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No11-Mellow Mixture

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Torben Dansk No. 11 - Mellow Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:Torben Dansk
Hersteller:DTM
Mischung:Orient, Virginia, Latakia
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100 gr Dose
Preis:21,50 DM

Frank Nicolai

Diesen Tabak habe ich mir vor langer Zeit bei DP bestellt; die Dose liegt nun schon über ein Jahr im Schrank. Auch hier habe ich mich vom Werbetext im Katalog beeinflussen lassen, da dort die Rede von einem leichten und weichen natürlichen Tabak die Rede ist. Und im Gegensatz zum Companion Virginia Flake scheint zumindest dieser Werbetext nicht völlig an der Wahrheit vorbeizugehen.

Nach Öffnen der Dose schaut das Auge eine Mixture, die vom hellbraunen bis fast schwarzen Blattanteilen alles abdeckt. Auch der Schnitt bietet die gesamte Palette dessen, was man "Normalschnitt" nennt: vom ultrafeinen Staubkrümel bis zum schwarzen Strunk ist alles enthalten.

Im Geruch dominiert IMO das orientalische Blattgut; der Latakia ist nur zu erahnen. Die Virginias sind optisch ausmachbar, im Geruch aber unterrepräsentiert. Der Geruch erinnert mich ein wenig an Mixturen wie Dorchester, Redwood oder Cairo (ohne jedoch deren "nassen-Waldboden-Geruch" zu haben).

Der Tabak ist locker in die Dose gepresst und lässt sich daher sehr gut stopfen. Da der Tabak relativ schnell abbrennt kann er ruhig etwas fester gestopft werden. Nach dem Entzünden entwickelt sich schnell ein leicht bitterer und fruchtiger (?) Geschmack, der bis zum Ende vorhanden bleibt,. allerdings im Laufe des Rauchens ein wenig an Schärfe zunimmt. Der Geschmack ist in jedem Falle als natürlich zu erkennen, die leicht fruchtige Note kommt von den Orient-Tabaken her. Ich habe reinen Orient geraucht und dort einen ähnlichen Geschmack kennengelernt. Die etwas herben Anteile am Geschmack spreche ich den verwendeten Virginias zu. Diese wurden wahrscheinlich leicht angeröstet. Der in Spuren vorhandene Latakia gibt ein wenig rauchige Würze hinzu.

Der Tabak brennt - wie gesagt - sehr schnell ab. In der Pfeife bleibt ein wenig trockene feine Asche zurück. Auch ist die Kondensatbildung sehr gering. Selbst beim filterlosen Rauchen sollte es genügen, den Putzer nur einmal zu nutzen. Der Abbrand wird auch beim kräftigen Ziehen nicht übermäßig heiß und die Zunge wird geschont. Es kann sein, dass die hervorragenden Raucheigenschaften auch der langen Lagerung geschuldet sind. Die Raumnote scheint kaum etwas vom Latakia zu verströmen - ich habe die "Bürotauglichkeit" für den Tabak beschieden erhalten ;-)

Fazit:
Der Torben Dansk No. 11 Mellow Mixture führt im Angebot von DP ein ebenso unscheinbares Leben wie der von Wolf beschriebene Kobenhavn No. 70 - und das zu Unrecht. Im Angebot der neuen und der aromatisierten Tabake leben diese hier ein Schattendasein, aus dem sie hervorgeholt werden sollten.

Da der Tabak recht leicht ist, kann man ihn auch Anfängern empfehlen, die mal reinen Tabak kennen lernen wollen. Gestandene Raucher werden ihre Freude am Zusammenspiel der Aromen der verwandten Tabake haben. Für mich ist die Mellow Mixture ein guter Vertreter der orientlastigen Tabake. Es kann gut sein, dass dieser Tabak des öfteren auf meiner Speisekarte steht.

(03.04.01)


Der Tabak wurde an 3 daftler verschickt, die ihn im Blindtest reviewten:


Elena Ramos

Tja also wie soll ich denn die Nr. 1 beschreiben? Vom Aussehen her ausgewogenes Verhältnis von hellem und mittel braunen Tabak mit vereinzelt (schätze 3%) Schwarzen Anteilen unterbrochen und sehr wenig gelblich-grünen Anteilen. Tippe auf Virginia, Burley und einen Hauch Latakia Im Ganzen kommt diese Probe etwas (ziemlich) trocken daher. Also die Hilson Nautic ausgebuddelt, mit Deni cool Kristallen bestückt und den Tabak gestopft. Gestaltet sich problemlos. Nach dem ersten anzünden glimmt es schön und ach, der Zungenbrand stellt sich ein :-(. Von Geschmack ist nicht viel bis gar nichts zu erahnen, nur ab und zu ein bisschen na doch Latakia? Nach der Hälfte der Füllung lege ich die Pfeife erst mal zur Seite, ein bisschen heiß ist sie schon geworden, außerdem braucht meine Zunge eine Erholung. Nach nochmaligem Anzünden auch nichts neues festzustellen. Es brennt und qualmt, von Geschmack auch jetzt noch nichts anderes festzustellen. Mit der zweiten und dritten Füllung lief es genau so.

