Mac Baren Mixture Scottish Blend
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Mac Baren |
| Mischung: | Virginia, Burley, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Navy Cut |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 Gramm |
| Preis: | 11,20 Euro |
Wolf-Rüdiger Jürgens
Es fällt mir nicht leicht meinen derzeitigen all-day-smoke einigermaßen objektiv zu reviewen. Da aber unsere Reviews sowieso sehr subjektiv sind und auch nur einen augenblicklichen Zustand beschreiben können, hoffe ich das trotzdem ein "brauchbares" Review zu Stande kommt .
Zuerst die Beschreibung des Herstellers: A mild and lightly aromatic Scottish Blend, manufactured from ready rubbed, matured Virginia tobaccos and golden brown Burley grades, Cavendish and loose, ripe Virginia. Mixture is one of the most popular pipe tobaccos in the world, and is the leading brand tax free. A position which Mixture has been able to maintain through decades.
Beim öffnen der Dose bietet sich ein interessantes Tabaksbild dar, die Farben reichen von Gold über Braun bis tiefstes Schwarz. Der Anteil an leicht bräunlichem ready rubbed Virginia ist deutlich mehr als 2/3. Die anderen Tabake geben interessante Farbtupfer.
Sofort strömt einem das Honigaroma entgegen, das typisch ist für so viele Mac Baren Blends. Ich empfinde es als sehr angenehm. Der Tabak ist ziemlich gepresst in der Dose, so dass Auflockern vor dem Stopfen angesagt ist. Danach lässt sich die Mixture sehr leicht stopfen, die Größe der Pfeife ist nicht sehr entscheidend, ich habe ihn in allen mir zur Verfügung stehenden Pfeifengrößen probiert, ohne Probleme zu entdecken. Wegen des hohen Anteils an ready rubbed Tabak sollte man aber schon eine mittlere bis große Pfeife bevorzugen. So kann sich der gepresste Tabak auch besser entfalten.
Das Anzünden ist absolut problemlos, selten war mehr als ein Streichholz notwendig. Der Abbrand ist das Beste was mir bis jetzt begegnete, absolut problemlos und kühl glimmt der Tabak bis zum Ende. Es bleibt sehr wenig weiße und hellgraue Asche übrig. Auch ein 2. Anzünden war selten notwendig. Wenn dann war ein erneutes Anzünden wohl mehr meiner Unaufmerksamkeit geschuldet.
Der Geschmack ist tabakecht und würzig, der Honig ist deutlich zu schmecken. Ich ertappe mich des öfteren das ich mir den Rauch in die Nase fächele, so gut gefällt mir der Geruch der Mixture. ;-) Deutlich mehr als 200gr habe ich so in den letzten 3 Wochen von der Mixture geraucht, er hat sich richtig zum all- day-smoke entwickelt. Wie erkennt man einen all-day-smoke ? Nun ich denke wenn man immer wieder unbewusst zu ihm greift. Mir geht es jedenfalls so, nach der Arbeit nach Hause kommen, Tasche in die Ecke, was rauche ich jetzt ? Der Griff zur Mixture war/ist fast obligatorisch. So ähnlich ging es mir mit Rattray´s Accountants auch, nur im Moment (Jahreszeit ?) mag ich Latakia nicht so sehr. Das kann im Winter wieder ganz anders sein ;-)
Fazit:
Die Mixture ist allen zu empfehlen die nicht gerade eine Abneigung gegen Honig haben und einen leichten aber dennoch würzigen und rauchigen Pfeifentabak bevorzugen.
(28.5.2000)
Detlev Büscher
Die Mixture von Mac Baren kann mit gutem Gewissen als ein echter Klassiker in der Welt des Pfeifentabaks betrachtet werden. Der Tabak ist schon sehr lange Zeit auf dem Markt und fast überall zu bekommen. Der Preis und die gebotene Tabakqualität stehen in einem guten Verhältnis.
Hat man schon ein paar Mischungen von Mac Baren verkostet, verbindet man mit diesem Namen i.d.R. ein deutliches Honigaroma, auch wenn die neueren Kompositionen teilweise von dieser Richtung abweichen. Bei der "Mixture" ist es jedenfalls in fast schon brutaler Ausprägung vorhanden. Mich erfüllt das Poucharoma mit einer gewissen Vorfreude wenn ich mir eine Pfeife mit diesem Tabak stopfe. Ich finde den Duft sehr angenehm, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass es für manchen zuviel des Guten ist.
