daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


No3-Red Virgina Superb

zurück

Torben Dansk No. 3 - Red Virgina Superb

(Pfeifentabak)

Markenname:Torben Dansk
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia, Latakia
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:medium
Verpackung:50 Gramm Runddose
Preis:6,70 Euro

Frank Nicolai

"Eine vollaromatische und wunderbar weiche Latakia-Mixture mit hohem Anteil unter Druck fermentierter mittelbrauner Virginia-Tabake, deren mildsüße Note bestens mit der Würze des Latakia harmoniert..." (Katalogtext)
Dem wäre eigentlich nicht allzuviel hinzuzufügen. Allerdings: ein Review sollte etwas mehr sagen als ein Werbetext.

Ich weiss nicht, wie verbreitet die Tabake der Torben Dansk Serie sind - ich kenne inzwischen einige. Und die Nummer 15 - der Sailors Flake - gehört zu meinen liebsten Tabaken. Von den Engländern jedoch habe ich bisher erst die Nummer 8 "Midnight Special" und die 11 "Mellow Mixture" geraucht. Beide haben bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. Die Nummer 3 nun ist anders. Hier sind es vor allem vollmundig-süß-würzige Virginias, die die erste Geige spielen. Der Latakia ist immer präsent, erdrückt die Mischung aber nicht sondern würzt sie im besten Sinne.

Der Anblick des Tabaks ist einfach schön. Die Farbe der Virginias differiert zwischen braun, rötlichen Tönen und fast schwarzem Blatt. Die oft in englischen Mischunge gesehenen zitronengelben Virginas fehlen völlig. Der Latakia gibt ein paar schwarzer Tupfer dazu. Auch im Geruch der Mischung faziniert mich die Süße der Virginias.

Das Stopfen und Entzünden ist kinderleicht (nicht, dass dieser Satz Kinder zum Rauchen verführt ... ich mein ja nur...). Der Tabak glimmt von Beginn an still und eher unspektakulär herunter. Über bleibt ein kleines Häufchen grau-weisse Asche. Allerdings sollte man dem Tabak ein paar Tage Luft gönnen, ehe man ihn raucht: er kommt ein wenig zu feucht daher.

Bis auf den allerletzten Rest bleibt der Geschmack des Tabaks relativ konstant. Zum Ende hin kann er etwas bitter werden und die Süße verschwinden. Dies aber nur, wenn die benutzte Pfeife einen hohen und schmalen Kopf hat. Anderenfalls gibt es kaum Probleme mit Kondensat o.ä.

Der Tabak ist prädestiniert dafür, ohne Filter geraucht zu werden. Hier kommen die Nuancen des Tabaks erst richtig zur Geltung. Im Laufe des Rauchens gewinnt der Tabak ein wenig an Kraft und Würze. Aber die Süße der Virginias bleibt immer präsent und vergeht auch zum Ende der Füllung nicht. Und das - ich gebe es zu - gefällt mir außerordentlich. Der Tabak schmeckt sehr natürlich. Und die Dan Pipe Mitteilung, dass der Tabak als "medium" eingeschätzt wird ist hier - vor allem am Ende der Füllung - noch akzeptierbar. Denn er hat einen Hang zu full - dabei ist aber einzig der Geschmack gemeint, nicht die Nikotionmenge.

Fazit:
Der Torben Dansk No. 3 - Red Virginia Superb hat mich vom Start an begeistert. Insofern ist dies ein sehr subjektives Review. Vielleicht sehe ich über Schwächen hinweg, die andere entdecken. Aber ihn zu probieren möchte ich jedem Latakia-Jünger empfehlen. Wenn ich am Wochenende wieder bei Dan Pipe in Lauenburg bin werde ich wohl eine Dose des Tabaks mitnehmen (müssen).

(23.07.03)


Markus Herrmann

Gekauft habe ich mir den Torben Dansk #3 auf einer Reise durch den Norden Deutschlands. Ich kam auf ihn, da Lutz ihn mir zwecks Mischung mit dem DTM SVH empfohlen hatte. Hier muss ich anmerken, dass der Torben Dansk #3 mein erster Versuch war, in der Latakia-Welt Fuß zu fassen. Mag dadurch auch diesem Review ein mehr an Objektivität gewährender Vergleich zu anderen Latakia-Tabaken fehlen, so bietet es dagegen für den Latakia-Neuling sicherlich nicht einige uninteressante Erfahrungen.

