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Mac Baren Mixture Scottish Blend Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Mac Baren |
| Mischung: | Virginia, Burley, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Honig |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 gr. Rechteckdose |
| Preis: | 14,60 Euro |
Alex Neumann
Der Urlaub steht vor der Tür. Wie üblich werden auch die Pfeifen eingepackt, die wollen ja schließlich auch mal einen Tapetenwechsel. Doch dann der große Schreck beim Blick auf die Tabaksvorräte: Nichts da, was geeignet wäre, um auf dem Motorrad 2 Wochen durch Frankreich kutschiert zu werden. Vor der Fahrt ist also noch ein Besuch beim Tabakhändler angesagt.
Dort sticht mir eine rechteckige Dose im Design der Mac Baren Mixture ins Auge, steht aber Mixture Flake drauf. Die Verkäuferin erklärt mir, das es sich um die altbekannte Mixture als Flake handelt und er mir sicherlich schmecken würde. Da ich als gut erzogener Stammkunde auf die Verkäuferin höre, packe ich gehorsam die Dose in den Tankrucksack und düse gen Frankreich.
Am ersten Abend wird zunächst einmal die Herstellerprosa studiert:
"Virginia, Burley und der orginal Mac Baren Cavendisch sind die Basis dieses Flakes. Sorgfältig gepresst, gelagert und in Scheiben geschnitten ist dieser einmalige, langsam brennende und leicht aromatisierte Flake ein Begleiter für den ganzen Tag" (sinngemäß übersetzt).
Naja, da man auf dem Motorrad schlecht Pfeife rauchen kann, wird es wohl nichts mit der Begleitung für den ganzen Tag aber, soviel sei vorweg genommen, als Abendbegleiter macht er sich auch nicht schlecht.
Öffnet man die Dose, wird die Nase zunächst mit dem bekannten Honigaroma umschmeichelt. Soweit schon mal ein typischer Mac Baren. Die Flakescheiben vom Format 7 X 3,5 cm liegen in 2 Reihen sauber gestapelt in der Dose. Das überwiegende Braun wird mit interessanten Farbtupfern von Gold bis Schwarz aufgelockert.
Die einzelnen Scheiben lassen sich problemlos entnehmen und entweder aufgerubbt oder nach der "Knick-falt-reinschraub"-Methode in die Pfeife stopfen. Das Anzünden ist genau so problemlos wie das Stopfen. Ein bis zwei Streichhölzer und die Oberfläche glimmt. Sofern man nicht vergisst, gelegentlich an der Pfeife zu ziehen und ab und zu mit dem Stopfer im Pfeifenkopf ein wenig Ordnung zu schaffen braucht man auch nicht nachfeuern. Auch die Pfeifenreiniger können getrost in der Tüte bleiben, die Kondensatentwicklung ist recht gering. Die anderen "technischen" Disziplinen wie Neigung zum Heißrauchen, Verhalten beim Wiederanzünden, Bissigkeit zur Zunge ... werden von der Mixture Flake ebenfalls ohne Fehl und Tadel absolviert.
Kommen wir zum wesentlichen Punkt, dem Geschmack. Am Anfang ist mir persönlich, wie bei vielen Mac Baren Tabaken, das Honigaroma ein wenig zu intensiv und erschlägt alles andere. Das gibt sich aber nach wenigen Minuten, danach entwickelt sich ein recht interessantes Spiel mit der Süße des Honigs auf der einen Seite und der Würze des Tabaks auf der anderen Seite, wobei ich persönlich den Eindruck habe, das der Flake etwas würziger schmeckt als die "orginal" Mixture. Es erinnert ein wenig an den tiefschwarzen Tannenhonig, den man am besten irgendwo im Schwarzwald direkt beim Imker kauft. Dieser Geschmack bleibt konstant bis sich der letzte Krümel Tabak in ein hellgraues Aschehäufchen verwandelt hat.
Der Nikotingehalt ist im Mittelfeld, so das man ihn, vielleicht aus einer kleineren Pfeife, schon nach dem Frühstück rauchen kann, aber auch nach einem opulenten (französischem) Menü hat man nicht den Eindruck, das nur heiße Luft aus dem Mundstück quillt.
Die Raumnote ist zwar nicht unbedingt der Ladykiller wird aber als angenehm empfunden.
Fazit:
Für Motorradfahrer und andere, die mit wenig Gepäck verreisen, sehr geeignet. Die Dose nimmt nicht viel Platz ein, man muß nur wenige Streichhölzer und Reiniger einzupacken und Dank des mittleren Nikotingehaltes muß man keine zwei Tabake mitnehmen. Aber auch in der vom Hersteller favorisierten Disziplin, als All Day Smoke, kann der Mixture Flake überzeugen. Wer die Mixture Scottish Blend gerne raucht, sollte den Flake unbedingt probieren.
(08.06.2005)
Frank Nicolai
Es mutet fast lächerlich an, wenn ich diesen Bruder-Tabak meiner geliebten Mixture beschreiben möchte. Hier kann eigentlich ja nur ein Lobgesang herauskommen...
Und kommt.
Viel anderes als zur Mixture ist kaum zu sagen. Nur dass sich der Flake noch langsamer raucht, das Honigaroma etwas dezenter ist und der Tabak mir etwas bekömmlicher vorkommt. Bei der Mixture habe ich es an einigen Tagen schon erlebt, dass ich das Nikotin spürte; beim Flake ist mir das nicht passiert.
Was mir persönlich am meisten behagt ist, dass sich der Flake sehr kühl rauchen läßt und auch noch kurz vor dem Erlöschen richtig gut schmeckt (fast am Besten). Er glimmt sehr langsam und so sollte man sich seine Pfeife wirklich nur dann stopfen, wenn man viel Zeit hat, sie zu rauchen. Mit meiner Siena 320KS komme ich problemlos auf 2 Stunden Rauchvergnügen - und das, obwohl ich ein bekannter Schnellschmaucher bin.
Meist hab ich den Flake ohne Filter bzw. mit Papierfilter geraucht. Inzwischen kommt er mir - genau wie die Mixture - mit Aktivkohle oder Meerschaumfiltern etwas langweilig vor. Zumal die rauchige Grundnote nur zu erschmecken ist (für mich), wenn der Rauch ungefiltert die Zunge und die Nase erreichen.
Fazit:
Wer die Mixture mag wird den Flake lieben.
(24.10.2005)