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Bulldog Medium Strength
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Bulldog |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia / Kentucky / Latakia |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | englisch aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Runddose |
| Preis: | 6,40 Euro |
Jörg Busack
erhältlich bei Dan Pipe http://www.danpipe.de
Das Mischungsbild der Mixture sieht sehr ungleichmäßig aus. Es variiert von goldbraun bis tiefschwarz. Die Mischung enthält leider auch ein paar Strünke. Es handelt sich hierbei eindeutig nicht um Flakeanteile. Aus der geöffneten Dose ist Latakiaduft (schwach) mit Aromatisierung wahrzunehmen.
Das Stopfen gestaltet sich für mich nicht einfach. Anfangs stopfte ich den Tabak zu fest, und das ging nicht gut. Man sollte ihn also vorsichtig und relativ locker stopfen.
Zum Anzünden, einer mit dieser Mixture gestopften Pfeife, benötige ich meist drei Zündhölzer. Schon unmittelbar bei den ersten Zügen schmecke ich ein spezielles Aroma und Latakia. Der Latakia bestimmt jedoch nicht den Geschmack der Mixture, sondern unterstreicht das spezielle Bulldog-Aroma und den Geschmack des Virginia.
Wer schon andere Bulldogs (außer Curly Cut) geraucht hat, wird den Geschmack mögen. Der Tabakgeschmack hat Ähnlichkeit mit dem Full Aromatic aus der gleichen Serie, wobei der Latakia dem Rauchgenuss mehr Würze verleiht. IMO besteht "Medium Strength" aus "Full Aromatic" plus Latakia. Wobei der Latakia das Aroma etwas (nicht unbedingt zum Nachteil ;-) verändert.
Wenn der Tabak nach einigen Zündversuchen erst mal glimmt, dann ist sein Abbrandverhalten tadellos. Der Tabak glimmt gleichmäßig bis zum Ende durch, erzeugt dabei weiße Asche und sehr wenig Kondensat.
Ich rauche den Tabak in großen Pfeifenköpfen und ohne Filter. Für kleinere und mittlere Füllungen ist er IMO wegen seiner Schnittart weniger geeignet.
Der Duft soll Ähnlichkeit mit Räucherstäbchen haben.
Fazit:
"Bulldog Medium Strength" ist zwar ein guter Tabak, aber nicht so leicht zu handhaben wie ich es gewohnt bin (Stopfen / Anzünden). Empfehlen möchte ich ihn für den Pfeifenraucher, der bis jetzt nur Aromaten geraucht hat, und mal einen Latakia probieren möchte. Den Latakia-Kenner wird er sicher nicht begeistern.
(14.11.2000)
Adrian Schmidtke
Den Bulldog MS habe ich mir aus reiner Neugier und Abenteuerlust, ohne jemals zuvor von ihm gehört zu haben, gekauft und - siehe da - innerhalb von einer Woche beinahe eine ganze 50g Dose geleert. Nach dem Öffnen der sehr knapp bemessenen Dose schlägt mir ein äußerst starkes Aroma entgegen, welches mich spontan an den "Reiner blau" und entfernt an den MB Plumcake denken lässt - sehr künstlich-fruchtig, fast seifig, mit ausgesprochen süßer Basis. Das Tabakbild ist sehr abwechslungsreich, mit einem hohen Anteil Black Cavendish.
Der Bulldog MS lässt sich trotz seines groben Schnitts problemlos stopfen und anzünden; bei der von mir verkosteten Dose kam mir der Feuchtigkeitsgehalt beinahe schon zu gering vor. Der Geschmack, der sich bereits während der ersten Züge im Mund breit macht, ist noch um einiges seifiger als der Geruch aus der frisch geöffneten Dose, aber - oh Wunder! - das schmeckt ja richtig gut! Sehr süß, sehr fruchtig und, schwer beschreibbar, "seifig". Künstlich, aber nicht unangenehm... ich bin erstaunt. Dieses Aroma hält bis zuletzt an, wird im letzten Drittel sogar noch ein wenig voller. Von der Stärke her halte ich die Einordnung "medium" für zutreffend, wobei die Stärke durchaus als angenehm zu bezeichnen ist.
