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Karl Erik No. 20 Private Blend
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | F. August Schmidt GmbH (Planta) |
| Mischung: | Virginia, Latakia |
| Schnittbreite: | Mixture + Flake |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 100 Gramm-Runddose |
| Preis: | 12,50 Euro |
Manfred Lüdtke
Herstellerbeschreibung: Für Liebhaber des traditionellen "englischen" Geschmacks. Ausgesuchte Virginia- Tabake mit rauchigem, Original syrischen Latakia. Lockerer Langschnitt, mit Flakes versetzt.
Der Tabak lässt sich sehr einfach stopfen und anzünden. Während ich diese Bewertung schreibe, rauche ich ihn in einer Winslow mit mittlerem Füllvolumen. Bereits die ersten Züge geben sein volles Aroma preis, was bis zum Ende hin hält, auch wenn er mal ausgeht verliert er nicht an Geschmack. Außer ein wenig weiße Asche bleibt nichts mehr in der Pfeife.
Ich empfinde diesen Tabak etwas süß, das rauchige welches man von Latakia kennt hält sich dezent hält sich im Hindergrund, obwohl der Latakia sich auch nicht verleugnen lässt. Was diesen Tabak auch dazu prädestiniert für einen Einstieg in die Latakia-Welt. Die Geschmacksnuancen bei diesem Tabak sind vielfältiger Art und ein sehr feines Bukett rundet das Geschmacksbild ab, warum ich ihn sehr gerne rauche. Der Hersteller beschreibt die Stärke mit "Kräftig", ich würde diesen Tabak nach meiner Einschätzung bei Medium einordnen.
Fazit:
Ein sehr guter Tabak, den ich jedem empfehlen kann. Der Tabak ist würzig und sehr fein in seinem Geschmack abgestimmt, es stimmt einfach alles. Für einen Planta außerordentlich gut, sie können auch hervorragende und gute Tabake herstellen wie man sieht. Er liegt in meiner Top-Liste ganz vorne und ist immer vorrätig. Auch in seinem Preisleistungsverhältnis ein Highlight, mit 12,50 DM für 50 gr. gehört er zu der preiswerten Sorte.
(26.12.2000)
Frank Nicolai
Die Karl-Erik-Tabake werden von einigen Händlern als Hausmischung angeboten. Hergestellt von der F. August Schmidt GmbH lassen sie im Geruch erahnen, dass sie aus dem Hause Planta kommen.
Die einzige englische Mischung der Serie ist die Nummer 20. Der Hersteller schreibt zum Tabak: "Ausgewählte, aromatische Virginias, im Cavendish-Verfahren aufgeschlossen und in feine Flakes geschnitten, werden sorgfältig von hand mit locker geschnittenem, rauchig-würzigen syrischen Latakia gemischt. Eine Mixture für Liebhaber des traditionellen 'englischen Geschmacks."
Dieser Text lässt schon erkennen, dass das Stopfen nicht ganz unproblematisch ist; denn die Flake-Stücke sind doch recht fest und müssen, um einen gleichmäßigen Abbrand zu gewähren, vor dem Rauchen aufgerubbt werden. Der Tabak darf nicht zu fest gestopft werden, da der Flake etwas aufquillt.
Das Entzünden ist relativ einfach. Zwei, drei Versuche genügen, um den Tabak zu entzünden. Allerdings ist mir oft die Pfeife nach etwa 2 Dritteln der Füllung ausgegangen. Das Neuanzünden bringt jedoch keinen geschmacklichen Verlust mit sich.
Schon im Geruch ist - wie oben schon erwähnt - die Nähe zu den Planta-Produkten unverkennbar. Dieses süßliche Aroma prägt auch den Geschmack des Tabaks - ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Aber es übertönt für mich doch ein wenig den Tabak-Eigengeschmack. Insgesamt erscheint mir die Kombination jedoch gelungen. Ein wenig Würze, ein wenig Süße und untermalt vom rauchigen Geschmack des Latakia stellt sich die Mischung als typischer Engländer dar.
Am besten gefällt mir der Tabak aus weiten, aber kleinen filterlosen Pfeifen (Pot oder Pfanne). Hier brennt er auch am besten ab - bis auf einen Rest dunkelgraue Asche. Die Aschefarbe sagt schon etwas darüber aus, dass der Tabak - sobald er ein wenig zu heiß wird - ziemlich viel Kondensat absondert. Eingeführte Reiniger werden zwar feucht, bleiben aber relativ hell, so dass ich davon ausgehe, dass das Kondensat wirklich nur Wasserdampf ist, das kaum Teerstoffe in sich trägt.
Fazit:
Hätte ich nicht parallel zum Karl Erik 20 den Timms No Name "grün" geraucht wäre mein Review sicherlich etwas besser ausgefallen. Die Tabake sind sich geschmacklich ähnlich; vom Schnitt her jedoch unterschiedlich. Und im direkten Vergleich gefällt mir der Timms doch besser, weil er problemloser abbrennt. Beim Karl-Erik kann der schlechte Abbrand schon etwas nerven - dem ist aber mit dem Aufrubben der Flake-Stücke abzuhelfen.
Ich kann aber den Karl Erik 20 trotzdem guten Gewissens empfehlen. Er ist kein Supertabak, aber ein angenehmer Begleiter für den ganzen Tag.
(03.08.2002)