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Bulldog Mans Best Friend
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Bulldog |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | ready rubbed |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Runddose |
| Preis: | 12,50 DM |
Jörg Busack
Die Mixture sieht sehr gleichmäßig aus. Einheitlich goldbraun mit hellen Einsprenglungen. Die Schnittbreite beträgt ca.1,6mm. Aus der geöffneten Dose ist ein blumiger Duft wahrzunehmen.
Der Tabak in der Dose fühlt sich relativ weich (elastisch) an, fast so als würde man in Moos greifen. Das Stopfen ist recht einfach, da die Mischung keine Strünke enthält.
Zum Anzünden, einer mit dieser Mixture gestopften Pfeife, benötige ich meist 1-2 Zündhölzer. Schon unmittelbar bei den ersten Zügen schmecke ich ein spezielles Aroma das den Geschmack des hochwertigen Tabaks unterstreicht. Meine Geschmacksknospen jubeln! Nach diesem Tabak haben sie schon lange gesucht.
Der Geschmack ist nicht dänisch-süß, sondern eher der englischen Richtung (ohne Latakia) zuzuordnen. Der Tabakgeschmack hat tatsächlich Ähnlichkeit mit dem Full Aromatic aus der gleichen Serie, wobei er IMO nicht so süß wie dieser ist. Er schmeckt eher herber, wobei die Süße des Virginia zwar vorhanden ist, aber dezent im Hintergrund bleibt.
Das Abbrandverhalten dieses Tabaks ist tadellos. Glimmt er erst einmal, dann "zieht er ruhig seine Bahn", und erzeugt nur wenig weiße Asche.
Ich rauche den Tabak in allen Pfeifengrößen und ohne Filter. Aber auch für den Filterraucher dürfte er geeignet sein.
Die Raumnote wurde als angenehm blumig beschrieben.
Fazit:
"Bulldog MBF" ist IMO ein hochwertiger Virginia, der den Namen "Best Friend" zu recht trägt. Ich habe mich von der 50g-Dose schon länger losgesagt, und kaufe nur noch das 250g-Vacu-Pack :-)
WARNUNG: Dieser Tabak erzeugt bei den ersten Füllungen einen "seifigen" Geschmack. Da muss man durch ;-) Spätestens nach 50g verliert sich das. (IMO) Wegen Crossover bitte zum Testen nicht die Lieblingspfeife verwenden!
erhältlich bei Dan Pipe http://www.danpipe.de
(08.10.2000)
Frank Nicolai
Da ich den Bulldog Golden Flake sehr mag und das bereits vorhandene Review davon spricht, dass der "Mans best friend" mit dem gleichen Aroma versehen ist führte für mich kein Weg an diesem Tabak vorbei. Bei der letzten Dan Pipe-Bestellung war der Tabak dabei.
Beim Öffnen der Dose schaut man auf dunkelbraune bis fast schwarze ready rubbed Tabakfasern, denen man ihre Flakeherkunft ansieht. Der Duft ist betörend. Irgendwo zwischen dem Bulldog Golden Flake und
Daddys Favourite Baccy (beide aus dem Hause DTM) angesiedelt - süß-fruchtiger als Erstgenannter, seifiger als Zweiterer.
Der Tabak hat von Anfang an die rechte Feuchte so dass man gleich nach dem Öffnen der Dose die erste Pfeife stopfen kann (und sollte). Der Geschmack, der sich sofort nach dem (leichten) Entzünden entfaltet, begleitet die gesamte Füllung und nimmt nur in geringem Maße zum Ende hin ab. Für mich vorherrschend ist im Geschmack das Blumig-Fruchtige, das auch von mir anfangs wahrgenommene Seifige in Tabaken dieser Aromatisierungs-Richtung (Formers Blend und Flake, Bulldog Golden Flake; Ennerdale Flake aber auch Grousmoore Mixture und Plug) kann ich kaum noch vernehmen. Daran habe ich mich zu sehr gewöhnt. Aufmerksam darauf wurde ich immer erst dann, wenn ich versehentlich einen anderen Tabak aus einer Pfeife rauchte, die den - von mir irisch genannten - Aromaten gewidmet ist. Wobei allerdings das Crossover mit süßen VA-Tabaken (MB Mixture oder auch Virginia No. 1) für meinen Geschmack gut harmoniert.
