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My Own Blend Curly 44

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Poul Olsen My Own Blend Curly 44

(Pfeifentabak)

Markenname:Poul Olsen
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:heller und dunkler Virginia, Cavendish, Perique?
Schnittbreite:Flakestücke, Curlyscheiben, rubbed Flake, Quadratschnitt
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:medium
Verpackung:100 g Runddose
Preis:14,35 Euro

Manfred Arenz

Diese Mischung bietet schon beim Öffnen der Dose eine sehr schönes Bild: Nahezu alle Schnittarten sind vorhanden, Flakestücke und rubbed Flake, 5 Pfg große Curlys, helle quadratische Virginias und Black Cavendish , dazu noch etwas brauner Virginia.
In der Herstellerangabe fehlt ein Hinweis auf Perique, der IMO in Spuren zugemischt wurde (wahrscheinlich in den Curly-Sheiben). Der Tabak soll leicht mit franz. Cognac geflavoured sein.
Der Duft erinnert dezent an trockene Rosinen und Pflaume, mit zusätzlichem Aroma nach reifem Rohtabak.
Bedingt durch die breiten Presstabak - Anteile ist eine mittel bis große Pfeife zu empfehlen; wer die einzelnen Bestandteile lieber zerrubbeln möchte, kann auch ein Pfeife mit kleinerem Füllvolumen nutzen. Mit dieser Mischung lässt sich sehr gut beim Stopfen experimentieren.
Der Tabak lässt sich problemlos anzünden und in Gang halten, bei unzerrubbelten Anteilen entsteht etwas mehr an Kondensat, jedoch nicht unangenehm viel. Unzerkleinert gestopft ist diese Mischung sehr ergiebig und die Rauchdauer hoch. Übrig bleibt weiße Asche mit ein wenig unverbrannten Curly - Stengeln .
Im Geschmack ist diese Mischung leicht würzig und im Flavour sehr dezent, fast tabakecht - wobei das Flavour sich nicht in den Vordergrund drängt und dem Tabakgeschmack einen gewissen Pfiff verleiht.

Fazit:
Eine gelungenen Curly - Blend Mischung mit attraktivem Schnittbild, eine nette Abwechslung sowohl für den "Naturfreund" als auch den "Süßraucher". Wegen der Schnittart nicht gerade Anfängern zu empfehlen.

(21.03.2000)


Frank Nicolai

Mehrfach wurde in der Newsgroup über diesen Tabak berichtet. Oft genug jedenfalls, um mir eine Dose des Wunderkrautes zuzulegen und erwartungsvoll zu rauchen.

Vorweg muss gesagt werden, dass der Tabak nicht mehr unter dem Poul Olsen Label in D erhältlich ist. Kohlhaase & Kopp jedoch bietet ihn unter dem Namen My Own Blend Curly 44 weiterhin an - in einer schmucklosen Dose die nur durch einen Aufkleber an der Unterseite den Inhalt verrät. Diese Information wurde mir vom Händler gegeben und von K&K per Mail bestätigt. Schade; denn so wird man sicherlich kaum auf diesen Tabak aufmerksam werden, wenn man ihn nicht schon kennt.

Wie Manfred schon schreibt verrät der Geruch aus der Dose wenig vom Tabak. Er erinnert eher an Rosinenbrot und Früchtebrot - ohne jedoch aufdringlich künstlich zu wirken. Ein wenig erinnert er mich an den Montgolfiere von Aylesbury - den habe ich allerdings schon lang nicht mehr geraucht und die Erinnerung kann täuschen.

Leider ist der Tabak beim Öffnen viel zu naß, um ihn zu rauchen. Ich habe ihn mehr als einen Tag offen stehen lassen, ehe ich ihn wirklich genußvoll rauchen konnte. Frisch offenbart er im Geschmack nichts. Er ist zu feucht und schmeckt nur nass. Etwas angetrocknet (es kann ruhig ein wenig trockener sein) lassen sich plötzlich die im Geruch wahrgenommenen Aromen auch erschmecken. Im Hintergrund ein wenig Virginia-Süße wird untermalt von dem Casing, das nur entfernt an französischen Cognac erinnert. Eher an das oben schon angedeutete Früchtebrot. Insgesamt bleibt der Geschmack relativ konstant über die gesamte Füllung; zum Ende hin kann der Tabak etwas bitter werden.

Ich habe den My Own Blend meist mit Filtern (AKF) geraucht. Ohne Filter wirkte er mir ein wenig bissig und unausgewogener. Die Raumnote ist verführerisch. Hier ist erstaunlicherweise sogar ein wenig mehr an Tabakduft verspürbar. Aber Befragte empfanden den Geruch als angenehm dezent.

Da der My Own Blend 44 sehr kühl herunterglimmt habe ich damit zwei Pfeifen eigeraucht. In beiden hat sich eine wunderbare Schutzschicht gebildet. Allerdings habe ich hier die Curly-Scheiben aufgebrochen.

Fazit:
Der Tabak ist für mich zu einem wunderbaren Vormittagstabak geworden. Da er doch recht leicht ist genügt er mir Abends nicht mehr. Er benötigt wenig Aufmerksamkeit beim Rauchen und glimmt problemlos in großen Pfeifenköpfen herunter. In kleineren kann es geschehen, dass er zum Ende hin verklumpt.
Wenn der Tabak nicht so feucht wäre beim Öffnen und ein klein wenig mehr Kraft hätte, bekäme er ein "Sehr empfehlenswert"; die geringfügigen Abstriche machen ihn aber in jedem Falle noch "empfehlenswert".

(16.12.2002)

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