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DTM Olaf Poulsson Røgtobak No. 59
(Pfeifentabak)
| Markenname: | DTM |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia / Perique |
| Schnittbreite: | Mixture, ready rubbed |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Runddose |
| Preis: | 6,40 Euro |
Björn Hollensteiner
Beim Poulsson No. 59 handelt es sich dem um eine beinahe tabakechte Mischung von verschiedenen Virginatabaken und mit, ich würde sagen, einer genau passenden Spur Perique, der zusammen mit dem Virginia in Flakes gepresst wurde. Veredelt wird die Mischung durch ein feines, jedoch beinahe gänzlich im Hintergrund bleibendes Rum-Casing. In der Dose bietet sich dem Raucher ein interessantes Bild: Hell- bis mittelbrauner, langfaseriger Virginia, durchsetzt mit palisanderfarbenen Flakestücken. Es duftet leicht süß, aromatisch und einladend. Der Tabak besitzt imho die genau richtige Feuchte, so dass er problemlos angezündet werden kann.
Einmal angezündet zeigt dieser Tabak erst seine wahre Qualität. Er lässt sich problemlos entzünden, meistens brennt er bei mir schon nach dem ersten bis zweiten Anstecken. Es erschließt sich ein hocharomatischer Virginiaduft, wie ich ihn in dieser Ausprägung selten gerochen habe. Der Perique hat hier lediglich untermalende Funktion. Er stellt das Tüpfelchen auf dem i dar. Ebenso das Rum - Casing. Die Raucheigenschaften sind ebenfalls hervorragend. Der Tabak glimmt langsam, ruhig und kühl. Alle drei bis vier Züge sollte man kurz nachstopfen, damit sich das Aroma voll entfalten kann. Es ist einer der wenigen Tabake, die man problemlos bis zum Boden durchrauchen kann, ohne neu anzünden zu müssen. Auch wenn man die Pfeife zwischendurch beiseite legt, glimmt er noch relativ lange. Übrig bleibt eine winzige Menge weißer Asche.
Fazit:
Im Dan Katalog steht zu diesem Tabak: "Diese professionelle Mixture gehört wohl zu dem besten, was wir Ihnen bieten können". Stimmt. Diesen Tabak kann man jedem nur wärmstens ans Herz legen, der Virginia/ Periquemischungen mag oder probieren möchte. Etwas besseres habe ich bisher selten geraucht.
Frank Nicolai
Mir ist irgendwie in Erinnerung geblieben, dass Wolf von diesem Tabak vor ein, zwei Jahren mal sehr positiv gesprochen hat. Auch Björn Review geht in die gleiche Richtung. Also "musste" ich mir den Tabak bestellen.
Beim Öffnen der Dose meine erste Enttäuschung. Ich hatte eine Art ready rubbed + normalfasrig geschnittenem VA erwartet; was mir da entgegenschaute waren einige wenige Flake-Anteile in einer Unmenge Wild-Cut gerissenem Blattgut. Zudem ist das Farbspiel des Tabaks teilweise sehr dunkel, fast schwarz, so dass ich nicht recht glauben kann, dass der Tabak nur VA und Perique (Perique? Wo ist der Perique?) enthält. Ich tippe hier vielmehr auf BC-Anteile zu etwa 30%.
Der Geruch ist dezent aromatisch; leicht süßlich. Er erinnert mich an Tabake wie den Larsen 50, den Stanwell Jubilee und Ähnliche. Rum hätte ich zu dem Geruch zwar nicht gesagt, aber immerhin kein Beerencocktail.
Das Stopfen und Entzünden ist - dem Schnitt angemessen - sehr einfach. Der Tabak glimmt problemlos bis zum Ende durch. Über bleibt ein wenig feine graue Asche, in der vereinzelte schwarze Tabakreste schwimmen.
Der Geschmack enttäuscht nicht. Aber begeistert auch nicht. Mir ist die Aromatisierung ein klein wenig zu stark - was nicht meint: überaromatisiert. Aber ich kann nur sehr wenig Tabakgeschmack entdecken in dem recht angenehmen Konglomerat aus Aromen, die meine Zunge treffen. Etwas weniger wäre mir persönlich lieber.
Aber insgesamt schmeckt mir der Tabak. Das sieht man auch daran, dass die 50 Gramm Dose innerhalb von 10 Tagen so gut wie leer ist - und das, obwohl ich noch 8 andere Tabake offen habe.
Die Raumnote ist sehr ansprechend und bürotauglich.
Fazit:
Der Olaf Poulsson Nr. 59 gehört nicht wirklich zu meinen Favoriten; ist aber ein guter Tabak, der eine Empfehlung in jedem Falle wert ist. Mir ist er ein wenig zu leicht (Frühstücks-Tabak), hat aber die gute Seite, dass das Aroma die ganze Füllung lang relativ konstant bleibt, wenn der Tabak ruhig geraucht wird.
Er schmeckt am besten aus filterlosen, mittelgroßen Pfeifenköpfen.
(24.06.02)