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Navy Cavendish

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McClelland Navy Cavendish

(Pfeifentabak)

Markenname:McClelland
Hersteller:McClelland t.c.
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 und 100 Gramm Dose
Preis:$6.50 / $10.95

Martin Steinthaler

Die englische Beschreibung von Vegassmokes: WITH THIS TOBACCO, WE REINTRODUCE THE SMOKER TO THE TRADITIONAL NAVY CAVENDISH, PRESSED IN CAKES AND AGED NATURALLY WITH DARK JAMAICAN RUM TO ACHIEVE ITS RICH DEPTH OF FLAVOR, COLOR AND AROMA.

Navy Cavendish ist auch aus derselben Serie wie seine Verwandten No. 22, 24, 27 !! Ein in der Farbe mittelbrauner Flake mit hellen und ein wenig dunklen Streifen. Irgendwie ähnlich dem No.27. Die Flakes sind leicht gebrochen und der Geruch typisch für McC. Allerdings ist bei Navy Cavendish noch ein weiterer Bestandteil zu schnuppern. Dark Rum ist es nicht :-) zumindest hatte ich nie das Vergnügen Rum zu riechen. Aber der Essiggeruch ist ein wenig abgeschwächt und ein süßlicher dunkler malziger Geruch schwingt mit.
Auch der Navy Cavendish ist wie seine Brüder ein hervorragender Flake mit den genau gleichen Abbrandeigenschaften wie No. 22, 24, 27, Blackwoods Flake. Nur der Dark Star brenn schwieriger IMO !! Die Qualität ist genau dieselbe und die Geschmacksrichtung ebenfalls.
Nun fragt man sich natürlich warum geflavoured. Aber auf der Packung steht "to enhance" its sweetness. Also die Süße etwas heben. Dieses Heben hat allerdings einen kleinen Beigeschmack. Ich nenne es abstumpfen und zwar in dem Sinne, dass der natürliche Geschmack etwas an Spitzen verliert und dafür an Verträglichkeit gewinnt. Da ich die ungeflavourten McClelland sehr mag finde ich den Navy Cavendish auch nicht schlecht. Gerade als "Aromatic" der nur eine sehr leichte Rumunterstützung erfahren hat. Die Zungenbrand Gefahr ist auch relativ gering wenn man das so bei McC. überhaupt sagen kann :-) Überhaupt ist der NC eher wenig bis leicht geschmacklich verändert und gerade das macht ihn auch noch immer interessant. Je mehr ich von den McC. rauche umso mehr Freude hab ich an ihnen. Die gesamte Serie zeigt sehr gut auf was man so aus Virginias alles machen kann und bleibt doch einer Linie treu. Auf jeden Fall wird man sich immer an den "VINEGAR" erinnern.
IMO ist der Navy Cavendish ein gutes Beispiel wie ein Geschmack, subtil eingesetzt, einen Tabak verändern kann. In diesem Fall sehr gut gemacht und klar in Richtung Naturtabak gehend. Wer sich den Rum Punch erwartet wird enttäuscht, wer aber Virginia Flakes liebt dem ist der Navy Cavendish eine gute Abwechslung mit einem klitzekleinen Rum Erlebnis. Als Einrauchtabak könnte man ihn auch verwenden da der Flake keine Crossovers verursacht und doch ein wenig geschmacklich unterstützt beim Einrauchen.

(11.04.2000)


Björn Hollensteiner

Mc Clelland ist ein Hersteller aus Kansas City (USA), der neben einer Menge "Bulk" - Mixtures, also einfacheren, meist aromatisierten und unaufwendig in Folie verpackten Tabaken auch eine Reihe von Blends herstellt, die qualitativ gut bis sehr gut sind. Diese sind dann meistens in Dosen verpackt ("tinned"), wobei dieses Unterscheidungskriterium ein wenig subjektiv ist.
"Navy Cavendish" jedenfalls ist in Dosen verpackt. Nach Aussage des Herstellers soll er ein traditioneller Cavendish Blend, aromatisiert nach Art der Seeleute mit Rum nach Art der Seeleute sein. In der Dose befindet sich aber ein dunkelbrauner Flake, der von Geruch und Aussehen einem hitzefermentierten Virginaflake nicht unähnlich ist. Rum scheint allerdings nicht verwendet worden zu sein, für mich riecht es eher nach der typischen, etwas säuerlichen Mc Clelland Grundnote mit ein wenig Honig - Casing. In der Pfeife kommt beides jedoch kaum zum tragen. Es entwickelt sich der Rauchduft eines qualitativ guten Virginiaflakes, nicht zu süß und auch nicht zu herb aber würzig. Der Tabak wird recht schnell heiß und bissig, das Rauchtempo muß dieser Tatsache angepaßt werden. Über die Füllung hinweg gewinnt der Rauch Fülle und Herbheit, bis er bis auf helle Asche verglommen ist. Die Kondensatbildung hält sich in einem erträglichen Rahmen. Von der Stärke würde ich ihn als medium einschätzen.
Fazit:
Ein leckerer Virginaflake, der aber nicht leicht zu rauchen ist. Ob er wirklich der "taditionelle Seemannstabak" ist, als der er gedacht ist, lasse ich mal dahingestellt. Jedenfalls ist er sehr naturbelassen und ehrlich. Wer in den USA bestellt, kann ja mal probieren.

(05.11.2003)

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