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No Name Gold

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Timms No Name Gold

(Pfeifentabak)

Markenname:Timms
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Flake
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:50g-Dose / 200g-Dose
Preis:DM 10,00 / DM 34,50

Frank Nicolai

Interessanterweise gibt es Unterschiede in der Schnittbreite/Fasson bei den beiden Abpackungen. Während der Flake in der 50g-Dose wirklich wie ein "gewöhnlicher" Flake aussieht - also aus gepressten Scheiben besteht - würde ich den Schnitt in der 250g-Dose eher "Flakestreifen" nennen - es handelt sich hier um keine Scheiben, sondern längere Stränge (bis zu 20 cm Länge).

Im Geschmack, der den reinen Virginiaraucher sehr verwöhnen wird, ist der Tabak recht (natur)süß, raucht sich trocken - wenn er nicht zu fest gestopft wird - und langsam bis zum Pfeifenboden. Beim Stopfen der Pfeife mit den "echten" Flakes sollte man diese nur zusammenrollen und in die Pfeife stellen - Voraussetzung ist dabei eine Pfeife mit weiter Öffnung, günstigerweise eine Pot. Die Flakestreifen zupfe ich auseinander, jedoch nur in der Länge, so dass die Pfeife sozusagen mit sehr grobem Cut gefüllt wird.

Positiv fällt auf, dass der Tabak tatsächlich so schmeckt, wie er riecht - das gilt auch für die Raumnote, die von Anderen als angenehm empfunden wird.

Fazit:
Ein guter, einfacher Tabak, von dem ich immer ein paar Gramm im Hause habe.


Detlev Büscher

Schon auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass es sich beim Timm "No Name" gold um einen typischen DTM Flake handelt: die Flakescheiben haben nur einen losen Zusammenhalt und liegen einfach als Tabak- Klumpen irgendwie in der (50g)-Runddose. Nicht dass es mich stören würde, ganz im Gegenteil. Da ich zur Zeit von der Flakescheiben-Knick-Falt-Reindreh-Stopfmethode ganz abgekommen bin und stattdessen dazu neige, eine gewisse Flakeportion zu einer lockeren Kugel zu rollen, kommt mir der lockere Zusammenhalt der DTM-Flakes sogar entgegen. Farblich gesehen, handelt es sich um mittelbraune Virginias mit hellen Einsprengseln und auch einigen dunkleren Fasern, wobei die Farben aber z. B. im Vergleich zum Skipper's Flake etwas matt wirken.
Der Katalogtext spricht von einem "tabakechten Flake" und meint damit sicherlich, dass der Flake aus echtem Tabak besteht. Daran habe ich auch nicht den geringsten Zweifel. Doch um einen weitgehend naturbelassenen Tabak handelt es sich beim TNNG sicherlich nicht. Dagegen spricht einfach der starke aber angenehme Duft nach Kuvertüre, der dem nicht angezündeten Tabak anhaftet und ihm eine eigene Note verleiht.

Mit meiner aktuell bevorzugten Methode lässt sich der Tabak gut in die Pfeife einbringen, Flakescheiben- Am-Stück-Raucher mögen vielleicht den nur losen Zusammenhalt der Tabakfasern beklagen. Die Brandannahme ist flaketypisch durchschnittlich, wobei man aber auch hier mit zwei Zuendhölzern auskommen kann. Der Abbrand dagegen ist vorbildlich, denn oft bleibt es bei diesen beiden und mehr als drei braucht man eigentlich nie, um die gesamte Füllung in hellgraue Asche zu verwandeln.

Die verwendeten Virginias produzieren einen weichen, ausreichend milden und vor allem auch süßen Rauch, der auch bei Filterverwendung nicht die Substanz vermissen lässt, die für ein befriedigendes Raucherlebnis wichtig ist. Das Kuchen-Schokoguss-Aroma findet man auch schmeckbar im Rauch wieder, wenn auch nicht ganz so deutlich wie man es beim Geruch des nicht angezündeten Tabaks vielleicht annehmen könnte. Es bleibt ergänzend und abrundend, lässt den Tabak geschmacklich zu Wort kommen und wertet die Raumnote auf, die dadurch die "Das-riecht-aber-gut-Abteilung" erreicht. Das beim Rauchen in einer Filterpfeife entstehende Kondensat sollte von einem Papier- oder Aktivkohlefilter zuverlässig aufgenommen werden können, auch wenn man nicht gerade behaupten kann, er würde fast trocken bleiben. Die Verwendung eines AKFs schadet dem Geschmack des Tabaks meiner Ansicht nach nicht, scheint aber die dezente Aromatisierung auf Kosten der Tabakaromen etwas hervorzuheben. Die Nikotinstärke des ungefilterten Tabakrauchs lässt sich durchaus schon bei "medium" einordnen.

Timm "No Name" gold könnte eine Empfehlung für den an Virginia-Flakes interessierten Aromaten-Filter- Raucher sein, da er ihn nicht sofort schonungslos mit purem Tabakgeschmack konfrontiert, wie es z.B. der bereits oben erwähnte Skipper's Flake tun würde. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es schon einige Füllungen braucht, bevor ein solcher Tabak in einer Kirsch-Honig-Vanille-Pfeife seinen wirklichen Charakter offenbart.

Fazit:
Ein angenehmer Virginiaflake mit leichter Aroma-Aufwertung, sehr guten Raucheigenschaften und darüber hinaus auch noch preiswert.

(07.03.2001)

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