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Only Tobacco

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Mac Baren Only Tobacco

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Virginia, Oriental, Burley
Schnittbreite:Mixture
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht-medium
Verpackung:40-Gramm Papierpouch
Preis:6,30 Euro

Frank Nicolai

Only Tobacco ist ein neuer Tabak - und einer der ersten, dessen Preis schon dem Euro verschuldet ist. Die Verpackung ist dem Style der neuen Mac Baren's angepasst: Papierpouch in Tabakblattbraun mit einem Alu- Folieninlay. Der Tabak ist mir beim Händler erst beim dritten Hinschauen aufgefallen - die Verpackung ist recht unscheinbar. Unter dem Schriftzug "Only tobacco" steht: "Tabak Zucker Wasser" - das klingt erst einmal nach relativ naturbelassenem Inhalt. Die Packungsrückseite verrrät: "Only Tobacco is an entirely new blend. Sugar, water and selected Virginia tobaccos forms the basis - and mixed with Burley and a spicy touch of Orient tobacco it ensures a pleasant rounded smoking experience." Aus Neugierde und in der Hoffnung, einen neuen guten Tabak kennenzulernen habe ich ein Päckchen Tabak gekauft.

Beim Öffnen des prallvollen Pouches schaut man einen hellgelben bis hellbraunen Tabak an. Einzelne grünliche Blattanteile verraten den Orient. Der dunkelbraune Burley ist so gut wie nicht auszumachen; das gilt auch im Geschmack. Der Geruch erinnert an trockenes Heu. Nur wenig Süße verrät der Geruch. Es riecht eher wie Zigarettentabak der leichteren Sorte. Ein klein wenig Schokoladiges untermalt den Geruch. Eine Aromatisierung ist nicht vorhanden.
Das Stopfen und Entzünden ist verhältnismäßig einfach. Der Tabak bäumt sich nach dem ersten Entzünden kräftig auf - brennt dann aber im laufe der Pfeifenfüllung gut und gleichmäßig herunter. Dabei hält sich der Kondensatanfall sehr in Grenzen und die Asche wird sehr fein und weich.
Der Geschmack verrät ebenfalls, dass Tabak pur in der Pfeife glimmt. Keinerlei noch so geringe Aromatisierung verrät sich. Die Virginias sind nicht besonders süß im Geschmack. Der Geschmack ist eher rauchig mit einer Spur - aber wirklich nur einer Spur - Säure. Auch wenn MB eine 3 auf die Verpackung druckt (Strength) empfinde ich den Tabak eher als etwas weniger als medium stark. Insgesamt bleibt der Geschmack über die gesamte Füllung konstant und angenehm.
Jedoch... jedoch braucht man für den Only Tobacco eine gut eingerauchte Zunge. Der Tabak hat das Zeug dazu, einem das Pfeiferauchen zu vermiesen, denn er grillt die Zunge. Selbst wenn er sehr langsam und kühl geraucht wird verspürt man ein immer kurz vor der Schmerzgrenze befindliches Kribbeln auf der Zunge. Und das ist insofern problematisch, als dass der Tabak ohne Filter (bzw. mit Papierfilter) geraucht um Etliches besser schmeckt, als mit Aktivkohlefilter. Der AKF nimmt dem Geschmack alle Nuancen. Vielleicht gibt sich dieses Verhalten noch etwas, wenn der Tabak etwas gelagert wird. Denn wie gesagt: der Tabak ist zum einen neu auf dem Markt und zum anderen war der Tabak im Pouch noch sehr frisch - aber nicht zu feucht (oder zu trocken). Abwarten, wie der Tabak sich zukünftig entwickelt.
Fazit:
Der neue Mac Baren ist meiner Meinung nach zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Nachdem sich Mac Baren mit ihren letzten "Neuerscheinungen" nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat ist der Only Tobacco doch wenigstens der Versuch, einen naturbelassenen Tabak zu präsentieren. Wenn das wirklich große Zungenbrandpotential noch etwas eingeschränkt werden kann wird der Tabak wirklich empfehlenswert. So jedoch kann ich ihm nur eine eingeschränkte Empfehlung mitgeben.

Ich frage mich nur, weshalb dem Tabak Zucker hinzugefügt wurde - denn Zucker kann man im Tabakrauch nicht erschmecken, nicht im Tabak riechen und in der Raumnote ist auch nichts davon zu verspüren. Einzig das Grillen von Zungen vermag Zucker im Tabak. Weshalb also Zucker?

(09.10.2001)


Jan Hauck

In den Laden gegangen bin ich auf der Suche nach einem Tabak, der sich zum Einrauchen eignet. Da mir dänische in dieser Richtung immer liegen, fragte ich nach etwas wie dem Orlik Club oder Larsen 50.
Die Verkäuferin zeigte mir diesen und da sind wir nun. Zuerst meine Überraschung: nur 40g im Pouch. Und der Pouch aus Pappe, wie Recyclingpapier. Es passt zum Namen und Image dieses Tabaks, naturbelassen bis in die letzte Blattspitze. Meine Erwartungshaltung befand sich etwa in der Richtung, zu der zu gehören American Spirit im Feinschnitt- und Zigarettenbereich Anspruch erhebt. Tabak, Zucker und Wasser. Natürlicher scheint es kaum zu gehen, wobei mir der Zucker etwas suspekt vorkam. Sollte er beim Abbrand karamelisieren und so zu schmecken sein? Oder klebt mir das Karamell einen ordentlichen Cake in den Pfeifenkopf? Mir war nicht klar, was er bewirken sollte.

Aber nun zur Pfeifenfüllung. In meinem Pouch war der Tabak doch sehr trocken. Daß obendrein DM und Euro auf der Steuermarke ausgepreist waren, hat mich an einen Ladenhüter denken lassen. Aber andererseits hat man schon von positivem Aging gehört... Aus dem Pouch duftet der Tabak völlig unspektakulär, etwa wie der Exclusiv Royal Mild von Pöschl. Recht langfaserig ist der Only Tobacco und von Anfang an recht bissig. Zwar schmeckt er nur nach Tabak, aber die Betonung liegt für mich leider auf dem *nur*. Ich fand ihn langweilig und unvergnüglich, auch wenn MB sich das vielleicht anders gedacht hat. Mir fehlte einfach das letzte Bißchen Schwung. Zumindest wurde es scheinbar recht clever angestellt, die Hitze durch das Mundstück laufen zu lassen, während der Pfeifenkopf kühl bleibt.
So handelte ich mir einen schönen Zungenbrand ein, ohne es recht zu merken. Einen leichten "Nikotinkloss" im Hals stellte ich bei mir zwar fest, das war jedoch Absicht, denn ich mag zumeist etwas stärkere Sorten wie etwa den EMP.
Kondensat hatte ich nahezu keines, wenigstens nicht spürbar, und der Geschmack des Tabaks ist auch während der Füllung nicht umgekippt, wie man es manchmal bei anderen Marken hat. Alles in allem kann ich mir gut vorstellen, daß viele Raucher den Geschmack mögen können, der DDLNR hat schließlich auch seine Anhänger. Für mich jedenfalls war es ein Fehlkauf, und ich werde ihn wohl besser für Eigenmischungen verbrauchen.

(17.09.2003)

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