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Neumarkt Special 99

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Tabak Jurewicz Neumarkt Special 99

(Pfeifentabak)

Markenname:Tabak Jurewicz
Hersteller:K & K
Mischung:Latakia-Mixture
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:medium
Preis:100g Dose

Peter B. Schmidt

Auf der Suche nach einer "sonnenkompatiblen" Latakiamischung stiess ich auf den Neumarkt Special 99. Kräftig, aber nicht schwer sollte er sein. Um es vorwegzunehmen: das ist er auch.

Im Tabakbild findet sich eine gute Portion hellen VAs, auch etwas BC ist wohl mit von der Partie, Latakia kann ich auch noch lokalisieren - ob da noch weitere "Spurenanteile" drin sind, dazu fehlt meinem Auge doch noch etwas Schulung. Der Schnitt ist "munter-bunt", es ist keine Dunhill-typische englische Disziplin vorhanden.

Der Geruch? Latakia, was denn sonst! Und ein ganz sanfter Geruch von Wiesen im herbst, Heu, aber auch etwas Laub - in der Ferne schwelt ein Kartoffelfeuer ;-) ...

Frisch war der Tabak recht feucht, in der Schnappdeckel-Runddose gibt sich das über die Wochen (ich packe den Tabak eh' als "Tagesration" in einen Rollbeutel, da ist der dann perfekt rauchfertig, auch am Ende der Wochenration ist er noch rauchbar).

Das Stopfen verläuft ohne berichtenswerte Ereignisse, auch das Zünden geht den gewohnten Gang. Zwei bis drei Zündungen, und die Pfeife ist unter Dampf und brennt runter bis zu einem Häuflein trockener Asche - kein Sottern, kein Zicken beim Zünden, so soll es sein.

Schon die ersten Züge zeigen, wohin der Weg geht: eine Kräftig-frische Latakia-Mischung, der Virginia steuert viel Süße und Frische bei, der BC sorgt für frischen Wind. Es prickelt angenehm auf der Zunge, wieder der sonnige Herbstabend mit Kartoffelfeuer, nicht der schwelende Torf oder das teerige Bilgenwasser...

So kräftig-frisch wie er schmeckt, "wirkt" er auch: kein wirkliches Leichtgewicht, aber auch kein KO-Schläger - leicht bis mittel, würde ich sagen, Accountants oder Black Mallory fordern da deutlich mehr.

Fazit:
Eine spritzige Latakia-Mischung, die das Sonnenlicht nicht scheut. Wer einen erfrischenden Tabak sucht mit mehr Latakia, als ihn der Highland Targe bietet und weniger "Kaminathmosphäre" als die "schwarzen" Rattrays, sollte sich den Neumarkt Special 99 nicht entgehen lassen. Meine Empfehlung hat er!


Frank Nicolai

Dieser Tabak wurde mit vier weiteren an drei d.a.f.t'er verschickt, die im Blindreview folgende Urteile abgaben:

Der Tabak ist ein Engländer. Bestehend aus Black Cavendish, Virginia und einer guten Portion Latakia. Ob Burley dabei ist... ich weiß es nicht. Auch Orient vermute ich nicht oder wenn, dann nur in Spuren.
Nach der Probe 3 (wie ich inzwischen weiß: Troost Special Cavendish) war ich ein wenig vorsichtiger beim Jubeln allein des Geruchs wegen. Denn der Tabak riecht wirklich gut: süß und rauchig; genau, wie ich es mag. (Mein All-Time-Favourite ist seit langem der Accountants).
Ich habe den Tabak lose in die Pfeife gefüllt und entzündet. Ahh! Ohh! Genauso soll ein Engländer sein: Füllig, weich im Rauch und aber würzig und süß. Wunderbar!
Den Geschmack liebe ich und... ich kenne ihn. Wenn der Tabak auch ready rubbed Virginia dabei hätte, könnte es mein geliebter NTP 17 (Nic) [neue Bezeichnung E#6] sein. Er ist es nicht ganz - aber er kommt ihm sehr nahe. Die Grundtabake erinnern mich tendenziell an die Motzek-Tabake. Allerdings kenne ich keinen so (geschmacklich) kräftigen Motzek-Tabak wie den hier getesteten. Von der Nikotinstärke her gehört der Test-Tabak eher zu den Leichgewichten, mal knapp "medium" streifend.
Der Tabak glimmt ruhig und ohne zu sotten nach zwei Anzündversuchen herunter und verabschiedet sich mit einen kleinen Häufchen Asche. Im Raumdurft ist der Latakia extrapräsent :-)

