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Motzek Latakia Belnd

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Motzek Latakia Blend

(Pfeifentabak)

Markenname:Motzek
Hersteller:Herbert Motzek
Mischung:VA, Latakia
Schnittbreite:Breitschnitt / mit Flakestücken
Typ:englisch
Stärke:leicht
Verpackung:50g Pouche
Preis:4,50 Euro

Rainer Duesmann

A. Nase:
Milder Engländer? Flach Rauchig. Moos.

B. Optik:
Moderner Engländer mit wenig Latakia wenn überhaupt. Viel VA und Orient.

C. Geschmack:
Erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit beim Anzünden. Schönes Säurespiel auf der Zunge. Torfig. Darf ich muffig sagen?! Hat auch was seifiges. Legt in der 2 Hälfte zu. Gewiße scharfe Töne (Senf?) bleiben. Sollte extrem langsam geraucht werden. Stanwell Pfanne aufgrund des groben Schnittes vielleicht. Sorry, not my cup of tee.

(19.09.2002)


Jörg Bellinghausen

Nach dem Öffnen des Probentütchens offenbart sich mir ein bunt gemischtes Tabakbild, gepaart mit würzigem, leicht süßlichen Geruch, hier ist IMO ganz leicht mit einem Casing nachgeholfen worden. Latakia kann ich nicht wahrnehmen, wenn überhaupt, ist er nur in ganz geringer Menge vorhaben. Ich denke aber eher, daß es sich hier um einen "Scottish Blend", also eine "englische" Mischung ohne Latakia handelt. Testpfeife war meine Parker Billiard, die ich bisher ausschließlich mit naturbelassenen Tabaken ohne Latakia gefüttert habe.

Stopfen und anzünden ist einfach, der Tabak nimmt das Feuer gut an und brennt ohne größere Probleme bis zum Ende ab.

Der Geschmack ist zwar tabakecht, jedoch scheint mir die Süße nicht allein von den Va's in der Mischung zu kommen, wie bereits gesagt, ich glaube, der Tabak ist mit einem leichten Casing versehen. Wenn man nicht achtgibt, kann Probe No. 1 schon ein bißchen an der Zunge zwicken und schmeckt dann auch nicht mehr so gut, aber nach ein paar Minuten Abkühlzeit und erneutem Anzünden kommt der Geschmack wieder. Kondensat entsteht nicht allzuviel, übrig bleibt wenig mittelgraue Asche.

Fazit:
Von der Tabakqualität OK, aber mir definitiv zu "beliebig", etwas weniger Casing würde dieser Mischung gut zu Gesicht stehen. Noch einmal probieren möchte ich ihn aber nicht. Wenn ich raten müsste, würde ich (vom Geruch beim Öffnen der Tüte) auf einen DTM-Tabak schließen, aber da bin ich mir nicht wirklich sicher.

(19.09.2002)


Karl-Heinz Krebs

Das Tabakbild ist etwas chaotisch. Grob gerissener Virginia von dunkel- bis hellbrauner Farbe, dazwischen ein wenig schwarzer Latakia. Untergemischt sind auch einige wenige Flakestücke.
Sein Geruch ist sehr dezent und wird von einer schwachen Latakia-Note getragen.

Ich stopfe den Tabak nur so leicht, daß ein geringer Zugwiderstand zu spüren ist. Das Anzünden gestaltet sich ohne Schwierigkeiten, den sich aufbäumenden Tabak niederdrücken, 2 bis 3 mal nachfeuern, dann glimmt er auf voller Fläche.
Schon nach den ersten Zügen gibt der Tabak sein ganzes Geheimnis preis. Eine ganz leichte Süße, die schwach vom herb-rauchigen Geschmack des Latakia unterlegt ist. Eine Balance, die bis zum Schluß erhalten bleibt.
Der Tabak ist sehr leicht, ihm fehlt etwas Kraft. Aber sicher ist das so beabsichtigt.

Vom ersten bis zum letzten Zug empfinde ich ihn als sehr angenehm. Beim Rauchen erfordert er etwas Aufmerksamkeit, man muß ihn ständig nachstopfen, sonst geht er aus. Doch auch das wirkt sich nicht negativ auf den Geschmack aus.
Ohne Kondensatabgabe verglimmt er sauber zu feiner Asche.

Diesen Tabak würde ich uneingeschränkt Pfeifenrauchern empfehlen, die mit der Rauchtechnik vertraut sind und die englische Richtung probieren wollen. Auch eignet er sich für Pfeifenraucher, die über den Tag nicht so hohe Ansprüche an die Geschmacksvielfalt stellen, will sagen, man muß bei ihm nicht in die Tiefe lauschen, weil er keine hat.

Trotzdem, Herr Motzek hat da ein leckeres Kraut gemischt, welches mir auch nach 4 Pfeifen in Folge nicht langweilig wurde.
Ein weiteres Plus, der Tabak ist sehr zungenfreundlich.

(17.10.02)


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