Aber endlich zur Sache: Die Dose ist wenig aufwendig gemacht, was mir schon gleich sympathisch war - bedeutet dies doch, dass ich mein Geld für Tabak und nicht für Design ausgebe. Schlicht prangt ein weißer Aufkleber mit Namen und ähnlichem auf der Dose. Einzige Zier darauf ist der meiner Meinung nach unglückliche, mich immer ein wenig an Hägar-Comics erinnernde Wikingerhelm der Torben Dansk-Tabake. Aber das sollte mich nicht abschrecken.

Wie immer, wenn ich einen neuen Tabak kaufe, konnte ich es auch hier nicht erwarten, meine Nase in den Tabak zu stecken. Bei meiner Unterkunft angekommen, war es dann auch so weit. Zuerst einmal eine tiefe Brise genommen und........DAS SOLL MAN RAUCHEN KÖNNEN? Deckel drauf und zu. Mir schwante schon, dass ich die 6,7 EUR zum Fenster hinausgeworfen hatte. Dabei ließ sich der Tabak doch recht nett anschauen: eine schöne Mischung aus mittelbraunem und schwarzem Tabak in üblicher Schnittbreite. Aber wer raucht schon den Tabak wegen seines Aussehens?

Da ich jedoch bei einer Bekannten in Hamburg verweilte, die nicht rauchte, sollte es noch ein paar Tage dauern, bis ich in Berlin, der nächsten Station meiner Reise, das Kraut in die Pfeife stopfen konnte.

Positiv aufgefallen war mir gleich die Feuchtigkeit des Tabaks: Sie war genau richtig. Also verschwendete ich keine Zeit mit Nachdenken über eine eventuelle Trockenperiode und stopfte den Torben Dansk in meine Stanwell. Zögerlich, ja gar ängstlich begann ich den Tabak in Brand zu setzen und......DAS SOLL MAN RAUCHEN KÖNNEN? Noch ein Zug. Wird ja immer schlimmer! Nach vier Zügen war es dann soweit: Noträumung.

Tja, so wäre der Latakia für mich gestorben gewesen, wenn sich nicht ein glücklicher Zufall ereignet hätte. Denn mit mir war noch ein Freund in Berlin, der ebenfalls Pfeife rauchte. Und da er den Tabak auch einmal probieren wollte, ließ ich ihn unter Warnungen bezüglich seines Seelenheils gewähren - auch für ihn war es das erste Mal Latakia. Er fand den Tabak nicht so schlimm wie ich, doch war er ihm auch nicht ganz abgeneigt.

Als ich da so neben ihm stand, wie er den Tabak rauchte, fand ich, dass er eigentlich sehr lecker duftete. (Mir ist vollkommen unverständlich, weswegen die Raumnote des Latakia weithin so verschrien ist. Der Torben Dansk jedenfalls sagt meiner Nase durchaus zu. Er erinnert mich ein wenig an Weihrauch, nur mit einem starken Tabakeinschlag). Also beschloss ich ihm doch noch einmal eine zweite Chance zu geben. Am nächsten Tag zweiter Versuch: Und siehe da........DAS KANN MAN RAUCHEN! Es mag zwar noch nicht die Glückseligkeit gewesen sein, doch blieb das Würggefühl vom Vortag aus. Ja zunehmend schmeckte mir der Tabak immer besser.

Dies war eine Entwicklung, die sich bis zum heutigen Tag fortsetzte. Die süße des Virginia und die stark rauchige Note des Latakia ergeben für meine Zunge einen gehaltvollen, tiefen Gesamtgeschmack - und das bei wirklich gutmütigem Rauchverhalten.

In besagte Stanwell kommt mir gar nichts anderes mehr rein. Und das will etwas heißen: Habe ich doch nur drei Pfeifen! Auch mein Freund erbittet sich bei jedem unserer Treffen ein Füllung des Torben Danks #3 und es scheint, als würde der Tabak uns die Tür zu einer neuen Welt aufgestoßen haben. Auf jeden Fall bin ich bereit, für was da kommen mag. Nächste Erkundungsreisen zu Rattrays 7 Reserve oder einem Dunhill EMP sind schon geplant.

Und die Moral von der Geschicht': Verschmäh' den Latakia wegen des ersten Mal nicht!

(23.03.2004)


Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 06.01.2011 18:12 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen