mag Erinmore, alle Petersons, mithin schmeckte mir auch das Pröbchen Ennerdale, das mir ein Bekannter mal gab. Aber der Mahogany ist nichts für mich.
(25.06.2002)
Ingo Gebert
Beim letzten Ruhrpottstammtisch hatte ich die Gelegenheit, vom einem anderen Pfeifenraucher eine Füllung von dem Mahogany-Flake zu kosten. Da mein erster Eindruck positiv war, und unser Mitschmaucher von dem Kraut nicht so angetan war, wurde mir der Flake quasi vererbt.
Nach dem Öffnen der Dose kommt einen, auch ohne sich großartig mit der Nase der Dose annähern zu müssen, ein sehr kräftiger, aromatischer Geruch entgegen. Auch ist der Geruch etwas eigenwillig, ich konnte ihn erst nach mehrmaligen Schuppern zuordnen, entfernt erinnerte er mich an ein gut riechendes Herrenparfüm. Einen "klassichen" Geruch nach Obst oder Whiskey konnte ich nicht zuordnen. Der Schnitt des Tabaks erinnerte mich an den Navy Flake, die Scheiben sind dünn geschnitten und konnten gut rauchfertig aufbereitet werden. Von der Farbe her ist der Flake tiefbraun, fast schon wie Torf. Der Tabak kann gut in die Pfeife eingebracht werden, aber das Abbrandverhalten ist sicher nicht das Gelbe vom Ei. Mehrmaliges Nachfeuern war während der verschiedenen Rauchopfer fast immer erforderlich. Vom Geschmack her kommt Mahogany dem Geruch her ziemlich nahe, mir persönlich hat er geschmeckt. Hinzu kommt eine kräftige und gute Tabakbasis, welche durch das Aroma nicht überdeckt wird. Der Tabak ist von der Stärke her nicht einer Schwächsten, direkt nach dem Aufstehen würde ich ihn nicht rauchen wollen, aber zum Abend hin kann er durchaus zur Entspannung beitragen. Trotz aller Stärke ist der Tabak zungenfreundlich, ich hatte niemals das Erlebnis, dass meine Zunge beim Rauchen wegen der Schärfe anfängt zu rebellieren.
Fazit:
Daumen hoch, mir hat dieses doch eigenwillige Tabak gut geschmeckt. Gelegentlich werde ich ihn mir bestimmt noch einmal zulegen.
(15.11.2002)