Fazit:
Vielleicht bin ich zum Flakeraucher verkommen, oder meine Geschmacksnerven sind degeneriert, aber wie auch schon bei den vorherigen Blindtests, ist auch hier der Flake mein Favorit. Das einzig Gute das ich über diesen Tabak äußern kann, ist, dass er kein Kondensat bildet, vielleicht liegt aber auch das an der schon recht trockenen Probe. Für mich nicht mehr!


Karl-Heinz Krebs

Das Tabakbild ist sehr hell, goldgelber Virginia, Orient ?, etwas Latakia. Im Geruch lässt sich kein Casing erkennen, der Latakia dominiert, ich tippe auf eine naturbelassene Mixture. Da der Tabak furztrocken ist wird er befeuchtet.

Er lässt sich gut stopfen und anzünden. Die ersten Züge sind unspektakulär, etwas vom Latakia ist zu schmecken. Etwas später kommt eine leichte süße Note hinzu, diese verschwindet leider alsbald. Zunehmend wird alles von der Kraft des Tabaks überdeckt. Und die wird immer gewaltiger. Was mir selten passiert, der Tabak verursacht mir ein flaues Gefühl im Magen. Irgendwie erinnert mich der Geschmack im Mund an Zigarre. Der Abbrand ist sauber und trocken, es bleibt etwas grau/braune Asche. Mir ist der Tabak zu stark, ein wirklicher Hammer. Wieder etwas dazugelernt, vom Tabakbild und Geruch hätte ich eher auf eine leichte Mixture geschlossen. Einen Tipp gebe ich nicht ab, bisher habe ich nichts Vergleichbares geraucht.


Tilman Ahr

Die erste Probe ist eine Mixture. Bandförmiger, relativ schmaler Schnitt, ähnlich wie bei den Petersons, teilweise sind auch etwas breitere "Blattstücke" enthalten.

Vor dem Rauchen:
Der Tabak ist vom "Griff" her nicht feucht oder klebrig, scheint aber nicht ausgetrocknet zu sein.
Farblich dominieren hellere Brauntöne, es sind aber auch dunkelbraune und grünliche Anteile enthalten.
Der Geruch ist eher herb und leicht süßlich. Sehr tabakecht, casing oder Aromen scheinen nicht enthalten zu sein.
Vom Geruch her würde ich sagen: Latakia ist nicht enthalten.

Anzünden und Abbrand:
Der Tabak lässt sich leicht in die Pfeife füllen und problemlos stopfen. Er brennt schnell und ohne großen Aufwand an, brennt dann auch problemlos weiter ab. Insgesamt ist das Brandverhalten unauffällig.

Gelegentliches schnelles Ziehen nimmt der Tabak nicht übel, wenn er wegen "Vernachlässigung" mal ausgeht, lässt er sich gut und ohne großen Geschmacksverlust wieder anzünden.

Beim Rauchen:
Ich habe irgendwie ein Problem damit den Geschmack "festzulegen". Teilweise ist der Tabak recht süßlich- würzig, dann wieder eher herb. Konstant bleibt für mich ein Anklang an Zigarren/Zigarillotabak.

Während ich anfangs keinen Latakia durchschmecken kann, bin ich mir ungefähr ab der Hälfte der Füllung doch nicht mehr so sicher. Nicht mal unbedingt vom Geschmack her, aber das "Rauchgefühl" geht doch so stark in Richtung von "klassischen" Orient/Latakia-Mischungen ala BS oder Dunhill Standard, dass ich ins Grübeln komme.

Aber wie gesagt: Ich kann den Geschmack nicht wirklich festlegen. Es kommen immer wieder verschiedene Eindrücke durch. Mal süß, mal eher kräftig. Dann wieder ausgesprochen "kühl", beim nächsten Zug wieder eher erdig.

IMHO ein sehr vielseitiger, interessanter Tabak. Definitiv ein "Engländer", vielleicht ist das hier der oft gesuchte "Zigarren-Pfeifentabak"? Für meinen Geschmack kommt er dem recht nahe.

Ob jetzt Latakia enthalten ist, oder nicht könnte ich auch nicht mit Sicherheit festlegen, geschmacklich hervorstechend wäre ein solcher auf jeden Fall nicht, das "Rauchgefühl" spricht IMHO allerdings doch dafür.

Die Stärke würde ich sowohl geschmacklich als auch vom Nikotingehalt im Mittelfeld ansetzen.

Fazit:
Ein Tabak, mit dem ich auf jeden Fall noch weiter 'rumexperimentieren möchte, da er einige interessante Eigenschaften von mehreren meiner "Stammtabake" vereinigt. Allerdings wäre er mir als Dauertabak etwas zu wenig "berechenbar".

(26.04.01)

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