Es empfiehlt sich, den Bulldog sehr langsam zu rauchen, da er bei zu hoher Temperatur doch ein wenig bissig wird. Dem Aroma tun aber auch ein paar heftige Züge keinen Abbruch. Der Raumduft ist eigenwillig, jedoch keineswegs unangenehm.
Ich bezweifele, dass der Bulldog MS überhaupt Latakia enthält; ich habe ihn zwar vom Geruch aus der Dose her schwach wahrnehmen, jedoch kaum herausschmecken können. Ebenso lassen sich die verwendeten Tabake selbst nur erahnen. Das satte Bulldog-Aroma wirkt diesbezüglich ziemlich erschlagend. Eigentlich dürfte mir dieser Tabak daher nicht zusagen. Er tut es trotzdem - und wie. Im Moment kann ich gar nicht genug von ihm bekommen.
Daher:
Daumen zu 3/4 nach oben! Man muss das eigenwillige Aroma mögen, dann ist es ein feiner Tabak. Für überzeugte Naturalisten ist dieser Tabak sicherlich nichts und auch in meiner persönlichen Hitliste vermag er unter den ersten drei Plätzen nichts zu ändern. Immerhin auf einen Platz unter den Top-5 hat er es auf Anhieb geschafft.
(05.10.2001)
Ingo Gebert
Im Dan Pipe-Katalog ist der Tabak wie folgt beschrieben: Beste helle Virginia-Provenienzen, Dark Virginias, tiefbrauner Kentucky und eine Sput schwarzen Latakias bilden die Basis. Hocharomatische Flakeanteile nach irischer Tradition, maßvoll hinzugemischt, geben dieser Mischung ein gefälliges Aroma, ohne den Tabakcharakter zu verfälschen und sorgen für den interessanten Duft. Der relativ kurze Schnitt fördert den langsamen Abbrand und sorgt für einen kühlen Rauch.
Beim Öffnen der Dose erblicke ich lange, dünne in verschiedene dunklen Brauntönen schimmernde Tabakfasern in der Dose. Ein aromatischer Geruch, der allerdings nicht zu intensiv, kräuselt sich aus der Dose um meine Nase. Diesen Geruch empfinde ich nicht als unangenehm, der Tabak lässt sich problemlos stopfen und in die Pfeife einbringen, und einmal in Brand gesetzt, brennt er gutmütig bis zum Ende durch, bis nur noch ein kleines Häufchen grauer Asche übrigbleibt. Das Aroma, welches ziemlich konstant bis zum Ende der Füllung anhält, ist für mich vom Geschmack her ein Mix aus einer Rum- und Fruchtaromen. Allerdings konnte ich keine besonderen Höhen und Tiefen feststellen, auch konnte konnten die Aromen nicht unbedingt ihre chemische Herkunft verleugnen.
Nach Auskunft meiner mit näher stehenden Umwelt rochen die ersten Rauchwolken nach Rasierwasser, ungestimmte Zustimmung fand die Raumnote somit nicht, denn es gibt ja auch billiges Rasierwasser...
Fazit:
Daumen waagrecht, Einen Aromaten den man durchaus rauchen kann, aber zur Gewohnheit wird er nicht unbedingt...
(20.12.2001)
Frank Nicolai
Der Bulldog Medium Strength war der letzten der alten Bulldog-Tabake, der mir in der Sammlung noch fehlte. (Der neue, Bulldog Sweet Irish cream, steht noch ungeöffnet im Vorratsschrank).
Schon beim Öffnen der Dose kommt einem die volle Ladung des Bulldog-Aromas entgegen. Dieser zeichnet die Serie aus - wobei allerdings der wunderbare Bulldog Curly dies völlig vermissen lässt. Das Tabakbild ist wunderschön: ein Spiel zwischen tiefschwarz und hellen Flocken vom Virginia. Dazwischen einige wenige Flake-Bruchstücke. Dass der Tabak Latakia-Anteile hat konnte ich kaum erkennen; weder im Geruch des Tabaks noch im Geschmack. Allerdings hat meine BH das im Geruch sofort wahrgenommen.
