zurück
John Aylesbury Montgolfiere
(Pfeifentabak)
| Markenname: | John Aylesbury |
| Hersteller: | Made in Denmark (für John Aylesbury- Gruppe) |
| Mischung: | VA, Burley, BC |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 100 g Schmuckdose |
| Preis: | 24,50 DM / 12,53 € |
Frank Nicolai
Ich zitiere den Originaltext: "Virginia, Burley und Maryland in verschiedenen, attraktiven Schnittbreiten werden hier zu einer Mischung vereint. Weicher Black Cevendish und hochwertige Curly Cuts unterstreichen die Exclusivität dieser Mixture. Das Aroma aus Schokolade, Früchten und Vanille vermittelt eine angenehme Raumnote und ein mides Genußerlebnis."
Dass ich einen Tabak der hellen Seite rauche und nun sogar beschreibe liegt daran, dass ich bei Pollner in Bünde an der geöffneten Dose des Montgolfiere schnuppern konnte und mich der Geruch ungemein an meinen Lieblingstee erinnerte. So war es kein schwerer Entschluss, den Tabak zu kaufen.
Dem Auge bietet der Tabak ein abwechslungsreiches, wenn auch farblich nicht spannendes Bild. Der Tabak besteht aus verschiedenen Schnittbreiten und Arten; es sind readdy rubbed Anteile und sogar Curlys in der Mixture aus verschieden breit geschnittenen Tabaken auszumachen. Die Grundfarbe ist ein blondes Braun. Der Geruch erinnert sehr an Karamell-Tee - setzt sich aber bei genauerer Prüfung aus Vanille und Früchten zusammen. Die oben erwähnte Schokolade kann ich weder erriechen noch erschmecken.
Der Tabak lässt sich sehr leicht stopfen und hat wegen der verschiedenen Schnittbreiten auch einen zufriedenstellenden Abbrand. Nach dem Rauchen bleibt ein wenig grau-weiße Asche mit dunklen Resten übrig.
Den Geschmack beherrschen die Früchte - man meint, einen bunten Obstsalat zu rauchen. Ich kann nicht entscheiden, um welche Früchte es sich handelt; die Mischung der Aromen ist jedoch gelungen. IMO ist nicht sehr viel vom Tabak zu erspüren - das Aroma bleibt bis zum letzten Krümel erhalten; was positiv auffällt. Zum allerletzten Ende hin neigt der Tabak ein klein wenig zur Bitterkeit - das kommt IMO von den doch recht reichlichen Kondensaten her, die man dann mitraucht. Es ist also nicht falsch, den Tabak nicht ganz bis zum bitteren Ende (im wahrsten Sinne) zu rauchen.
Wichtig zu wissen ist: Der Tabak neigt bei zu starkem Rauchen leicht zum Brennen auf der Zunge - da er jedoch nicht zu den ganz leichten gehört, besteht diese Gefahr jedoch nicht unbedingt für den erfahrenen Raucher.
Fazit:
Für den Freund des aromatisierten Tabaks sicherlich mehr als eine Empfehlung. Naturliebhaber sollten die Finger von dem Tabak lassen - er ist bei weitem nicht so dezent aromatisiert wie Larsens No. 50 - Manfred A. vergleicht ihn eher mit dem Vauen Jubiläumstabak und mit Michael Apitz schwarz von DTM. Abschließend möchte ich noch bemerken, dass es nicht schlecht ist, wenn man dem Tabak eine eigene Pfeife gönnt - er ist noch lange nachzuschmecken.
(15.5.2000)
Manfred Arenz
Der Montgolfiere von John Aylesbury ist seit Langem einer meiner Stammtabake:
Er enthält Curly Cuts (selten heutzutage), schmeckt und duftet im Raum genau so wie er aus der Dose riecht, ist relativ einfach zu handhaben und brennt gut ab.
Die bei frischem Tabak mittelprächtige Kondensatbildung (vor Allem im unteren Bereich des Brennraums) kann man durch etwas lüften reduzieren, der Preis ist nicht der günstigste, jedoch ist er bei Kauf des 100g Nachfüllbeutels auch nicht jenseits von Gut und Böse.
Fazit:
Ein angenehmer, auch von den Raucheigenschaften her gutmütiger Aromat mit sympathischem Aroma, welches mich an Vanille, Karamell und Früchte erinnert.
Natürlich nichts für Hardcore-Naturalisten, aber für den Aromafreund, der auch die Nasen der Mitmenschen erfreuen will und dabei trotzdem nicht auf Geschmack verzichten will.
(18.10.2002)