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Mixture No 324 English Classic

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John Aylesbury Mixture No. 324 (english classic)

(Pfeifentabak)

Markenname:John Aylesbury
Hersteller:Virgina, Kentucky, Cavendish und Latakia
Typ:englisch aromatisiert
Verpackung:100 g
Preis:27,50 DM

Thomas Schoke

Der optische Eindruck ist positiv, die Mischung besitzt einen lebhaften Kontrast. Große helle Blatteile konkurrieren mit mittelbraunen "Broken Flake" Anteilen und mindestens einem schwarzen Tabak. Die Geruchsprobe ist schwierig, der Plastikbeutel verströmt fast mehr Geruch als der Tabak. Nach dem Ausleeren zeigt sich ein leichter Latakiaduft aber kein Top-Flavour. Entweder ist das Top-Flavour flötengegangen oder der Tabak besitzt keines und soll halbwegs naturbelassen wirken. Ok erste Pfeife gestopft - eine leichte, filterlose Bent von Savinelli aus der ich gelegentlich leicht aromatisierte Mischungen rauche. Der Tabak lässt sich gut entzünden, er glimmt willig und gleichmäßig. Das Geschmackserlebnis ist zunächst mal nicht aufregend. Der Tabak ist deutlich süß, die Mischung etwas aromatisiert. Ein Großteil des schwarzen Tabaks ist also nicht wie erhofft Latakia, sondern aromatisierter Black Cavendish. Der Geschmack ist undefinierbar, manchmal etwas malzig, manchmal eher schokoladig und etwas "Seasons Harvest"... Björn wird doch nicht...? Nein! Aber der Tabak könnte aus dem gleichen Hause stammen, die "Handschrift" ist nicht unähnlich. Wie gesagt die erste Hälfte der Füllung ist recht ausdruckslos, erst im zweiten Abschnitt kommt etwas mehr Substanz. Der Tabak ist sehr mild, süß, etwas aromatisiert, im Gesamteindruck aber dumpf und oberflächlich. Lutz Boden würde sagen: "eindimensional!". Wenig Volumen. Dafür ist er unkompliziert zu rauchen. Die Kondensatbildung ist erfreulich gering. Echter Tabakgeschmack kommt allerdings kaum durch. Die großen, lappigen Blatteile sind also Burley. Macht zusammen: etwas Zimbabwe Virginia, noch'n anderer VA, Burley, reichlich aromatisierter BC und drei Moleküle Latakia. Zweite Pfeife - eine filterlose R. Barbi. Hier entwickelt sich das Aroma noch weniger wie in der Savinelli. Die Pfeife scheint den Tabak nicht zu mögen und reagiert zickig. Vielleicht sind meine Geschmacksnerven inzwischen auch etwas abgestumpft für diese Geschmacksrichtung. Der erste Eindruck bestätigt sich: Der Tabak hat keine Höhen, keinen unverwechselbaren Charakter, keine Brillanz aber auch keine eindeutig negativen Seiten. Er wirkt etwas synthetisch: "blended by Zeitgeist" :-))) Aus der Barbi schmeckt der Tabak wie "aged" Seasons Harvest: ähnlicher Typus aber bei weitem nicht so penetrant.

Fazit:
Nix Besonderes. Den Tabak kann man durchaus rauchen aber Begeisterung stellt sich nicht ein. Ein dänische Durchschnittsmischung. Wie schon gesagt, keine Höhen, keine Tiefen. Wer hat den Tabak gemacht? Stanwell? Eher nicht! Tippe also eher auf ein NoName Produkt, irgendeine Hausmischung, eventuell DTM oder "Meiers XY-Mischung Nr XXX ... Vielleicht ist diese Probe der Versuch eines Herstellers naturbelassener Mischungen in den "aromatisierten Markt" einzusteigen....(Könnte man aus der Latakia / VA Grundmischung schließen)


Frank Nicolai

Ich habe die Probe sowohl mit als auch ohne Filter geraucht. Erstaunlicherweise erschmeckte ich dabei Unterschiede (erstaunlich?). Der Tabak hat ein vorherrschend dunkelbraunes Tabakbild und ist sehr feucht. Er bäumt sich beim Entzünden sehr auf und muss auch während des Rauchens öfter nachgestopft werden. Ich denke, dass der Tabak aus Virgina (ready rubbed und Quadratschnitt), Orientalen und einer kräftigen Prise Latakia zusammengemischt ist. Er lässt sich durch die verschiedenen Schnittarten trotz seiner Feuchte recht kühl rauchen. Im Rauch ist eine Süße im Hintergrund, die mir sehr gefällt. Ich nehme an, dass das die VA's sind, die dieses Aroma abgeben. Die Süße verbindet sich harmonisch mit der Rauchigkeit des Latakias. Das Gesamtaroma, dass sich mir beim Rauchen mit Filter besser erschließt, wird zum Ende der Füllung hin immer nuancierter - Etwas, das für Rattrays typisch ist. Der Tabak erinnert mich sehr an den Accountants, bei dem ich jedoch nicht dieses hellbraune Blattgut im Quadratschnitt in Erinnerung habe. (Leider habe ich keine Accountants da, um zu vergleichen.) Der Tabak ist nicht so stark wie Timms London Blend 1000 und bei weitem nicht so streng im Geschmack. Ich würde den Tabak als medium mit Hang zu full einschätzen.
Ein "all-day"-Tabak mit dem Zeug zum abendlichen Gute-Nacht-Rauchen. Meine Empfehlung hat er.


