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McClelland Matured Virginia's No. 27
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | McClelland t.c. |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 und 100 Gramm Dose |
| Preis: | $6.30 / $11.30 |
Wolf-Rüdiger Jürgens
Der VA No.27 ist schon getestet wurden so das ich mich recht kurz fassen kann. Nachdem ich schon einige Tabake der berühmten Manufaktur McClelland , vor allem aus der Bulk Serie 2xxx/5xxx geraucht hatte, öffnete ich voller Erwartung die Dose mit dem VA No.27. Als erstes entströmte ihr der typische Ketchup Geruch den ich schon von den Bulks kannte. Bloß weiter war nichts zu riechen. Das Aussehen war gar nicht so übel ein hell bis dunkel marmorierter Flake.
Der Tabak war ziemlich feucht jedoch fühlte sich das probeweise Zerreiben zwischen den Fingern nicht unangenehm an. Da es sich um einen Straight VA handelt habe ich eine Pfeife die sonst auch nur nicht aromatisierte Tabake zu sehen bekommt mit dem VA gestopft. Ich war bemüht ihn so wenig wie möglich zu zerreiben. Das Anzünden war nicht gerade leicht, bedingt durch die Feuchtigkeit. Nach mehreren Versuchen glimmte er ganz passabel.
Der erste Geschmackseindruck war äußerst nichtssagend, vom VA war nichts zu schmecken, dafür schmeckte man das Ketchup-Aroma ziemlich penetrant. Im Gegensatz zu den Bulks von McCll. blieb es jedoch ständig präsent und es kam mit fortschreitendem Abbrand nichts hinzu. Also außer heißer Luft war da nichts.
Ich probierte ihn danach noch in einer hohen engen Pfeife (Stanwell Sixtus mit 19mm Bohrung) da ich die Erfahrung gemacht habe das enge Bohrungen den Geschmack intensivieren können. Aber das Ergebnis war ebenfalls negativ. Nachdem ich den Tabak 2 Wochen habe "auslüften" lassen wagte ich einen letzten Versuch, der Ketchup war noch zu riechen, aber im Gegensatz zu vorher war er nun auch nicht mehr zu schmecken. Nichts als heiße Luft, ein probeweises Rauchen ohne Filter sowie in einer Meersschaumpfeife ebenfalls ohne Filter konnte nichts an dem Geschmackserlebnis ändern. Negativ kommt hinzu das der Ketchup erst 3 Pfeifen später (gefüllt mit einem anderen Tabak) verschwand.
Fazit:
Wer nur heiße Luft rauchen möchte, der greife zum VA No.27. Ich kann ihn nicht weiterempfehlen, auch wenn der Tabak möglicherweise von hoher Qualität ist, entscheidend ist das Ergebnis , und ich würde sagen das hat er verfehlt. Ich kenne bessere VA´s die sich auch beim Rauchen als *Tabak* zu erkennen geben. Vielleicht entwickelt er nach jahrelanger Lagerung ja noch Geschmack, auf diese Hoffnung setzend habe ich ihn in mein Langzeit-Lager verbannt.
(21.05.2000)
Manuel Evertz
Der McClelland Nr.27 ist der ruppigste von allen McClellands, die mir bisher unter gekommen sind, aber das zeichnet ihn aus. Aber wir fangen erstmal von vorne an ;-)
Rötlich braune Flakestücke mit schwarzen Einschlüssen schauen mich aus der Dose an und ich bin jetzt felsenfest davon überzeugt, daß McClelland seine Tabake in Essigfässern reifen lässt. Dieser McClelland duftet so dermassen heftig nach Essig wie ich es noch bei keinem anderem erlebt habe. Die Dose steht jetzt schon seit mehreren Wochen offen, aber der Geruch weicht kein bisschen. Der Tabak hat beim Öffnen der Dose direkt die richtige Feuchtigkeit um ihn zu rauchen und die Flakestsücke sind so gebrochen, daß man ihn eigentlich nur noch in die Pfeife drehen muss.
Anzünden lässt er sich auch leicht, er neigt kaum zur Kondensatbildung, der Abbrand ist gleichmässig und er geht kaum aus, also bisher alles noch im grünen Bereich ;-)
Beim Rauchen ist geschmacklich ist wie bei seinen Kollegen von dem Geruch nichts mehr übrig geblieben. Man schmeckt einen guten grundehrlichen Virginia der weder süss noch heuig schmeckt, aber Obacht, mir kommt es vor, als wäre er mit Pfeffer versetzt, so scharf kann er werden. Diese Schärfe ist nicht die Schärfe, die man schmeckt, wenn ein Tabak Zungenbrand bewirkt, es ist wirklich so, als würde man Chillis rauchen, in etwa so, wie wenn man beim Thailänder essen geht.
Das hat auch nichts mit Heissrauchen zu tun, der Tabak verbreitet diese subtile Schärfe in Mund und Nasenraum auch dann, wenn man ihn nahe der Ausgehgrenze ganz sachte vor sich hinpafft und das ist das, was mir an dem Tabak gefällt. Es ist gewiss nicht jedermans Sache, ich find das ist mal etwas anderes, möchte aber jeden vor diesem Tabak warnen, dem das Attribut "scharf" auf der Speisekarte eines europäisiertem Chinesen bereits zu heftig ist.
(06.11.2005)