Das Tabakbild erstreckt sich von honiggelb über mittelbraun bis schwarz, Wobei der BC-Anteil aber recht niedrig ausfällt. Ein Grossteil des Tabaks besteht aus ready-rubbed Flakestückchen, der Rest ist schmal und teilweise auch ziemlich kurz geschnitten.
Die "Mixture" sollte lockerer gestopft werden als andere Tabake, da sie im Rauchverlauf deutlich an Volumen gewinnt. Bei den ersten beiden Füllungen hatte ich nach etwa 30 Minuten mit einem zu hohen Zugwiderstand zu kämpfen, so etwas war mir schon seit etlichen Jahren nicht mehr passiert. Wenn man's aber erst mal weiß, ist es kein Problem mehr. Der Tabak gerät gut in Brand, die Pfeife lässt sich leicht in Betrieb halten und zu Ende rauchen. Auch das Kondensataufkommen ist erfreulich niedrig.
Der Geschmack ist sehr stark von der Honigaromatisierung beeinflusst. Der Vergleich mit dem Duft eines frischgebackenen Kuchens gefällt mir ganz gut, auch wenn ich nicht selber darauf gekommen bin. Auffallend ist der extrem süße Geschmack, den der Tabak im Mund hinterlässt. Auch längere Zeit nach Beendigung der Pfeife ist er immer noch spürbar. Als ich einmal zwei 2+ Stunden-Pfeifen hintereinander rauchte, hatte ich die letzte Stunde das Gefühl, ich würde mir permanent mit einer hochkonzentrierten Zuckerlösung den Mund ausspülen. Auch der Geschmack von gleichzeitig genossenen Getränken wird dadurch beeinflusst. Raucht man nach der "Mixture" eine Pfeife mit einem anderen Tabak, kommt einem dieser sehr viel süßer vor als er eigentlich sein dürfte. Wenn man's liest scheint das nicht besonders schlimm zu sein; wenn man's raucht schon... Beispielsweise veränderte sich der Geschmack von Accountants und von Three Nuns durch eine vorher gerauchte Pfeife mit Mac Baren Mixture derart zum Nachteil, dass ich, als ich die Ursache des Phänomens erkannt hatte, ein ähnliches Szenario in Zukunft zu vermeiden trachtete. Ich greife nur noch zur "Mixture" wenn ich am gleichen Tag nichts anderes mehr rauchen will.
Die Raumnote wurde als sehr intensiv aber angenehm beschrieben. Teilweise wurde über ein kratzendes Gefühl im Hals, in einen Hustenreiz übergehend, geklagt. Das sollte man aber nicht überbewerten; andere Raumnotentester konnten nichts derartiges feststellen. Anfangs bemerkte ich diesen Effekt auch bei mir, nach ein paar Füllungen blieb er allerdings aus.
Obwohl Mac Baren Mixture mit einem intensiven Honigaroma versetzt ist, kann man diesen Tabak nicht mit den typischen, modernen Aromaten vergleichen. Trotz enormer Süße hat man nicht das Gefühl irgend etwas Künstliches zu rauchen. Hinzu kommt, dass die Pfeife vom Anfang bis zum Ende schmeckt.
Fazit:
Schön, dass es solche Tabake gibt. Alles andere ist Geschmacksache.
(26.06.2000)
Björn Hollensteiner
Mc Barens Mixture Scottish Blend ist einer der Tabake, die schon jahrzehntelang nahezu unverändert auf dem Markt sind und sich weltweit einer großen Anhängerschaft erfreut. Man mag sogar so weit gehen, dass er als einer der "der" Referenztabake der traditionellen "dänischen" Geschmacksrichtung gelten kann, bei der gute, mittelkräftige Virgina-Burley-Black Cavendish - Mischungen mit einer dezenten, untermalenden "Mono"- Aromatisierung versehen sind. Ganz unbestritten hebt sich diese Art der Tabakkomposition von der "modernen" deutsch-dänischen Modeerscheinung ab, möglichst leichte, nikotinarme und "poly"-aromatisierte Mischungen zu kreieren.
