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Peter Heinrichs No. 201
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Hersteller: | importiert von Kohlhaase & Kopp (92130) |
| Mischung: | lt. Beschreibung aus Virginia, Cavendish und Burley |
| Schnittbreite: | Flake, in Gänze in die Dose eingerollt |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 g Runddose mit Klemmdeckel |
| Preis: | 16,20 Euro |
Björn Hollensteiner
Die Hausmischung No. 201 von Peter Heinrichs in Köln ist ein Beispiel für einen fast naturbelassenen Virginiaflakes, dem allerhöchstens ein dezentes Casing zugefügt wurde, und der nicht extra-leicht ist. Wer den berühmten Orlik "Golden Sliced" kennt, dem wird der Duft sofort ein intensives Deja-Vú- Erlebnis bescheren. Aus der Dose riecht es frisch, leichte Zitrusnoten duften über einem warmen Virginiatabakaroma, unter Umständen mag auch etwas Honig dabei sein.
Interessant ist auch, dass der Flake angeblich aus Virginia, Burley und Cavendish gepresst wurde. Trotzdem ist er sehr hellbraun. Beim Stopfen zerfällt er recht schnell und wird von mir deshalb nur aufgerubbelt genossen.
Er ist in meiner Dose schon sehr trocken gewesen, ein Renner scheint der Tabak also nicht zu sein bei P.H. . Ein Humydrole brauchte drei Tage, um den Tabak wieder etwas Konsistenz zurückzugeben.
Er entzündet sich leicht und brennt dann mittelschnell und unter nicht unerheblicher Rauchbildung ab. Ein Erlebnis ist das leicht ruppige Verhalten zur Zunge. Mag vielleicht subjektiv sein, aber bei mir prickelt er regelrecht auf der Zunge, aber nicht unangenehm, etwa so, als wenn ich ein starkes Zitrusbonbon lutschen würde. Dies ruft ein Gefühl der Erfrischung hervor und darf nicht mit Zungenbrand verwechselt werden.
Dabei steigt in die Nase ein Duft von warm-süßen Virginiaaromen kombiniert mit Zitrus. Ein fein abgestimmtes und gereiftes Duftereignis. Der Tabak verbrennt zu feiner Asche und produziert wenig Kondensat.
Auch die Papierfilter werden nur wenig braun gefärbt. P.H. nennt den Tabak "leicht", ich halte ihn eher für "medium" stark.
Fazit:
Ein ordentlicher Tabak, dessen besonderer Geschmackseindruck momentan dafür sorgt, dass ich zwei von drei Pfeifen mit der No. 201 fülle. Ich hoffe, dass meine "Golden Sliced" bald kommen, damit ich die beiden Tabake intensiver vergleichen kann. Ich bin nach einer Probe von den "Golden Sliced" ziemlich sicher, dass die No. 201 aus der selben Tabakschmiede kommt. Zumindest das Casing stimmt überein.
(07.12.2000)