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Mixture No 325

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John Aylesbury Mixture No. 325

(Pfeifentabak)

Markenname:John Aylesbury
Hersteller:Kohlhase & Kopp für John Aylesbury
Mischung:Virginia, Maryland, BC, Perique
Schnittbreite:schmal und kurz bis mittel-lang
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht
Verpackung:100g Dose
Preis:28,00 DM, 14,32 EUR (Sept

Detlev Büscher

Die Mixture No. 325 gehört zur "Danish Classic"-Serie von John Aylesbury. Die durch einen Aufreiss- Metalldeckel und einen zusätzlichen Weichplastikdeckel verschlossene Dose ist für 100g Tabak ziemlich großzügig bemessen. Der Tabak ist locker, mit viel Luft und wenig Feuchtigkeit verpackt. Für einen Tabak dieser Art ist er optimal konditioniert und kann sofort nach dem Öffnen, ohne weitere Maßnahmen geraucht werden.
Die Mischung besteht in etwa gleichen Teilen aus hellen (Virginia) und mittelbraunen (Maryland) Tabaken, daneben finden sich noch wenige schwarze Fasern, das wird wohl im wesentlichen der Black Cavendish sein. Der Geruch aus der Dose ist sehr dezent und tabakecht. Wenn man der Fantasie freien Lauf lässt, kann man vielleicht noch eine hintergründige Kakaonote erahnen. Ich denke aber, es ist nur der Tabak, der so riecht. Keinesfalls spreche ich hier von einer Schokoaromatisierung. Was ist mit dem Perique? Tja, keine Ahnung. Jedenfalls erkenne ich nichts, das mich denken lässt: Ah, das kann nur der Perique sein. Insgesamt riecht der Tabak eher unauffällig, aber durchaus angenehm. Stopfen, Anzuenden und auch das Rauchen selbst, gelingen aufgrund des einfachen Schnitts und des Fehlens überflüssiger Feuchtigkeit problemlos. Vielleicht noch ein Wort zur Schnittbreite: Vereinzelt entdeckt man ein paar zusammenhängende Tabakfasern. Diese wirken fast wie kleine Flakestücke. Es sind jedoch zu wenige, um von ready-rubbed-Anteilen in der Mischung zu sprechen. Die Kondensatbildung ist im wesentlichen von der Rauchtechnik abhängig. Der Tabak hat eine leichte Neigung zum Heißrauchen, wobei dann auch einiges an Kondensat entstehen kann. Raucht man allerdings langsam und kontrolliert, bleibt die Temperatur im Rahmen und das Kondensataufkommen ist gering.
Während der ersten Füllungen war ich mit dem Geschmack nicht sonderlich zufrieden. Er war mir einfach zu unauffällig und langweilig. Später konnte ich mich etwas besser damit anfreunden, obwohl ich nicht behaupten kann begeistert zu sein. Im Grunde schmeckt der Tabak wie er riecht und ist auch ganz angenehm zu rauchen. Die Richtung dänisch-naturbelassen wird durch die Mixture No. 325 ganz gut repräsentiert, obwohl der Tabak sicher nicht jedem zusagen wird. Legt man großen Wert auf geschmackvolle Würze, wie man sie bei Latakiamixturen finden, oder auf eine mehr oder weniger dezente Aromatisierung, wird man mit dieser Mixture wohl nicht sonderlich glücklich werden. Passend zum Tabak ist auch die Raumnote, die mit sehr unaufdringlich und tabakecht beschrieben wurde. Von einem Filtereinsatz rate ich ab. Die Neigung zum Heißrauchen wird dadurch verstärkt, geschmacklich wird's noch uninteressanter. Wenn man die Rauchtemperatur im Griff hat, kann man die Mixture No. 325 auch als allgemeinen Einrauchtabak verwenden. Der Tabak ist recht mild, verbrennt leicht zu hellgrauer Asche und die Pfeife bleibt immer noch für jede Richtung verwendbar.

Fazit:
Hauptsächlich für Raucher mit Abneigungen gegen Aromatisierung, Latakia und Flaketabake. Für mich bleibt's wohl bei dieser einen Dose.

(17.09.2000)


Ingo Gebert

Der Tabak wird so beschrieben. "Helle, leichte Virginia-Tabake in Verbindung mit braunen Marylands und voll aromatischen Perique aus Louisiana bilden die Grundlage dieser Spezialmischung. Eine wohl abgestimmte Dosierung mit dunklem Black Cavendish ergibt eine unaufdringliche Süße und trägt zur Abrundung dieser feinen voluminösen Mischung bei."
Nach dem Öffnen der Dose konnte ich einen Geruch wahrnehmen, der mich leicht an Sauerteig erinnerte. Von einer Aromatisierung kann man bei diesem Tabak also nicht ausgehen. Bei diesem Tabak brauchte ich ein paar Pfeifen, um mich langsam an seinen Geschmack heranzutasten, bei den ersten Füllungen schmeckte ich fast nichts. Danach konnte ich eine dezente Virginasüße entdecken, und vielleicht ganz versteckt im Hintergrund etwas Perique. So erging es mir dann auch bei den anderen Füllungen, der Tabak raucht sich ohne allzu große Höhen oder Tiefen. Irgendwie fehlte mir die Würze, wie ich sie z.B. bei Peter Heidkamp's Virgina & Perique Mischung habe, und auch der aufeinander "abgestimmte" Geschmack, wie ich ihn beim Irish Oak vorfinde. Eines muss man den Tabak lassen, dies hat auch Detlev Büscher festgestellt, der diesen Tabak vor mir beurteilt hatte, er hat gute Brandeigenschaften. Einmal angesteckt, brennt er gleichmäßig ohne große Kondensatbildung zum Ende durch. Mit diesem Tabak kann man gut Pfeifen einrauchen bzw. bei nicht zufriedenstellenden Cakes deren Bildung unterstützen.

Fazit:
Daumen waagrecht, vom Geschmack her nicht der große Hit, aber als "Einrauchhilfe" brauchbar...

(06.02.2002)

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