Fazit:
Die Nummer 4 hat meine volle Sympathie. Kein typischer Engländer (Virginia, Orient, Latakia) sondern ein BC-lastiger Tabak mit englischem Einschlag - und deshalb für mich einen weiteren Versuch in jedem Falle wert.
Wer den Accountants oder den NTP 17 mag sollte an diesem Tabak nicht vorübergehen.


Stephan Beeck

Mischung: Virginia, Latakia, m.E. auch Cavendish und Perique
Schnittbreite: Mixture

Der Latakia ist deutlich zu erriechen und so war dies auch von allen Tabaken des Blindtests der erste, der den Weg in meine Pfeife gefunden hat. Wer mich kennt, konnte sich dies sicher denken ;-)

Das Einbringen und Anzünden gestaltet sich, mixture-typisch recht problemlos und so dampfte ich drauflos. Der Geschmack der ersten Züge? Latakia, aber durchweg süßlich, fast schon zu süß für eine englische Mischung, was sich aber nach einigen weiteren Zügen - zum Glück - wieder relativiert hat.

Der Tabak wird zunehmend würziger im Geschmack, allerdings tippe ich beim Latakia eher auf einen zypriotischen, als einen syrischen, gerade weil er süßer daherkommt.

Ab der Hälfte der Füllung tritt der Latakia, der anfangs durchaus dominierte zunehmend in den Hintergrund und man schmeckt als weitere Komponente ein typisch süßliches Virginia-Aroma. Daß ich anfangs Perique - zumindest vom Geruchsempfinden her - vermutet habe, vermag ich nicht mehr eindeutig zu sagen. Ich würde mich nicht wundern, wenn welcher enthalten wäre, aber deutlich wird es nicht.

Auf eine ganz besondere Art und Weise ist der Tabak aber interessant, auch wenn ich ihn eigentlich zu süß für eine englische Mischung finde, fehlt ihm doch die Würze und etwas Kraft. Der Tabak wirkt einerseits etwas farblos, aber da ist doch etwas, was einen bei Laune halten kann.
Im letzten Drittel allerdings verschwindet die Süße und auch alles andere an dem man den Geschmack festmachen könnte. Der Latakia bleibt subtil im Hintergrund. Dafür kann man den Tabak nun wunderbar nebenher rauchen, ja er verleitet einen geradezu dies zu tun und auch ein auf die dabei vorhandene Unaufmerksamkeit zurückzuführendes Wiederanzünden wird nicht bestraft, sondern fast gleichgültig hingenommen.

Zum Ende der Füllung hin, empfinde ich den Tabak als leicht "pappig", lieblos, man schmeckt zwar noch eine salzige Note, aber die allein reisst es nicht raus, wie man so schön sagt. Im Gegenteil, er wird langweilig. Auch wenn es durch die Bank nicht nur positive Überraschungen sind, die dieser Tabak bereithält. Er überrascht bis zum Schluß durch abwechslungsreiche Geschmäcker, die sicher auch Liebhaber finden.

Mit Schluß hab ich mir auch schon das Stichwort gegeben...
Fazit: Ein Tabak den den ich generell nicht ablehnen würde, da er vom Geruch her zu täuschen vermag. Ich bin gespannt um welchen es sich handelt, damit ich das Angebot ihn zu kaufen oder angebotenerweise noch mal zu Rauchen ggf. ablehnen könnte. Schade ich hatte mir mehr erhofft.


Eugen Marmann

Ein wildcut (unterschiedliche Schnittbreiten). Ich würde sagen; Virgina, Burly und Cavendish. Eine Aromatisierung konnte ich nicht feststellen, was an der langen Liegezeit liegen kann. Auf mich macht die Mischung einen leicht englischen eindruck. Latakia konnte ich jedoch nicht schmecken.

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