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Merker (Leipzig) Merkers Mischung # 22
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Merker (Leipzig) |
| Hersteller: | Kohlhaase & Kopp (?) |
| Mischung: | Virginia, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture - Wild Cut |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Vanille, Rosenöl |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 100g Konservendose |
| Preis: | 14,50 Euro |
Daniel Wegehaupt
Der MM22 ist eine der Hausmarken der Sächsischen Pfeifenstube in Leipzig, deren Inhaber Lutz Merker mittlerweilen ca. 45 Tabakmischungen als Hausmarke anbietet.
Der Tabak wird in der Liste wie folgt beschrieben: Cavendish - Tabake aus verschiedenen Districts, versetzt mit einem Top-Flavour aus Vanille und Rosenöl. Leicht und angenehm zu rauchen.
Mischungsspiegel: Der Tabak gibt ein schönes Tag und Nacht - Bild, wobei die dunkle Nacht deutlich überwiegt. Der dunkelbraune und helle Virginia fügt sich harmonisch in und unter die Schwärze des BC. Die Mischung präsentiert sich im modernen Grobschnitt.
Der Geruch aus der Dose ist etwas bonbonhaft und süß, aber nie fruchtig, für Süßpanscher wie mich eigentlich sehr lecker.
Anzünden ist mit 2-3 Hölzern eigentlich kein Problem. Glimmt er erstmal gleichmäßig, ist nur selten einmal nachzufeuern. Der Geschmack beim rauchen entspricht dann auch dem ersten Eindruck: sehr süße Tabaknebel machen sich im Raum breit und nehmen diesen in Besitz. Neben der Vanille, als Grundierung sozusagen, schwebt im Vordergrund deutlich ein zuckriger Rosenölduft. Der Geschmack hat
wieder dieses bonbonartige Etwas. Von Tabakstärke und Nikotingehalt liegt der Tabak bei den leichten Gesellen richtig.
Geht die Pfeife aus, sollte man möglichst zügig neu anzünden. Längeres Warten bedeutet in diesem Fall immer Geschmacksverlust.
Auch zum Ende hin wird der Geschmack deutlich bitterer, so als ob sich reichlich Kondensat im Bodensatz befindet. (Putzer bereithalten!) Während sich die Vanille spätestens hier verflüchtigt hat, ist das Rosenöl nach wie vor präsent. Der Geschmack hat zu diesem Zeitpunkt einen Einschlag nach _Gartenarbeit_. Wer dies mag, der kann auch hier noch ruhig zuende rauchen, alle anderen rühren jetzt die Asche und die letzten Brösel mit dem Pfeifenspatel um (so wie ich) und begnügen sich mit den Eindrücken dieses duftigen Spaziergangs.
Geraucht habe ich ihn generell mit Stanwell AKF aus altgedienten Süßkrampfeifen mit nicht zu kleinen Köpfen.
Bezug über: http://www.pfeifenstube.de
Fazit:
Daumen waagerecht! Für einen Hochdaumen fehlen mir hier noch ein paar Punkte. Sicher ist der Nr. 22 auch kein möcht-ich-immer-rauchen-Tabak, aber als Abwechslung habe ich gerne hin und wieder eine Füllung geraucht, ohne den Tabak dann immer zwanghaft bis zum letzten bitteren Krümel rauchen zu wollen. Für Süßpanscher ohne Kalorienprobleme und zwanghafte bis-zum-Boden-rauch-Ambitionen sicher nicht der schlechteste Griff.
(15.02.2005)