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Weiherer No. 77
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Weiherer |
| Hersteller: | Laut Weiherer (Der Tabakladen, Passau): Stanwell |
| Mischung: | Virginia mit etwas Latakia Orient |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 100g Dose |
| Preis: | DM 27,-- |
Franz Wiesmaier
Vor einigen Wochen fragte ich bei meinem Stammdealer Weiherer in Passau, ob unter seinen Hausmischungen auch etwas in die englische Richtung dabei sei. Er meinte: probier doch mal die 77. Gesagt, getan.
Die unscheinbare Dose ist nur mit einem kleinen Aufkleber beschriftet wie alle Hausmischungen von Weiherer. Der Geruch beim Öffnen ist eindeutig. Da muss Latakia drin sein, wenn auch nicht in der Heftigkeit wie zum Beispiel beim Nightcap oder 965. Irgendwie erinnert er mich an die Dunhill London Mixture.
Der Tabak ist locker und leicht zu stopfen. Auch mit dem Anzünden gibt es keine Probleme. Der Tabak brennt gleichmäßig bis zum Ende ab und hinterlässt nur ein kleines Häufchen graue Asche in der Pfeife. Am Anfang fehlte mir etwas im Geschmack, ich hatte wohl mehr Latakia erwartet. So war ich nach den ersten Füllungen etwas enttäuscht. Dann tat ich aber dasselbe wie bei der London Mixture: ich rauchte ihn vormittags, und siehe da, als Bürotabak zeigte sich seine Eignung. Auch wenn zwischendurch mal etwas Stress herrschte, die Pfeife wurde nicht heiß, der Tabak schmeckte immer noch. Auch die Raumnote wurde von meinen Kollegen als gerade noch verträglich bewertet.
Fazit:
Wer sich von diesem Tabak einen starken Engländer erwartet, wird enttäuscht sein. Wer aber vormittags eher etwas leichteres in der englischen Richtung sucht, wird sich sofort anfreunden damit. Auch als Einsteiger in die englische Richtung könnte ich ihn empfehlen, da er erstens problemlose Raucheigenschaften hat und zweitens nicht gleich den großen Latakiahammer loslässt. Eine Aufnahme in die Liste meiner Standardtabake ist jedenfalls sicher.
(29.09.2001)