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G.L. Pease Montgomery
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Greg Pease / Cornell&Diehl |
| Mischung: | Virginia, Dark-fired Kentucky |
| Schnittbreite: | überwiegend 4 mm, einige ready-rubbed-Anteile |
| Typ: | englisch aromatisiert |
| Flavour: | |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | |
| Preis: | |
Björn Hollensteiner
Beim Montgomery handelt es sich um einen Tabak aus der "Fog-City"-Serie von Greg-Pease, die überwiegend aus recht Latakia-lastigen Tabaken besteht. Unbestritten wird man Greg zu den Tabakblendern zählen dürfen, die in den letzten Jahren die innovativsten Tabake auf den Markt gebracht haben, wobei Greg kompromißlos auf Qualität setzt. Mir ist nicht ganz klar, ob "Fog-City" als Anspielung auf London zu verstehen ist, oder auf San-Francisco, dessen alter Stadtplan die Dose ziert.
Jedenfalls dürfte sich der Name des Tabaks auf Sir Bernard Montgomery, Viscount of Alamein (kurz: "Monty") beziehen, einesm namhaften britischen Generals des zweiten Weltkriegs, der zusammen mit Ike Eisenhower als Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte den faschistischen deutschen Eroberungsgelüsten in Westeuropa ein Ende bereitet hat.
Ein großer Name also, den ich persönlich für einen großen Tabak reservieren würde.
Beim ersten Öffnen der Dose erblickt man ein Tabakbild, das man einfach nur als schön und appetitlich bezeichnen möchte. So wie es ein Charakteristikum aller von mir bisher probierten Tabake von Greg ist, daß sie einfach klasse aussehen, so trifft es auch hier zu. Der Tabak ist ordentlich geschnitten, bestens konditioniert und auch farblich abgestimmt. Aus der Dose duftet es nach kräftigem Virginia, untermalt vone etwas Fruchtaroma. Ich vermag nicht zu sagen, ob es sich dabei um ein Casing handelt, oder ob die Tabake durch die Fermentation so riechen, glaube aber eher an ein Casing ("an ancient process", wie der Dosentext so schön aussagt).
Der Tabak sollte frisch nicht zu fest gestopft werden. Er tendiert leicht zum ausgehen, das gibt sich aber, wenn er etwas länger offen ist und schon Feuchtigkeit verloren hat.
Der Geschmack hat mich begeistert: Voller Virginiageschmack ohne Schärfen und ohne viel Zungenbrand. Voluminöser, weicher, cremiger Rauch ohne mich nach der Füllung an Schwindelanfällen, flauem Magendruck oder schlimmeren vegetativen Beschwerden leiden zu lassen. Es ist, als rauchte man einen der hervorragenden Gawith-Flakes, ohne allerdings die manchmal bestehenden Zickereien eines englischen Presstabaks in Kauf nehmen zu müssen. Geschmacklich erinnert mich der Montgomery etwas an den Best Brown Flake von Gawith, den ich allerdings zugegebenermaßen als etwas komplexer bezeichnen muß. Im Vergleich zu Gregs Cumberland ist der Tabak leichter, sicherlich durch sparsamere Verwendung des Kentucky und
der stärkeren Virginiasorten.
Den vorbildlichen Abbrand muß ich wohl nicht besonders erwähnen.
Fazit:
Für mich einer der Tabake der letzten Jahre, die zu den "must-try" aller Virginia-Liebhaber gehören. Ich glaube daß es mir egal wäre, würde demnächst die EU-Kommission beschließen, alle Pfeifentabake, ausgenommen des Montgomery, in der Europäischen Union zu verbieten.
(01.10.2007)