Wolf-Rüdiger Jürgens

Tabakbild: schwarz mit hellbraunen, breit gerissenen Anteilen
Bestandteile : VA, Black Cavendish, Latakia,Orient ?
Geruch: leichter Latakia Geruch
Stärke : eher leicht

Der Geschmack ist hell, leicht sauer, der Latakia übertönt nicht. Er hat ein wenig Komplexität aber nicht sehr ausgeprägt, ziemlich nichtssagend. Ich habe den Eindruck das man beim blenden sich nicht richtig entscheiden konnte, welcher Geschmack dabei nun rauskommen sollte. Der Abbrand ist sehr langsam und kühl daher vermute ich das auch Orientanteile vorhanden sind. Geschmacklich bleibt er bis zum Ende der Füllung konstant er wird eher besser. Bei diesem Tabak einen Tipp abzugeben ist nicht einfach, vielleicht eine dänische Mischung in der englischen Art.


Manfred Lüdke

Mischung: hellbrauner Virginia, Black Cavendish, dunkle Würztabake (Latakia), und Orienttabak (kein Perique)
Schnittbreite: Kombination von Wild Cut und Ready Rubbed Charakteristisch für den wilden Cut sind die unterschiedlichen Schnittarten der einzelnen Tabaksorten innerhalb dieser Mischung.
Farbe: helle mittelbraune und dunkle Töne dominieren und geben einen schönen Kontrast Aroma/Typ/Flavour: zungenmild und Aromafülle und rauchige Würze, kein erkennbares Top-Flavour
Stärke: leicht / mittel

Beim Öffnen der Verpackung riecht man den Latakia relativ schwach, und es riecht etwas modrig Keine Aromatisierung erkennbar. Das Anzünden kein Problem und das Brennverhalten ist unproblematisch, gleichmäßig glimmend, gutes Brennverhalten. Der Geschmack ist herrlich und ausgewogen, man merkt den Latakia. Die modrige Note ist im Geschmack nicht vorhanden. Die feine Süße der Virginias wird im Geschmack durch den Latakia gut im Zaum gehalten. Der Geschmack dieser Mischung verändert sich auch dann nicht, wenn die Pfeife zur Neige geht. Genuss bis zum letzten Zug. Auch bei erneutem Anzünden schmeckt der Tabak wie vor dem ausgehen, ist IMO bemerkenswert. Zur Raumnote kann ich nicht viel sagen, jedenfalls für mich ist es angenehm, würzig. Aber nichtrauchende Mitmenschen sehen das garantiert anders.

Fazit:
Ein guter Tabak ohne große Schwächen. Nicht aromatisiert, kein erkennbares Top-Flavour. Feine weiße Asche, kein Gesotter. Aus mittleren Pfeifenköpfen sollte man diesen Tabak rauchen. Ideal für den Raucher, der den typischen Pfeifentabak sucht. Wird in meinem Sortiment nicht mehr fehlen, wenn ich den Namen weiß!


Michael Karrengarn

Liegen beide Tabake in den ZipLocks nebeneinander, so könnte man bei rein optischer Betrachtung auf den Gedanken kommen, dass es sich bei den beiden Proben um ein und denselben Tabak handelt. Beide Tabake bieten ein buntes Mischungsbild mit eher dunkler Tendenz. Sie enthalten lange, ca. 4 mm breite, helle Virginia-Blattstreifen, kürzeres rotbraunes und dunkles bis schwarzes Blattgut. Bei genauerem Hinsehen enthält Probe No. 2 weniger hellen Virginia, sie erscheint insgesamt dunkler (rotbrauner) als Probe No. 1. Latakiageruch ist in beiden Proben wahrnehmbar, eine Aromatisierung kann ich nicht erkennen. Beide Proben sind auch von Geruch her sehr ähnlich. Probe No. 1 lässt sich problemlos stopfen und anzünden. Sofort nach dem Anzünden setzt sich ein Latakiageschmack in den Vordergrund. Der Tabak entwickelt auf der Zunge eine sehr rauchige Note, der Latakiageschmack überwiegt vollständig und lässt andern Nuancen keine Chance. Probe No. 1 brennt auch bei bedächtigem Ziehen stark auf der Zunge. Der Tabak hat insgesamt gute Raucheigenschaften, brennt sauber ab und übrig bleibt nur ein kleiner Rest grauweißer Asche. Ich würde den Tabak als leicht ohne eine Aromatisierung einstufen. Die Raumnote wurde latakiatypisch als nicht so angenehm empfunden.

Fazit: Eine leichte, eher langweilige Latakiamischung mit soliden Raucheigenschaften, die allerdings auf der Zunge brennt. Im herkömmlichen Schulnotensystem wäre in meinen Augen eine 4- angebracht.


Dieser Tabak wurde an 5 Mitglieder von daft geschickt, die nicht wussten, um welchen Tabak es sich handelt.

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