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Torben Dansk No. 15 - Sailors Flake
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Torben Dansk |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Flavour: | Aprikose |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 Gramm Runddose |
| Preis: | 7,20 Euro |
Wolf-Rüdiger Jürgens
erhältlich bei: Dan Pipe http://www.danpipe.de und über die Timm-Läden in Hamburg
Review Datum: 05.11.2000
Hersteller-Beschreibung: Ein klassischer Seemanns-Flake aus besten Grades amerikanischer und indischer Virginia Grades, der durch traditionelle Pressung und anschließende Reifelagerung unter geringem Druck seinen reichen und sanften Geschmack entwickelt, wie ihn der Kenner an einem Spitzen-Flake schätzt. langsam und kühl gleichmäßig glimmend, kühl und bei aller Geschmacksfülle weich und sanft zur Zunge.
Verwendete Pfeifen: Den Sailor's Flake habe ich hauptsächlich in kleinen und mittleren Pfeifengrößen geraucht entweder ohne (Papierfilter) oder mit Meerschaum-Filter. Am besten gefiel er in meinen Stanwell "Sixtus" Pfeifen (19mm Bohrung).
Erster Eindruck/Aussehen/Top-Flavour: Nachdem Öffnen der Dose erblickt man einen hellbraunen Tabak in typischen Flake-Scheiben. Der Geruch erinnert sofort an getrocknete Aprikosen ohne den Tabakduft zu stören. Ein sehr gelungenes Topflavour.
Stopfen: Der Sailor's Flake zerfällt sofort zu Ready Rubbed wenn man ihn der Dose entnimmt, er ist sehr weich und dadurch leicht stopfbar.
Anzünden/Erstes Drittel : Nach dem Anzünden, selten waren mehr als 2 Hölzer notwendig, schmeckt man sofort die Aprikosen-Note. Sehr angenehm verbindet diese sich mit dem Tabak. Das Flavour verschwindet recht schnell im Hintergrund ist aber weiter präsent.
Mittleres Drittel: Der Tabak überwiegt im Geschmack. Seine Süße gepaart mit dem doch im Hintergrund vorhandenen Aprikosen-Flavour bereit ein sehr angenehmes Raucherlebnis. Der Rauch ist sehr, sehr weich und zungenmild. Auch empfinde ich ihn als sehr trocken. Er lässt sich kühl rauchen, ein probeweises heftigeres Ziehen wirft ihn nicht aus der Bahn. Die Kondensatbildung ist vernachlässigbar gering.
Letztes Drittel: Der Geschmack bleibt stabil bis der Tabak abgebrannt ist. Auch zum Schluss wird der Geschmack nur wenig bitter. Es bleibt recht viel weiße/hellgraue Asche übrig.
Raumnote: Die Raumnote wird von Anwesenden als annehmbar rauchig-süß bewertet.
Fazit: Ein wunderbar weicher Flake der ein angenehmes Rauchvergnügen bereitet. Unkompliziert zu Stopfen und zu Rauchen. Auch Anfänger bei Flakes kommen mit ihm bestimmt prima zurecht. Das Preis/ Rauchvergnügen-Verhältnis ist gut.
Von mir bekommt er ein "sehr empfehlenswert" und wird von nun ständig in meiner Tabakbar präsent sein.
Frank Nicolai
Der Sailors Flake ist einer der "Neuen" von DP - und wie bisher alle getesteten Neulinge einer von den Guten.
Beim Öffnen der Runddose kommt mir ein Duft nach getrockneten Aprikosen entgegen, der dem hellen, von dunklen Fäden durchzogenen Flakescheiben entströmt. Dieses Aroma ist sehr appetitlich und unterdrückt nicht den vorhandenen Tabakgeruch des sehr guten Virginias, der verwandt wurde.
Das Stopfen und Entzünden geht für den geübten Flake-Raucher sehr einfach vor sich; aber auch Anfänger sollten keine Probleme damit haben. Auch wenn sich die Flake-Scheiben verhältnismäßig feucht anfühlen, lassen sie sich einfach in Brand setzen und brennen auch bis zum Ende ruhig und ohne allzu viel Kondensatbildung durch.
Der Geschmack hält anfangs, was der Geruch verspricht: Ein wenig Aprikosenaroma unterstützt die würzige Rauchigkeit des Virginias. Vollmundig und rund möchte ich das nennen. Allerdings lässt das Aroma nach einem Drittel der Pfeifenfüllung nach (wobei es egal war, in welchen Kopfgrößen ich den Tabak rauchte) und macht dem reinen Tabakgeschmack Platz. Da der Tabak von hoher Qualität ist, ist das nicht weiter tragisch.
Tragisch wird es IMO aber im letzten Drittel der Pfeife; der Tabakgeschmack verändert sich: in großvolumigen Pfeifen zum Bitteren und in Kleinen Pfeifen zu... Nichts.. Am Ende der Füllung ist es nur noch warme Luft, die meine Zunge berührt; kaum noch ist etwas vom am Anfang so angenehmen Aroma oder Tabakgeschmack zu verspüren. Vielleicht liegt das daran, dass es mir nur selten gelang, den Tabak wirklich kühl bis zum Ende zu rauchen. Das mangelnde Aroma hat mich wohl leicht dazu gebracht, stärker an der Pfeife zu ziehen, als nötig wäre. Möglicherweise ist der Geschmacksverlust dann nicht so gravierend, wenn er kühl bis zum Ende durchgeraucht wird.
