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Friedman & Pease )* Oasis
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Friedman & Pease )* |
| Hersteller: | Friedman & Pease |
| Mischung: | Red Virginias, Orientals, Latakia |
| Schnittbreite: | verschiedene Schnittbreiten |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | verschiedene Schnittbreiten |
| Preis: | $14.25 |
Björn Hollensteiner
Bei Probe No. 2 handelt es sich um einen recht hellen Mischungsspiegel mit einigen schwarzen Tupfen. Bei genauerem Hinsehen scheint es sich um mindestens drei Virginiasorten und eine schwarze Sorte zu handeln, die aber nur einen sehr geringen Anteil darstellt. Latakia oder Orient kann es nach der Geruchsprobe nicht sein, bleibt also noch Black Cavendish oder Perique. Für letzteren spricht das geringe Verhältnis zum Virginia.
Der Tabak duftet leicht säuerlich. Flavourings rieche ich keine. Der Schnitt ist fein, etwa 2 mm, ärgerlicherweise sind einige Stengel beigemischt, die ich sorgfältig entferne. Ich fülle den Tabak in meine Heinrichs Ser Jacopo, die ich vorzugsweise mit Va/Pq-Flakes rauche. Der Tabak ist leicht zu entzünden und glimmt danach erstaunlich kühl. Auch bei testweisem schnellerem Ziehen keine nennenswerte Hitzeentwicklung (Spock raises an Eyebrow..).
Der Duft ist angenehm süß, nicht penetrant süß aber auch nicht mehr dezent süß. Es erinnert an milde Virginias und Perique, wobei das Periquearoma auch hier so schwach ist, dass ich mir nicht sicher bin, ob es sich nicht vielleicht doch um ungeflavouredten Black Cavendish handeln könnte. Der Abbrand ist zufriedenstellend, es bleibt etwas dunkelgraue Asche übrig.
Die zweite Füllung rauche ich in der Kallenberg Pfanne, die ebenfalls Va/Pq- Mischungen gewidmet ist. Es bestätigen sich die Erfahrungen mit der ersten Füllung. Der Tabak schadet auch meiner von Probe 1 gebeutelten Zunge nicht.
Fazit:
Ein Tabak aus der Va/Pq-Sparte, sehr mild und leicht und offenbar von höherer Qualität, wenn nur die Stengel nicht wären. Etwas, was man zu allen Tageszeiten rauchen kann. Von diesem Tabak würde ich gerne einmal eine größere Menge rauchen, um mir ein differenzierteres Urteil bilden zu können. Es könnte sich vom Geruch her um eine Mischung aus den Vereinigten Staaten handeln (Mc Clelland?).
(21.03.2000)
Jörg Eichelberger
Mischung: Mixture
Typ : naturbelassen mit Latakia
Schnitt : Mixture kurz, fein ca. 1mm
Farbe : blonde und rote Tabake, etwas schwarz
Stärke : mild-medium
Duft roh: süß mit unaufdringlicher Würze, ähnlich der zarten Würze von Spekulatius. Die Chefin meinte, es rieche nach Tabak.
Der Tabak zeigt eine Tendenz zum Entmischen.
1. mit Filter
Von Beginn an sehr rauchig mit dezenter Süße, im Abgang leichte Säure. Der Latakia kommt beim Rauchen intensiver, als ich es vor dem Anzünden erwartet habe. Nach und nach nehmen sowohl Süße, als auch Säure zu, der Geschmack wird voller und vielschichtiger. Zum Ende wird die Süße noch etwas intensiver. Es bleibt nur wenig graue Asche übrig. Es bildet sich sehr wenig Kondensat.
2. ohne Filter
Gleich beim Anzünden entwickelt sich ein ausgeprägtes Gerbsäurearoma (Barique), verbunden mit einer nussigen Note, die sich recht bald, durch Süße angereichert, mit dem rauchigen Kern verbinden. In Folge nimmt die Süße zu und der Geschmack wirkt etwas pfeffriger, erinnert aber auch ein wenig an Ingwer und bleibt bis zum Ende erhalten, wird im Gegenteil noch intensiver.
Der Abbrand ist in beiden Fällen gleichmäßig, der Rauch ist kühl, die Raumnote ist vom Latakia geprägt, aber in sehr angenehmer Weise.
Fazit:
Beim Rauchen mit Filter ist der Tabak "ganz nett". Ohne Filter schmeckt er mir richtig gut. Ich musste aber feststellen, dass ich öfters versucht war auf Lunge zu rauchen.