Ich habe die Mixture schon ein mal vor zweieinhalb Jahren für längere Zeit geraucht und bin auch durch sie von den letztgenannten Tabaken abgekommen. Nun führte die edle Spende von Dirk Schimowski dazu, dass ich erneut die Mixture genießen konnte. Es handelt sich um eine Mischung aus Ready-Rubbed Virginia Flake, mit einem Anteil Burley und eher wenig Black Cavendish. Vorherrschend ist ein kräftigbraunes Bild, welches von den Ready-Rubbed-Flakestücken dominiert wird. Der Tabak duftet einigermaßen intensiv nach dem typischen Honig Flavouring, welches Mac Baren oft verwendet. Insgesamt entsteht ein für meine Begriffe leckerer Dufteindruck.
Die Ready Rubbed Form erleichtert das Stopfen, einfaches Einfüllen mit nur wenigem Nachstopfen führt zu einem guten Zugverhalten. Auch Anzünden und Anrauchen gestaltet sich so problemlos. Ich habe den Tabak früher nur mit Filter geraucht, und meine Erinnerung vermerkt einen rauchigen Duftton, der von der Honigsüße dominiert wird. Damals wurde ich dieser Honignote nach einiger Zeit überdrüssig, so dass andere Tabake an die Stelle der Mixture traten. Nun rauche ich die Mixture nur ohne Filter und das Geschmacksempfinden hat sich signifikant geändert.
Bei gemütlichem, langsamem Rauchen entwickelt die Mixture eine Geruchsnote, die vielschichtig und aromenreich ist, und die vor allem nicht mehr vom Honig dominiert wird. Offenbar gelingt es dem Filter bei der Mixture nicht nur, Kondensat und Nikotin zu absorbieren, sondern auch das durchaus vorhandene Tabakaroma. So ergibt sich für mich die provokante Frage: Ist die Mixture vielleicht deshalb noch heute in Deutschland so beliebt? Die Qualität der Virginias kommt meines Erachtens zwar nicht an die reinen Virginia- Flakes und Plugs aus dem Hause Gawith heran, kann sich aber geschmacklich in jedem Fall sehen lassen. Der Abbrand verläuft ohne große Probleme, wie immer bei guten Tabaken führt besonders das langsame Rauchen mit häufigerem Nachzünden zu den zufriedenstellensten Ergebnissen. Die Raumnote ist laut Auskunft von Bekannten angenehm. Die Stärke schätze ich als medium ein. Bei Mc Baren scheint es empfehlenswert, die Tabake nach dem Kauf zu öffnen und dann zirka drei Wochen in der geschlossenen Dose stehen zu lassen. So kann der Tabak noch nachreifen und etwas Feuchtigkeit verlieren.
Fazit:
Ein empfehlenswerter Tabak! Eignet sich hervorragend als Mischung für jede Gelegenheit. Man kann sie sowohl morgens nach dem Frühstück, tagsüber als auch abends vor dem Kamin genießen. Bevor ich jemandem einen der Hochlanz-Schmuckdosen-Tabake von Stanwell empfehlen würde, sollte dieser in jedem Fall erst mal einen der "alten" Mc Baren-Tabake wie Mixture, Plumcake oder Club Blend probieren. Hier bekommt man noch Tabak für sein Geld, der auch danach schmeckt, und das sehr preiswert.
(04.09.2000)
Frank Nicolai
Ich kenne die Mixture schon so lange, wie ich Pfeife im zweiten Anlauf rauche. Nach meiner Hoch-Zeit der sehr süßen Tabake a la Danish Black Vanille begann ich mit den Mac Baren Tabaken Virginia No. 1 und Mixture die Welt der Naturbelassenen Tabake zu erforschen. Während ich dem erstgenannten etliche Zeit meiner Anhängerschaft und viele Pfeifenfüllungen gönnte, konnte ich dem zweiten nicht viel abgewinnen. Er war mir viel zu "honiglich", zu zungenbissig, zu heißrauchend.
So habe ich nun eine länger Zeit einen großen Bogen um diesen Tabak gemacht. Zu Unrecht, wie ich jetzt weiß. Als ich kürzlich bei meiner Dealerin war und 10 Mark mehr dabei hatte, als für die Pfeifenreiniger notwendig waren, die ich kaufen wollte, sah ich den Tabak im Regal liegen. Eingedenk dessen, dass mein Lieblings-Mit-Daftler den Tabak sehr mag, kaufte ich einen Pouch. Zu hause angekommen, riss ich das Päckchen auf.