Fazit:
Da der Sailors Flake hervorragende Abbrandeigenschaften hat, eine feine und homogene Asche bildet und vor allem anfangs auch hervorragend schmeckt, erhält er von mir noch ein empfehlenswert; denn ich denke, dass der Geschmacksverlust am ehesten meinem Unvermögen zuzuschreiben ist, den Tabak wirklich bis zum Ende kühl zu rauchen. Die Raumnote wird von Unbeteiligten als sehr angenehm empfunden und spiegelt den Geruch und den Geschmack des Tabaks wider.
(11.12.2000)
Frank Nicolai
Den Tabak habe ich bereits vor zwei Jahren bereits einmal reviewt. Inzwischen ist er zu einer Art "Stammtabak" für mich geworden. Und ich will meinem damaligen Review weder widersprechen noch es
aufwerten. Aber inzwischen kenne ich den Tabak besser und will ergänzen.
Was auffällt: der Flake ist recht feucht. Selbst die letzten Fasern lassen ein etwas klebriges Gefühl an den Fingern zurück. Trotzdem ist der Abbrand - wie schon beschrieben - sehr gut. Die Probleme mit der Bitterkeit am Ende der Füllung habe ich inzwischen beheben können: Dieser Flake muss zerteilt werden. Die Knick-Falt-Methode bringt hier nicht viel; wahrscheinlich, weil der Tabak so feucht ist. So versinkt der Tabak zu stark im Kondensat und wird bitter. Lose eingefüllt glimmen die Tabakfasern bis zum Ende der Füllung zu weisser Asche herunter.
Der Sailors Flake ist einer der wenigen Flakes, die (mir) auch aus kleinen Pfeifenköpfen geraucht gefallen. Ich weiss, dass Wolf z.B. darauf schwört, dass Flakes kleine Kopfbohrungen verlangen. Nun, der Golden Sliced schmeckt mir persönlich jedoch aus großen Köpfen besser. Und der TD 15 nun aus jeder Art von Kopfgröße.
Ich muss nun doch ein wenig mein eigenen Review bekritteln: denn der Aprikosengeschmack bleibt mir nun bis zum letzten Zug erhalten - wohl auch eine Frage des richtigen Stopfens.
Da ich inzwischen auch des öfteren mal ohne Filter rauche kann ich den Tabak noch mehr empfehlen. Denn langsam geraucht ist er ein echter Zungenschmeichler.
Fazit:
Der TD 15 ist ein unauffälliger Tabak mit einer eher unspektakulären, aber immer vorhandenen Aromatisierung. Er ist für mich der ideale Begleiter im Büro geworden, dessen Raumduft auch Nichtrauchern nicht "stinkt". Er brennt still und gemütlich ab und braucht kaum Aufmerksamkeit. Für den Abend hat er mir zu wenig "Kraft". Hier greife ich aber sowieso lieber zu Latakia-Mixturen.
Alles in Allem: ein wunderbarer Tabak, der meine uneingeschränkte Empfehlung hat.
(14.10.02)
Peter Aaron
Ich möchte hier einen Flake vorstellen den ich schon seit längerer Zeit rauche und der mich immer wieder begeistert.
Dieser Flake kommt etwas feucht aus der Dose und hat die typische Eigenschaften der meisten DTM Flakes, ein etwas wirrer Ballen von faserigen Flakescheiben oder Strängen, was aber weiter nicht stört.
Beim öffnen der Dose fällt einem sofort das fruchtige Aroma auf, ein Duft von Aprikose und vielleicht ein wenig Pflaume, untermalt vom einem sehr erdigen und kräftigen Schwarzbrotaroma, dass schon auf die hervorragende Virginiaqualitäten schließen lässt die für diesen Flake verwendet werden.
Die Flakestränge haben eine satte, dunkelbraune Farbe und sind von einigen gelblichen Streifen durchzogen. Der Tabak ist sehr feucht und man tut gut daran diesen vor dem Stopfen ein wenig trocknen zu lassen.
Das Anzünden geht leicht vonstatten und ich brauchte eigentlich nie mehr als zwei Streichhölzer, sofort schmeckt man das fruchtige aber niemals aufdringliche Aroma das während des ganzen Rauchopfers anhält, dazwischen kommt mal mehr, mal weniger, dass würzige Aroma der hochwertigen Virginias hervor und das Ganze bildet ein harmonisches und wundervolles Zusammenspiel während des gesamten Rauchvorgangs.
Sollte die Pfeife einmal ausgehen so stellt das für diesen Flake kein Problem dar, denn nach dem Neuanzünden sind sofort sämtliche Aromaanteile wieder da, den berüchtigten und gefürchteten Zungenbrand in jeglicher Form erlebte ich beim Sailors Flake niemals und ein Heißrauchen nimmt dieser Tabak auch nicht übel. Am Schluss bleibt ein winziger Rest weißer Asche und irgendwelche Spuren von Kondensat bemerkte ich bei diesem Flake eigentlich nie.
Fazit:
Der Sailors Flake ist ein qualitativ hervorragender, leicht aromatisierter Virginia Flake, der auch für Freunde des reinen VA eine gute Alternative sein dürfte. Auf Grund seiner sehr guten Raucheigenschaften und seiner unkomplizierten Handhabung dürfte dieser Flake auch der ideale Einstiegstabak für Anfänger auf dem Gebiet der VA – Flakes sein.
(24.09.2007)