P.S. paßt sehr gut zu Apfelwein
(15.03.2000)
Thomas Schoke
Erstaunliches Tabakbild, hat optisch durchaus Ähnlichkeiten mit Blue Train aber schon die erste Schnüffelprobe zeigt, dass es sich um eine weitgehend naturbelassene Mischung handelt. Das Tabakbild ist sehr hell, nur wenig dunkler Würztabak. Rauche den Tabak aus einer kleinen Bent von Nörding. Erster Eindruck: leicht. Wie Tabakprobe 1 ebenfalls eine VA / Orient / Latakia Mischung aber mit gänzlich anderem Mischungsverhältnis. Tippe auf 75% VA, 15 - 20 % Orient und max. 5% Latakia. Eventuell ist etwas Kentucky enthalten aber nicht viel. Die erste Hälfte der Füllung ist recht ereignislos, der Tabak glimmt willig, gibt kaum Kondensat ab. Ganz schwach fruchtig-süß. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht sehr dezent gesoßt worden ist... Die Grundmischung - nicht das Aroma! - erinnert wieder an Blue Train, vielleicht ein anderer Tabak von Pöschl? Insgesamt ist der Tabak recht ausdrucklos aber keineswegs unangenehm. Vor allem im letzten Drittel verschwindet der Orient-Duft und die Süße des Va's kommt stärker zum Vorschein. Qualität ist IMO ordentlicher Durchschnitt, vermutlich Tabak der unteren bis mittleren Preislage.
Fazit:
Eine unspektakuläre Tabakmischung. Keine Höhen, keine Tiefen. Beinahe etwas langweilig, trotzdem nicht enttäuschend. Könnte man vielleicht Pfeifenrauchern empfehlen, die bisher nur kräftig Aromatisiertes geraucht haben und mal eine weitgehend naturbelasse Mischung probieren möchten.
Manfred Lüdtke
Hersteller. ????
Mischung: goldbrauner Virginia, Black Cavendish, evtl. Perique
Schnittbreite: Wild Cut; Charakteristisch für den wilden Cut sind die unterschiedlichen Schnittarten der einzelnen Tabaksorten innerhalb dieser Mischung.
Farbe: helle mittelbraune und einige dunkle Töne geben ein schönes Bild
Aroma/Typ/Flavour: lieblich würziges mildes Aroma amerikanischer Art
Stärke: leicht und mild
Der Tabak erinnert mich an den Larsen No. 50. Keine Aromatisierung erkennbar. Das Anzünden kein Problem und das Brennverhalten ist unproblematisch, gleichmäßig glimmend. Der süßliche Geschmack ist ausgewogen mit einem leichten nussigen Hintergrund. Die feine Süße der Virginias wird im Geschmack unterstrichen. Der Geschmack dieser Mischung verändert sich auch dann nicht, wenn die Pfeife zur Neige geht. Genuss bis zum letzten Zug. Auch bei erneutem Anzünden schmeckt der Tabak wie vor dem ausgehen. Zur Raumnote kann ich nicht viel sagen, jedenfalls für mich ist es angenehm.
Fazit:
Ein guter Tabak, wenn man einen Tabak ohne Latakia rauchen möchte. Nicht aromatisiert, kein erkennbares Top-Flavour. Feine weiße Asche, kein Gesotter. Aus mittleren Pfeifenköpfen sollte man diesen Tabak rauchen. Ideal für den Anfänger, der den typischen nussigen Pfeifentabak für den ganzen Tag sucht.
Michael Karrengarn
Die Tabak ist etwas feucht, dadurch bedingt ist das Anzünden etwas schwieriger und auch die Glimmfähigkeit beeinträchtigt. Geschmacklich macht sich ein wenig Latakia bemerkbar, aber das ist auch alles. Insgesamt empfinde ich den Tabak als fade und langweilig. Es gibt auch im weitern Verlauf keine Steigerung und keinen Geschmack. Da ich ohne Filter rauche, kann er auch nicht dort "hängengeblieben" sein. Zum Schluss der Pfeifenfüllung allerdings wird der Tabak scharf auf der Zunge - unangenehm. Der Tabak gibt insgesamt viel Kondensat ab.
Stärke: leicht bis medium
Raumnote: eher nicht angenehm
Schulnote: 5
Fazit:
Vielleicht raucht sich der Tabak etwas trockener ja besser, nach 2 Füllungen kommt bei mir jedenfalls keine Freude auf. Der geringe Geschmack, die schlechte Glimmfähigkeit und die Schärfe am Schluss führt bei mir zu der obigen Schulnote.
Dieser Tabak wurde an 5 Mitglieder von daft geschickt, die nicht wussten, um welchen Tabak es sich handelt. Die Ergebnisse des "Blind Test":
Bei diesem Blind-Test wurden zwei Tabake getestet. Der zweite Tabak war Wolfs Pfeifenkraut #1
Friedman & Pease hat die Produktion beendet, daher ist dieser Tabak nicht mehr erhältlich