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Medium Flake

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Germain & son Medium Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Germain & son
Hersteller:Germains (Jersey) (Import A. Schmidt-Berlin)
Mischung:3 Sorten Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:50 Gramm Rechteckdose
Preis:7,50 Euro

Manfred Arenz

Der Medium Flake besteht aus reinem Virginias, in den relativ dünn geschnittenen Scheiben schön bunt gemischt (rote , braune und gelbe Farben). Der Flake ist relativ weich und locker gepreßt, leider sind die einzelnen Scheiben nur mit Mühe unbeschadet aus der Dose zu entnehmen.

Frisch geöffnet und nicht allzulange gelagert, entströmt der Dose ein deutliches Flavour nach Pflaume und Gewürzen, sofort kommt einem Maggi (Liebstöckel) in den Sinn. Zumindest das Maggi-Aroma verfliegt aber nach etwas Lüften, das Fruchtige bleibt sehr dezent erhalten.

Der Flake ist weich und locker gepreßt, ein Auflockern oder Einbringen mit der Knick-Falt Methode geht relativ einfach , auch wenn die Scheiben bei letzterer Methode leicht zerfasern. Durch den schmalen Schnitt eignet sich der Medium Flake auch für kleinvolumige Pfeifen.

Das Anzünden und Abrauchen ist ein Kinderspiel, wenn man den Tabak eher locker stopft, die Kondensatbildung ist gering, Aschereste bleiben kaum zurück.

In der Raumnote und im Geschmack ist das Flavour kaum wahrzunehmen, so daß der Medium Flake als tabakechter VA-Flake bezeichnet werden kann.
Am Gaumen entwickelt sich das typische, leicht süß-säuerliche Aroma eines guten und ehrlichen Virginiaflakes , er brennt weder leicht heiß noch geht er schnell aus, mit einem Wort: gutmütig und gut!
Ganz entfernt lassen sich noch Noten des Liebstöckel erahnen, jedoch dominiert VA-Süße und ein nur ganz leicht herber Unterton...

Fazit:
VA - Flake Liebhaber und die , die es werden wollen sollten unbedingt zugreifen. Sehr empfehlenswert !

(04.02.2003)


Ingo Gebert

Der Germains Medium Flake ist ein weiterer Flake der Germain's reihe, welcher in Deutschland am Markt eingeführt werden soll. Nach dem Öffnen erblicke ich ein in mittleren Brauntönen Tabak, und ich meine eine dezente Aromatisierung erschnüffeln zu können. Im Gegensatz zu andern Flakes lassen sich die Scheiben bzw. Teile davon nicht komplett entnehmen, der Tabak pappte so zusammen, dass ich immer nur einzelne Tabakfasern abreißen und in die Pfeife einbringen konnte. Beim Anzünden bereitete das Pfeifenkraut keine allzu großen Probleme, und auch allzu häufiges Nachfeuern war nicht erforderlich. Nachdem die Füllung denn so richtig in Schwung kommt, kann ich eine Süße und Würze erschmecken, die für Virginias typisch ist, hinzu kommt noch einfruchtartiges Aroma, welches mich irgendwie entfernt an Pflaumen erinnert. Ganz unaromatisiert kommt der Flake meines Erachtens nach nicht daher. Dieses Geschmacksbild bleibt während des gesamten Rauchopfers über konstant. Die Zungenfreundlichkeit ist vollkommen in Ordnung, ich konnte diesen Flake problemlos ohne Zuhilfenahme von Hilfsmitteln rauchen, meine Zunge hat zu keinem Zeitpunkt protestiert.

Daumen waagrecht: Komplett überzeugt hat mich der Germains Medium Flake nicht, dafür fehlt ihm meiner Meinung nach noch eine Spur von "Pfiff", z.B. in der Form der Zugabe eines weiteren Würztabakes.

(15.09.2003)


Frank Nicolai

Die Dose Germains Medium Flake ist so alt, wie es den Tabak auf dem deutschen Markt gibt - sind also schon 1 1/2 bis 2 Jahre, die der Tabak liegt. Und ich denke, das tat dem Tabak gut.
Ich habe ihn damals einmal probiert und war von dem strohigen Geschmack enttäuscht. Davon ist keine Spur bei der Dose, die ich in nur wenigen Tagen fast aufgeraucht habe.

Wie meine Vor-Reviewer schon schrieben, der Tabak ist pitschenaß und man sollte meinen: unrauchbar. Aber merkwürdigerweise läßt er sich problemlos und relativ trocken bis zu einem winzigen Häufchen feiner Asche herunterrauchen.
Doch der Reihe nach: Der Flake kommt in einer länglichen, schmalen Flakedose daher, wie man sie von Erinmore kennt. Die Scheiben waren mal ohne Teilung übereinandergeschichtet. Allerdings ist es absolut unmöglich, eine Scheibe Flake zu entnehmen - der Tabak klebt so fest aneinander, dass ich den Tabak fadenweise entnehmen musste. Und die dabei enstandenen Tabakfäden sind sehr dünn und schmal (wie Feinschnitt, nur länger). Ich habe diese Fäden dann in die Pfeife gerollt, dabei nicht zu fest andrücken (ich vermute mal, dass der Tabak nicht glimmen kann, wenn er fest gestopft wird - einfach deshalb, weil er so naß ist.)

