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Mac Baren Norwood

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Burley, Virginia
Schnittbreite:Cut Plug
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:100 Gramm Dose
Preis:10,23 Euro

Jörg Busack

Ich schätze Mac Baren als Hersteller unkomplizierter Tabake. Man kann fast alle MB's ohne Filter rauchen, so auch diesen.
Aus der offenen Dose ist würziger Tabakduft zu riechen. Beim Schnitt handelt es sich um eine Art Ready Rubbed. Den muss ich zum Stopfen erst ein bisschen zwischen den Fingern rubbeln.
Das Anzünden gelingt auch problemlos mit einem Zündholz. Er brennt willig, mild und kühl während des Rauchens weiter. Der Geschmack erinnert mich ein wenig an den MB Navy Flake und MB Mixture. Er ist vollmundig und würzig. Ich würde die Geschmacksrichtung als schottisch bezeichnen.
Der Geschmack bleibt bis zum Ende der Füllung erhalten. Die Raumnote ist allerdings für manchen nicht sehr angenehm. Der Tabak verbrennt fast vollständig, bis auf ein kleines Häufchen hellgrauer Asche.
Fazit:
Der MB Norwood ist IMO ein sehr guter Tabak, den man ruhig mal probieren sollte, wenn man andere MB's und die schottische Geschmacksrichtung mag.

(27.05.2000)


Wolf-Rüdiger Jürgens

Da ich in letzter Zeit eine gewisse Vorliebe für Mac Baren entwickelt habe, musste ich den Norwood auch probieren. Im Duty Free gekauft für 12DM/100g war der Norwood ein echtes "Schnäppchen".
Der Norwood kommt als Ready Rubbed Variante. Virginia und Burley sind die Hauptbestandteile der Schnitt wird vom Hersteller als Cut Plug bezeichnet. Die Stärke wird mit 3 auf der MB Skale angegeben was ich so nicht nachvollziehen kann. Die Scottish Mixture wird nur mit 2 bewertet ist aber meiner Ansicht nach stärker und würziger.
Beim Öffnen der Dose ein leichter Honiggeruch den ich als sehr angenehm empfinde. Das Stopfen bereitet keine Probleme, einfach lose einfüllen und ein bisschen nachstopfen, fertig. Ebenso das Anzünden, meistens reicht ein Streichholz aus. Schon bei den ersten Zügen entwickelt er den typischen "Mac Baren" Geschmack, tabakecht mit hintergründiger Honigsüße. Der Norwood brennt willig bis auf ein paar Krümel Asche ab, er raucht sich kühl und die Kondensatbildung ist sehr gering. Ab der Mitte der Füllung wird er ein wenig kraftvoller was ihm gut zu Gesicht steht. Insgesamt ist er ein wenig zu flach, will sage er könnte ruhig etwas würziger sein. Im Nachgeschmack stelle ich manchmal eine leichte Ingwernote fest, die mir am Norwood ausgesprochen gefällt. Das von anderen Pfeifenrauchern häufiger berichtete Zungenbrennen bei Mac Baren Tabak stellte sich bei mir nicht ein.
Meine Frau bewertet die Raumnote als sehr gefällig, und "nötigt" mich des öfteren den Norwood zu rauchen. ;-)
Fazit:
Ein sehr unkomplizierter Tabak der sich ohne Probleme genießen lässt. Ich habe ihn ohne und mit Filter probiert und keine größeren Unterschiede im Geschmack festgestellt. Die Honig-Aromatisierung ergänzt den Tabak sehr dezent und wirkt keinesfalls aufgezwungen. Die "Scottish Mixture" von Mac Baren gefällt mir besser weil sie mir würziger schmeckt.

(27.05.2000)


Frank Nicolai

Der Norwood von Mac Baren ist mir schon lange bekannt; geraucht hatte ich ihn jedoch zuvor noch nie. Nun; ich habe mir eine Dose gekauft, ihn probiert und verworfen.
Beim Öffnen der Dose erwartete mich ein Gewirr von festgepressten ready rubbed Tabakfasern; ein Farbspiel zwischen dunklem Braun und hellem Gelb. Der Anblick erinnert ein wenig an die Mixture von MB, der Geruch ist aber ein anderer. Während die Mixture charakteristischen Honigduft verströmt ist hier ein wenig angetrocknetes Heu zu vermuten. Gepaart mit einer leichten (wohl auch künstlichen) Süße und einem - mit der Zeit abnehmenden - saurem Anteil.
Das Stopfen und Entzünden ist nicht sehr schwer; man sollte nur darauf achten, die zum Teil groben Tabakstücke etwas zu brechen. Dies insbesondere dann, wenn man den Norwood aus kleinen Pfeifen rauchen möchte. Er hat beim Abbrand die Neigung, einen Glutkanal im Tabak zu erzeugen. Das bedeutet, dass man ab und an die am Rand stehen bleibenden unverbrannten Tabakstücke auf die Glut legen sollte um einen gleichmäßigen Abbrand zu erreichen.
Der Geschmack wird geprägt von einer als natürlich wahrgenommenen Rauchigkeit die von einem süßlichen Unterton ergänzt wird. Von der geruchlich wahrgenommenen Säure ist beim Rauchen nichts mehr zu verspüren. Der Geschmack bleibt konstant vom ersten bis zum letzten Zug - ist allerdings auch völlig bar jeglicher Höhen und Tiefen. Insgesamt ist er mir zu langweilig. Und er wird im laufe der Füllung (insbesondere in großen Pfeifen) etwas bitter ohne jedoch viel Kondensat abzusondern. Auch beim Rauchen ohne Filter gewinnt der Tabak nicht wirklich an Substanz. Die süßen Töne sind ein wenig diffiziler zu vernehmen, aber das wiegt die meiner Meinung nach geschmacklichen Mängel nicht auf. Fazit:
Ich bin vom Norwood enttäuscht. Im fehlt die Würze, das Besondere der Mixture, die deshalb als meine Nummer 1 der MB's unangefochten bleiben wird. Und ich vermisse ein wenig die Kraft, die Stärke, die der Mixture innewohnt. Der Norwood ist dagegen ein schwacher; leichter Tabak.
Der Norwood ist nicht schlecht - aber auf Dauer (für mich) nicht ausreichend spannend. Ein Vergleich zwischen dem Navy Flake und dem Virginia Flake von MB würde wahrscheinlich ähnlich ausfallen: auch hier in Richtung des stärker aromatisierten Navy Flakes. Da die Raumnote kaum erkennbar ist, ist der Norwood auch büro- und ehefrauentauglich; wenigstens ein Grund, die Dose leer zu rauchen. Nachkaufen werde ich ihn sicherlich nicht noch mal - oder wenn doch, dann in etlicher Zeit.

(31.03.02)


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