Peter Heinrichs No. 314
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Peter Heinrichs |
| Hersteller: | Kohlhaase & Kopp (?) Steuernummer: 92130 |
| Mischung: | Virginia, Kentucky, Latakia, geringe Menge Black Cavendish |
| Schnittbreite: | unterschiedlich breite Blattstreifen, Flakeanteile |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | wird nur in 100g Einheiten (Runddose) vertrieben |
| Preis: | 13,04 Euro |
Georg Pohl
Ich hatte mir speziell zu diesem Tabak raten lassen, weil ich eine etwas dezentere Mischung und nicht unbedingt direkt eine Latakia-Keule einsetzen wollte.
Beim Öffnen der Dose (100 g Runddose) fällt einem sofort der typische für mich etwas strenge Geruch des Latakia auf. Der Tabak präsentiert sich in einem herrlichen Bild von größer geschnittenen Virginia, Black- Cavendish- und sogar einzelne Flake-Anteilen finde ich in der Dose.
Das Anzünden gelingt problemlos. 2 Stäbchen reichen aus. Der Tabak brennt langsam und gleichmäßig ohne größere Kondensat Entwicklung bis Ende durch. Übrig bleibt ein kleines, fast weißes Aschehäufchen.
Die Raumnote - für viele ein Knackpunkt. Im Büro bekam ich mehrmals Besuch (Dauer mehr als zwei Minuten). Es war also auszuhalten. Meine Sekretärin meinte, er würde sehr interessant riechen; die Aussage ist allerdings relativ zu bewerten (sie will einen neuen Drucker).
Der #314 neigt wenig zum Heißrauchen. Er lässt sich angenehm kühl rauchen. Zu Anfang suche ich - fast verzweifelt nach dem Geschmack des Tabaks - aber der Latakia dominiert derart, das kaum noch etwas anderes durchschmeckt. Oder wie sagt man: "Mit dem Tabak ist die Aussprache des englischen TH kein Problem."
Ab etwa der Hälfte lässt der intensive Latakia-Geschmack etwas nach und die Süße des Virginia tritt in den Vordergrund.
Hier ist er sogar für mich - als einem absoluten Latakia-Novizen - ein angenehmer und weicher, runder Tabak. Die Stärke ist eher mittel.
Fazit:
sicherlich für mich als Aromatist kein All-Days-Smoke, aber eine willkommene Abwechslung zu den von mir bevorzugten Richtungen.
(24.04.2002)