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Margate

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Esoterica Tobaciana Margate

(Pfeifentabak)

Markenname:Esoterica Tobaciana
Hersteller:J.F. Germain & Son /Jersey
Mischung:Virginia, Oriental, Latakia
Schnittbreite:gleichmäßig etwa 1 mm Schnittbreite
Typ:englisch
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 g Dose, als Bulk
Preis:ca. 14 DM (Dollarkurs!)

Björn Hollensteiner

J.F. Germain stellt unter dem Label Esoterica Tobaciana in England Tabake her, die nach den Vereinigten Staaten exportiert werden. Dort kann sie der deutsche Pfeifenraucher bestellen. Unter den Tabaken von Esoterica gibt es eine Linie, die sich nur halboffiziell vom Margate (des Großvaters) ableitet. Ich stelle mal Vermutungen an: Abkömmlinge sind der Pembroke, bei dem der Margate mit Cognac gecased wurde, der St. Ives, bei dem IMO ein Likör verwendet wurde (beide werden als Shagschnitt verkauft), und der Penzance, der die Pressform des Margate ist. Es gibt auch noch den And so to Bed, der ebenfalls mit einem alkoholischen Getränk versehen wurde, den ich aber noch nicht kenne. Das mag stimmen oder nicht, mein Geschmackseindruck lässt mich stark daran glauben. Kommen wir zum Margate. Der Margate ist auf den ersten Blick und Geruch ein strammer Engländer, der ähnlich geschnitten ist, wie die Rattrays Tabake. Der Duft wird bestimmt vom rauchigen Latakia, den Orientals und eine feine Hintergrundnote, die vom Penzance bekannt ist. Der Tabak ist genau richtig feucht, um problemlos gestopft und angezündet zu werden. Im Abbrand ist der Tabak gutmütig, eher leicht bis medium, mit Filter kann er heiß werden. Aber er ist wohl eher für den Genuss ohne Filter gedacht, da kommt er richtig in Fahrt. Der Duft: Komplex. Eine gute Süße, gepaart mit der Würze des Latakia und der Orientals, wird untermalt vom gleichen Aroma, das auch der Penzance besitzt. Es stammt angeblich von einer Bohnenart. Wie gesagt, den Filter sollte man weglassen, dann offenbart sich die ganze Komplexität. Ohne Filter kaum Gesotter, feine helle Asche.

Fazit: Ein hochwertiger Tabak, den man aufgrund des ungewöhnlichen Aromas probiert haben kann. Es ist gewöhnungsbedürftig, aber nicht abschreckend.

(16.05.2000)

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