Beim Entzünden umspielt die Zunge von Beginn an das Bulldog-Aroma; eine Komposition zwischen Frucht und Seife. Wobei ich das Seifige kaum noch wahrnehme - zum einem habe ich drei, vier Pfeifen den Bulldoggen reserviert und zum anderen habe ich mich so sehr an das Aroma gewöhnt, dass es mich kaum noch an Seife erinnert. Das war - auch beim Formers Blend und -Flake - zu Beginn anders. Inzwischen kommt mir der BMS vor allem süß vor. Diese Süße ist hier beim BMS etwas mehr ausgeprägter als beim Mens Best Friend; der Flake ist von gänzlich anderem Charakter, was die Tabakmischung betrifft. Mich erinnert der BMS auch etwas an den Black Velvet aus dem Hause DTM, wobei jener um einiges würziger ist (was am höheren Latakia-Anteil liegen mag).
Der Abbrand des Tabak ist - trotz der wahrnehmbaren Tabakfeuchte - sehr gut. Es bildet sich zwar ein wenig Kondensat, aber das schreibe ich vor allem meinem zu schnellen Rauchen zu. Denn der Medium Strength gibt mir ein bisschen zu wenig fülligen Rauch. Ich zog kräftiger, weil mir die Rauchmenge oft nicht genügte, die der Tabak absonderte. Insofern ist der Name "medium strenght" eher irreführend, "mild strength" fände ich angemessener.
Trotzdem: er schmeckt mir immer wieder und ausnehmend gut. Zu seinem guten Geschmack kommen seine sehr guten Abbrandeigenschaften hinzu. Der Tabak glimmt zu einer grauen, leichten und feinen Asche herunter, in der einige wenige unverbrannte (wahrscheinlich BC) Krümel liegen.
Mir gefällt der Raumduft, den der Tabak verströmt, sehr gut. Ich habe ihn auch - trotz des Latakias - im Büro geraucht und bin damit nicht angeeckt.
Fazit:
Der Bulldog Medium Strength ist ein zwar leichter, aber sehr wohlschmeckender Tabak für den, der das Seifig-Fruchtige (wie sagt Björn?: florales) Aroma mag. Er reiht sich für mich ein in die Reihe der Tabake, zu denen ich immer wieder greifen werde - wobei ich jedoch den BMBF vorziehe, da er etwas kräftiger ist.
Ich mag den Tabak und ich empfehle ihn gern weiter.
(30.04.02)
Jan Gropp
Diesen Tabak erstand ich nach längerem Zögern in Bonn bei Wollsdorf, die eine kleine Auswahl an DTM-Tabaken führen.
Beim Öffnen der Dose steigt mir ein natürlicher Tabakgeruch in die Nase, dem ich aber unterschwellig eine Spur Anis zudichten möchte.
Das Tabakbild entspricht der Herstellerbeschreibung: ein Mix aus sehr hellem Virginia und sehr dunkelen Tabaken - laut Hersteller dunkler Virginia, Kentucky und Latakia.
Wo die Dose schon offen ist: schnell rein mit dem Tabak, der relativ trocken erscheint, in eine Meerschaum, angezündet und geschmeckt: der erste Zug scheint meine Vermutung mit dem Anis zu bestätigen, ab dem zweiten Zug aber ist dieser Hauch verschwunden. Dafür bleibt aber ein eher nichtssagender Tabakgeschmack - naturbelassen - ohne großartige Höhen und Tiefen übrig. Der Latakia ist nicht herauszuschmecken, man kann ihn nur noch erahnen, wenn man nochmals an der für ein paar Minuten offengelassenen Dose schnuppert.
Den BH-Tauglichkeitstest muß dieser Tabak erst noch über sich ergehen lassen.
Die zugeschriebene Medium-Stärke kann ich nur als etwas übertrieben gelten lassen, ich würde ihn eher als leichten Tabak einordnen.
Fazit:
Nix was ich haben muss, dafür hat er zuwenig Ausdruck. Die Dose wird noch zuende geraucht werden, aber das war's dann auch damit.
Was ich sonst rauche: Peterson Old Dublin, PH No. 148, US, Torben Dansk No. 6
(04.11.2003)
Anmerkung: Einige Daftler wunderten sich über dieses Review, da sie den beschriebenen Tabak anders in Erinnerung hatten. Möglich, dass falscher Tabak in der Dose war. (Nic)