Es dauert ein Weilchen, ehe der Tabak über die gesamte Oberfläche glimmt. Hier braucht es ein wenig Geduld. Wenn aber, dann geht der Tabak nimmer aus und bleibt konstant (wenn auch schnell) im Abbrand bis zum plötzlichen Erlöschen der Glut.

Der Geschmack ist typisch für einen nicht ganz süßen Virginia: etwas rauchig, etwas säuerlich und erstaunlich mild zur Zunge. Trotz der Feuchte und trotz Weglassen von Filtern. Auch wenn der Tabak mal zu heiss wird bleibt die Zunge ungegrillt. Erstaunlich. Viel kann man zum Geschmack nicht sagen: er schmeckt wie viele andere VA-Flakes der mittleren Preislage. Was ihn auszeichnet ist seine geschmackliche Konstanz und sein zungenfreundliches Verhalten. Der Medium Flake belastet nicht (er ist auch vor dem Mittag problemlos verträglich) und schmeckt vom ersten bis zum letzten Zug tabakecht. Ein grundehrliche VA-Flake halt. Ein wenig erinnerte er mich an gute Zigaretten. Vor allem auch im Raumduft, der nur solange angenehm ist, wie der Rauch (oder das Zimmer) noch warm ist.

Fazit:
Im Gegensatz zum Latakia Flake aus dem selben Hause hat mich der Medium Flake überzeugt. Sicherlich ist das auch kein Highlight unter den VA-Flakes; aber ein grundsolider, grundehrlicher Tabak, der nicht mehr verspricht, als er halten kann.
Wer Tabake wie den Richmond Medium Navy Cut (der weniger säuerlich ist) oder den MB Virginia Flake (der spritziger und auch bissiger ist) mag, wird auch mit dem Germains Medium Flake gut bedient sein. Deshalb: 4 von 5 Punkten.

(17.01.2005)


Alex Neumann

Germain's Medium Flake kommt in einer rechteckigen Standard-Flake-Dose (längliche Bauform) daher. Angeblich soll er nicht aromatisiert sein, beim Öffnen der Doase kommen jedoch leichte Zweifel auf: Neben dem typischen Virginia-Düften entströmt der Dose noch was Fruchtiges. Im Gegensatz zu meinen Vorrednern würde ich allerdings weniger auf Pflaume sondern mehr auf Zitrusfrüchte tippen. Riecht auf jeden Fall angenehm frisch. Zur Optik: Der Tabak ist zwar unzweifelhaft gepresst, einzelne Scheiben kann ich aber nicht erblicken. Sieht eher aus, wie ein Block Tabak, bei dem einzelne dünne Tabakfäden in einer Richtung geordnet nebeneinander liegen. Die Fäden sind teilweise in hellerem, teilweise in dunklerem Braun.
Stopfen und anfeuern: Wo es keine einzelnen Scheiben gibt, kann man keine entnehmen. Ich zupfe mir also eine entsprechende Menge Tabakfäden von dem Block und stopfe sie eher wie eine Mixture. Die Feuchte ist an der oberen Grenze des grünen Bereichs. Trotzdem geht das Anzünden problemlos, ein bis zwei Streichhölzer und die ganze Oberfläche glimmt friedlich vor sich hin.
Rauchen: Raucht sich gut. Die angenehme Frische, die bereits die Nase erfreute, umscheichelt jetzt die Geschmaksknospen. Dazu gesellt sich eine gewisse Süße. Die Frage der Aromatisierung stellt sich erneut: Als reinen VA würde ich es nicht unbedingt bezeichnen, stark aromatisiert ist der Tabak aber auch nicht. Ich würde ihn als Grenzgänger bezeichnen: Ein VA mit einem Hauch von zusätzlichem Aroma. Auf jeden Fall sehr angenehm. Der Medium-Flake glimmt friedlich vor sich hin, neigt weder zum Ausgehen noch zum Heißrauchen. Einziger Wehrmutstropfen: Ganz ohne Kondensatentwicklung geht es nicht, aber nichts, was ein saugfähiger Pfeifenreiniger nicht problemlos schaffen würde. Gegen Ende: Nach der Hälfte bis zwei Dritteln legt der Tabak etwas zu, die Frische nimmt etwas ab und eine würzige Note gesellt sich dazu. Ist das Rauchopfer beendet verbleibt ein kleines Häufchen hellgrauer Asche in der Pfeife.
Nikotin: Vorhanden aber nicht gerade im Übermaß. Medium trifft es ganz gut. Für den Tagesbeginn ok, zum Verdauen würde ich aber doch eher zu etwas stärkerem greifen. Für die Mitraucher: Die Frische des Flavours und des Rauches findet sich leider in der Raumnote nicht wieder. Die ist irgendwo zwischen nichtssagend und nicht vorhanden anzusiedeln.

Fazit:
Der nächste Sommer kommt bestimmt. Jetzt im Winter wirkt er etwas deplaziert, außer man betrachtet Reisekataloge und ist in Gedanken irgendwo im sonnigen Süden. Mein Tip für alle, die einen nicht zu starken VA für warme sonnige Tage suchen.

(27.01.2005)

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