Das oben Angedeutete besagt also auch, dass der Bulldog "Mans best friend" seine Visitenkarte in den benutzten Pfeifen hinterlässt. Und das wiederum schließt ein, dass er sein volles Aroma am besten dann entfaltet, wenn man ihm eine eigene Pfeife gönnt. Nach etwa 5 Füllungen in ein und derselben Pfeife schmeckt er noch einmal so gut.
Wenn man den Tabak nicht zu fest stopft brennt er sehr gleichmäßig und unauffällig herunter. Und selbst ein gelegentliches Erlöschen der Glut ist kein Beinbruch, denn erneutes Entzünden ist ohne Geschmacksverlust möglich. Ab und an sollte man die Asche über das Glutbett legen (auch dabei nicht zu fest stopfen!). Und wenn dann plötzlich kein Rauch mehr in den Mund kommt ist der Tabak still und leise verglommen. Das passiert plötzlich und ohne Übergang. Übrig bleibt ein wenig feine hellgraue und trockene Asche. Der Tabak produziert so gut wie kein Kondensat und schmeckt mir am besten ohne Filter oder mit Papierfilter geraucht. Denn er ist eher leicht mit einem Hang zu medium. Aktivkohlefilter lassen den Tabak etwas flacher werden, aber verwaschen nicht das Grundaroma.
Fazit:
Bulldog "Mans best friend" ist für mich so etwas wie das Verbindungsglied zwischen "echten Aromaten" und den "Iren". Er ist verhältnismäßig süß im Geschmack, behält aber dabei immer die seifige Grundnote. Wegen seiner Milde und Bekömmlichkeit ist er für mich eher ein Vormittagstabak, er hat aber das Zeug zu einem All-Day-Smoke. Alles in Allem kann der Bulldog rundherum überzeugen. Meine Empfehlung bekommt er. Auch wenn ihm ein bisschen der Kick fehlt, den ein Tabak bieten muss, um von mir ein uneingeschränktes Lob zu erhalten.
(19.06.01)
Ingo Gebert
Im Dan-Pipe Katalog ist der Tabak wie folgt beschrieben: Natursüße helle und goldbraune Virginia Grades reifen unter Zusatz des markanten BULLDOG-Aromas in der Presse zu einem vollmundig aromatischen und herrlichen milden Flake heran, der in feine Scheiben geschnitten und danach rauchfertig zerteilt wurde. Empfohlen für Pfeifen mit mittlerem Füllvolumen.
Nach dem Öffnen erblicke ich kleine, hellbraune Flakestücke, welche sich gut in die Pfeife einbringen ließen. Allerdings waren sie beim Anzünden etwas widerspenstig, und gelegentlich hauchte der Tabak seine Flamme aus. Vom Geruch her konnte ich Fruchtaromen erschnüffeln, eine Komponente bei der Geruchsprobe konnte ich nicht zuordnen, aber diese erinnerte mich an den Bulldog Medium Strenght. Vielleicht war das ja das typische Bulldog-Aroma von dem im Dan-Pipe Katalog die Rede war. Der Geschmack war so wie der Geruch, am Anfang etwas schwächer, um dann im Verlaufe des weiteren Schmauchen hin stärker zu werden. Der Tabak war dabei durchaus zungenfreundlich, man kann ihn gut ohne AKF rauchen. Auch die Raumnote entsprach dem Bulldogaroma. Meine BH reagierte darauf genauso wie beim Medium Strength :"Hast Du Rasierwasser in Deiner Pfeife?". Das hatten die Tabake nach Aussage meiner privaten Umwelt gemeinsam.
Fazit:
Daumen waagrecht, sicher einen Tabak denn man gut rauchen kann, aber vom Geschmack und Aroma her hat der Tabak mich nicht so sehr aufjubeln lassen, dass ich ihn unbedingt regelmäßig rauchen müsste..
(06.02.2002)