Da war er wieder! Der als typisch beschriebene Honig-Duft, der Mac Baren Tabaken zu eigen ist. Jedoch: es war mir kein Gräuel, die Nase tief im Tabak zu versenken und den Geruch einzuatmen. Eine Pfeife für Naturbelassene Mischungen aus dem Schrank gerissen, gestopft und angezündet und gespannt gewartet, was meine Zunge dem abzugewinnen bereit ist; die Noträumung vor Augen. Doch dann die Überraschung: Hemmt, der Tabak schmeckt gut. Viel weniger süß, als in meiner Erinnerung; viel rauchiger im Geschmack als es mir damals erschien. Und: absolut zungenfreundlich. Soviel macht es aus, wenn man im laufe der Zeit lernt, Tabak richtig zu stopfen, richtig (nämlich langsam) zu rauchen und die Geschmacksnerven trainiert, auf dass sie Nuancen erschmecken können.
Die Mixture ist ein fast naturbelassener Tabak, dem eine gewissen Honigsüße natürlich nicht abzusprechen ist. Der Honig untermalt jedoch den Tabakgeschmack nur, ohne ihn zu erschlagen. Dies jedoch auf eine ganz andere Art als es beim Larsen 50 der Fall ist: hier ist das Aroma fast dem Tabak gleichzusetzen; bei der Mixture jedoch schmecke ich Tabak *und* Aroma heraus.
Er brennt problemlos und kondensatfrei, ohne Zungenbrennen und kühl ab bis auf einen Rest grau-weiße Asche, die sehr fein ist und somit gut geeignet, neue Pfeife einzurauchen. (Dies umsomehr, als dass kein Cross-Over zu befürchten ist.)
Fazit:
Inzwischen habe ich den Tabak fast aufgeraucht; habe ihn sowohl mit als auch ohne Filter geraucht und bin sehr erfreut darüber, dass es mich noch einmal zu ihm trieb. Die Mixture ist weltweit fast überall erhältlich und es ist gut, zu wissen, dass man selten in Tabaknot kommt, selbst in der Diaspora nicht. Er könnte zu einem All-Day-Smoke (weil bürotauglich) werden, da auch die Raumnote sehr angenehm ist. Alles in allem erhält die Mixture Scottish Blend ein "Empfehlenswert".
(08.11.2000)
Ingo Gebert
Sinngemäß übersetzt wird der Tabak wie folgt auf der Verpackung beschrieben: " Mixture - Schottische Mischung. Eine schottische Mischung hergestellt aus fertig aufgeriebenen, gereiften Virginias und braun- goldenen Burley-Tabaken, zu denen Cavendish und lockere, gereifte Virginias hinzugefügt wurden. "Mixture ist eine milde und leicht aromatisierter Tabak - und einer der beliebtesten Tabake von Mac Baren."
Nach dem Öffnen des Tabaksbeutels erblicke ich Flakestücke, welche sich mit hellen und dunklen Tabakfäden unterschiedlicher Schnittbreite zu dem Gesamtbild des Tabaks vermengen. Die Geruchsprobe ergibt einen durchaus intensiven Honigduft, gepaart mit einem tabakechten Aroma. Der Tabak lässt sich ohne große Probleme in die Pfeife einbringen, und einmal angezündet, brennt er gutmütig bis zum Ende der Füllung vor sich hin. Bei den ersten Zügen dominiert noch der Geschmack des Honigs, allerdings längst nicht so intensiv wie der Geruch es vermuten lässt. Dann allerdings nehme ich einen alkoholischen Geschmack wahr, der mich nicht an ein Whiskyaroma erinnert, sondern eher an einen billigen Fusel. Gelegentlich bilde ich mir ein, ein metallischen Beigeschmack herauszuschmecken. Zum Ende der Pfeife hin treten diese Aromen zur Seite und räumen dem Tabakgeschmack etwas mehr Platz ein. Aber von genussvollen Rauchen würde ich bei diesem Tabak nicht unbedingt reden.
Fazit:
Daumen runter, mich hat dieser Tabak, wie der Plumcake von der gleichen Firma wahrlich nicht begeistern können...
(12.06.2002)
Frank Nicolai
Die Mac Baren Mixture wird kurzzeitig (Herbst 2002) in einer als Replik ausgeführten Dose angeboten. Der Tabak enspricht der aktuellen Mischung.